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Handball
Lose Zähne, blaue Flecken, aber keine Punkte

Carola Voigt / 21.02.2019, 11:08 Uhr
Falkensee (MOZ) Die weiblichen A-Handballerinnen des HC Angermünde können gegen den HSV Falkensee einfach nicht gewinnen. Beim Tabellenführer steckten sie in der siebten Brandenburgliga-Partie eine 24:37-Niederlage ein.

„Auch wenn das Spiel durchaus als fair einzustufen war, gab es am Ende lose geschlagene Schneidezähne, blaue Augen und Blutergüsse in Mengen, deswegen sollte man, auch wenn die Niederlage schmerzt, allen die diese harte Sportart ausüben, Respekt zollen“, resümierte Branding.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und so fuhr der HCA mit Optimismus zum ambitionierten Meister und begann auch vielversprechend. Variabel und konsequent wurde aus allen Positionen erfolgreich abgeschlossen. Der Führung folgte der Ausgleich und so wechselte es etwa zehn Minuten lang. Es schien tatsächlich ein sehr interessanter Handballnachmittag zu werden. Dann begann jedoch die erste große HCA-„Pfostentreffer-Phase. 17-mal landete der Ball im gesamten Spiel an Latte und Pfosten. Falkensee zog erstmals mit zwei Toren davon (10:8). „Da half auch meine Auszeit nicht. Mit zunehmender Spielzeit wurden einige schon bekannte Tatsachen deutlich herausgestellt. Mit einmal Training in der Woche sind wir nicht in der Lage, lange genug auf hohem Niveau Handball zu spielen“, fasste Trainer Thomas Branding kurz zusammen.

Weitere schnelle Angriffe sorgten innerhalb kurzer Zeit für einen deutlichen Abstand. „Wir waren mental und körperlich nicht mehr in der Lage, dagegenzuhalten (17:10/22.). Der zweite mitentscheidende Fakt war, dass beide Torhüterinnen nicht ins Spiel fanden. Während Falkensee auswechselte, musste die HCA-Keeperin irgendwie durchhalten und das viel sehr schwer. Mit acht Toren Rückstand ging es in die Pause. „Ich war jedoch trotz dieser Tatsache keineswegs böse auf die Mannschaft. Es waren viele gekonnte Ballstaffetten dabei und in mir hegte die Hoffnung, dass eine Steigerung durchaus möglich wäre“, so Branding.

Dies war jedoch nicht so. Lea Nedlin kam bedingt durch ihre starke Erkältung nicht ansatzweise an ihr Niveau heran, welches der HCA gebraucht hätte, um Falkensee Paroli bieten zu können. Beim Versuch der Gäste, zum Tor durchzubrechen, ist aufgefallen, dass teilweise bis zu drei Spielerinnen an die jeweilige HCA-Angreiferin wie die Kletten hingen. Im Angriff gelang es dann oft nicht mehr, den Pass zum Kreis oder zum Freistehenden durchzuspielen. Abwehrtechnisch gesehen konnte man spüren, wie beim Gastgeber füreinander gekämpft wurde. Vollkommen egal, ob die durchbrechende Spielerin eigentlich von der Mannschaftskameradin gedeckt hätte werden müssen – einer stand für den anderen ein. Das war ein gravierender Unterschied und genau das gilt es zu vermitteln. Das wird stets und ständig die Aufgabe der Trainer sein, die Hochbegabten und den Individualisten zwar zu fördern, ihnen aber klipp und klar zu lehren, dass nicht ein oder zwei Spieler das Herz einer Mannschaft sind. „Wer nicht bedingungslos füreinander da ist, ist letzten Endes nicht erfolgreich und so mussten wir trotz großem Kampf und vollkommen erschöpfter Spieler neidlos Falkensee zum Sieg gratulieren“, resümierte Branding. Es bleibt trotzdem auch Positives aus diesem Spiel hängen – zum einen die ganz starken ersten 20 Minuten, zudem zeigte Melina Beutler ihr bestes Spiel überhaupt und Lena Hoffmann kämpfte trotz Erkältung um jeden Ball.

Nun heißt es, Fehler abstellen, denn das Derby bei der SSV PCK Schwedt wirft seine Schatten voraus. „Am Sonnabend wird ein heißer Tanz erwartet, in dem wir hoffentlich immer im richtigen Takt bleiben werden“, so Branding.

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