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Eltern reagieren empört

Hochprozentiges im Unterricht
Umstrittenes Trinkexperiment an Schule startet

Bis zu vier 0,33-Liter Flaschen Bier hätten die Jugendlichen während des Experiments trinken dürfen.
Bis zu vier 0,33-Liter Flaschen Bier hätten die Jugendlichen während des Experiments trinken dürfen. © Foto: Jens Büttner/dpa
MOZ / 21.02.2019, 15:18 Uhr - Aktualisiert 21.02.2019, 16:13
Prenzlau Unter dem Motto „Lieber schlau als blau“ soll Schülern in der Uckermark im Rahmen eines Präventionsprojektes hochprozentiger Alkohol verabreicht werden. Zahlreiche Eltern zeigen sich empört.

Wie der „Nordkurier“ berichtet, hätten in der vergangenen Woche zahlreiche Schüler einen Zettel mit nach Hause gebracht, auf dem um das Einverständnis der Eltern zu einem besonderen Experiment gebeten wurde. Im Rahmen des Präventionsprogramms „Lieber schlau als blau“ sollen die Eltern zustimmen, dass die Neuntklässler im Unterricht Hochprozentiges konsumieren dürfen.

Nach Informationen des Nordkuriers ist das Experiment Teil eines Projektes, das teilnehmende Schulen in Zusammenarbeit mit dem Beauftragten für Suchtprävention des Landes Brandenburg durchführen. „Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten im Schulalltag diskutiert werden“, sagte beispielsweise Carmen Reinke von der DAK, die den Plakat-Wettbewerb mit dem Namen „Bunt statt blau” initiiert hat, dem Nordkurier.

Bei vielen Eltern kam das Experiment jedoch nicht gut an. „Erst sollen wir unsere Kinder über die Schäden, die Alkohol und Drogen verursachen, aufklären – und jetzt wird ihnen schon in der Schule der Alkohol von Lehrern angeboten”, sagte eine empörte Mutter.

Stefan Poetig, Sprecher der DAK Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt geht mittlerweile auf Distanz zu dem Projekt. „Das Trink-Experiment lehnen wir strikt ab, weil Kinder keine Versuchskaninchen sind.“

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