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Mehr Stellplätze und Fahrradboxen am Bahnhof geplant

Der Umweltausschuss will sich künftig öfter vor Ort zusammenstellen: Am Dienstag traf sich das Gremium am Müllheimer Platz, um über Radparkplätze zu beraten.
Der Umweltausschuss will sich künftig öfter vor Ort zusammenstellen: Am Dienstag traf sich das Gremium am Müllheimer Platz, um über Radparkplätze zu beraten. © Foto: Heike Weißapfel
Heike Weißapfel / 21.02.2019, 07:22 Uhr - Aktualisiert 21.02.2019, 08:50
Hohen Neuendorf (MOZ) Am Hohen Neuendorfer Bahnhof soll es mehr Abstellplätze und abschließbare Boxen für Fahrräder geben.

Sobald der Frühling beginnt, stehen die Fahrräder am Hohen Neuendorfer S-Bahnhof dicht an dicht. Wer es eilig hat oder keinen Platz mehr am Bügel findet, behilft sich mit dem Brückengeländer. 300 Fahrradstellplätze gibt es am Bahnhofsvorplatz, 156 sind es zurzeit auf der Seite des Müllheimer Platzes. Dort könnte die Zahl verdoppelt werden, ohne zusätzlich viel Platz in Anspruch nehmen oder Fläche versiegeln zu müssen, schlug Ronald Luchterhand, Fachdienstleiter im Bauamt der Stadt, den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses am Dienstagabend vor Ort vor.

Solange das S-Bahngebäude nicht zum Kulturbahnhof umgebaut ist, sollte die Fläche davor nicht überbaut werden, so Luchterhand.

Doch am Müllheimer Platz ließe sich einiges machen. Auch einige Fahrradboxen, die ein sicheres Abstellen von teureren Rädern möglich machen würden, könnten dort errichtet werden, wenn auf dem Parkplatz sechs bis sieben Autostellplätze wegfallen. Der Ausschussvorsitzende Josef Andrle (SPD) sprach sich dafür aus, die Boxen auf der Autostellplatzfläche zur Bahntrasse hin zu errichten und gegen den Bau neben den Containerstellplatz, weil dann der Müllheimer Platz optisch abgeriegelt würde.

5 900 Personen nutzten den Bahnhof täglich, erklärte Oliver Jirka (Bündnis 90/Die Grünen). „Zu Fuß sind die wenigsten unterwegs. Es gibt jetzt 156 Stellplätze plus die 300 Plätze auf der westlichen Seite. Bei einer Verdopplung ist es ein Anteil von etwa zehn Prozent an Fahrradplätzen“, rechnete er vor. Jirka begrüßte, dass die Aufstockung ohne weitere Versieglung möglich sei. Er könne sich gut vorstellen, dass die Boxen schnell belegt würden, auch wenn das die Nutzer vielleicht 20 Euro im Monat kosten würde.

Der sachkundige Einwohner Marian Rahn riet dazu, die Stellplätze so dicht wie möglich am Bahnhof zu installieren, weil sie sonst weniger genutzt würden.

Mit der Verbesserung der Situation für die Radler in der Stadt soll an diesem Bahnhof angefangen werden, weil am Bahnhof West ein Privateigentümer berücksichtigt werden muss, am Bergfelder Bahnhof gleichzeitig mit dem Sportplatz geplant wird und das Vorhaben in Borgsdorf ins künftige Quartierskonzept rund um Bahnhof und Einkaufszentrum eingebettet ist.

Möglich sei es in den Boxen auch, E-Bikes mit Strom zu versorgen, sagte Luchterhand auf Nachfrage.

Das Thema soll nun von der Verwaltung mit dem Standort von vorerst zehn Boxen längs zur Bahntrasse und einem Umbau des bestehenden Platzes weiterverfolgt werden und in einigen Monaten erneut beraten werden. Dann sollen Systeme vorgestellt werden und die nötigen Kosten ermittelt sein.(hw)

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