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Ungenutztes Geschäft
Gemeinde plant Galerie auf Zeit

In diesen leerstehenden Räumen an der Hauptstraße 47 soll eine kommunale Galerie etabliert werden.
In diesen leerstehenden Räumen an der Hauptstraße 47 soll eine kommunale Galerie etabliert werden. © Foto: MOZ/Jürgen Liebezeit
Jürgen Liebezeit / 21.02.2019, 11:52 Uhr
Birkenwerder (MOZ) In einem alten Maler-Geschäft an der Hauptstraße 47 in Birkenwerder soll eine temporäre kommunale Galerie für Künstlerinnen und Künstler aus der Region eingerichtet werden. Details müssen aber noch geklärt werden.

Ein Kompromissvorschlag des Bürgermeisters Stephan Zimniok (BiF) brachte den Durchbruch. Er schlug vor, den ursprünglichen Beschlussvorschlag zu vereinfachen und zusammen mit den Künstlern einen Weg zu finden, um die Galerie zu eröffnen.

Zunächst hatten die Fraktionen SPD und SÖB beantragt, dass die Gemeinde das leerstehende Geschäft kostenfrei zur Verfügung stellt sowie das Gebäudemanagement und die Versicherungskosten übernimmt. Die Ausstellungen sollten von den Künstlern ehrenamtlich organisiert und beaufsichtigt werden. Die Fraktionen schlagen weiter vor, eine Jury einzuberufen, die die Künstler und deren Arbeit auswählt. Der Eintritt in die Galerie, in der jährlich fünf Ausstellungen stattfinden sollen, sollte grundsätzlich frei sein.

Zumindest teilweise gegenfinanziert werden soll die Galerie durch den Verkauf von Kunstwerken. Die Antragsteller, die ihren Beschlussvorschlag mit der Künstler-Initiative abgesprochen hat, schlagen vor, 25 Prozent des Erlöses als Provision an die Gemeinde oder in einen Kunstfond abzuführen.

Das Gebäude gehört der Gemeinde. Die Galerie soll so lange genutzt werden, bis das alte Wasserwerk am früheren Sportplatz als sozio-kulturelles Zentrum zur Verfügung steht.

Die Verwaltung gab zu dem Antrag zu bedenken, dass der Gemeinde Mieteinnahmen (jährlich etwa 7 500 Euro) fehlen würde. Zudem gebe es keine Kapazitäten im Rathaus für das Gebäudemanagement. Vorgeschlagen wird, einen Verein zu gründen, an den die Ladengalerie vermietet werden könnte. Laufende Kosten könnten über den Verlauf von Kunstwerken finanziert werden.

Initiator für eine kommunale Galerie ist eine Gruppe von Künstlern aus Birkenwerder und Hohen Neuendorf, die für ihr Vorhaben im vergangenen Sommer gut 700 Unterstützer-Unterschriften gesammelt haben, etwa 150 davon in Birkenwerder.

Vertreter aller Fraktionen begrüßten die Idee, hatten aber unterschiedliche Vorschläge für das weitere Prozedere. So forderte Peter Ohme (Birke), zunächst in den Ausschüssen ein Konzept für die Galerie zu erarbeiten. Außerdem solle geprüft werden, ob das Clara-Zetkin-Haus sich für das Projekt eignen könnte. Sein entsprechender Antrag wurde allerdings abgelehnt.

Vertreter der Künstler begrüßten den Kompromissvorschlag des Bürgermeisters, baten aber um eine zeitnahe Lösung. „Wir werden einen gemeinsamen Weg finden“, sagte Hartmut Günther.

Temporäre Schau

■ In Birkenwerder gab es im Jahr 2009 schon einmal eine temporäre Galerie.

■ In der leerstehenden Euro-Spar-Filiale im Zentrum stellten vor zehn Jahren  acht Künstler aus Birkenwerder und Hohen Neuendorf für sechs Wochen ihre Exponate aus.

■ Der Titel der Ausstellung lautete: „Malerei, Grafiken, Objekte“. Zu den Künstlern gehörten Eberhardt Lenk, Jürgen Gerhard, Lothar Nowack, Susanne Pomerance,  Regine Günther, Edith Wittich, Cornelia Schlemmer und Dieter Gleffe. ⇥(zeit)

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