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B96-Ausbau
Verkehrsministerin muss bei SPD-Stammtisch mit Protesten rechnen

Volles Haus: Rund 150 Gäste waren Mittwoch zum Bürgerforum zur Ortsumfahrung der B96.
Volles Haus: Rund 150 Gäste waren Mittwoch zum Bürgerforum zur Ortsumfahrung der B96. © Foto: Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 28.02.2019, 14:30 Uhr - Aktualisiert 28.02.2019, 13:38
Neuendorf/Teschendorf (MOZ) Mit einem klaren Statement endete Mittwochabend das Bürgerforum zur Ortumfahrung der B96-neu um Teschendorf. Nur noch der politische Wille kann die Anbindung Teschendorfs an die Umgehungsstraße über den Ausbau des Griebener Weges verhindern.

Insofern kann sich Brandenburgs Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung, Kathrin Schneider, heute Abend auf einen vollen Saal freuen, wenn sie zum Stammtisch der SPD-Genossen ins Grüneberger Gasthaus „Zur Eisenbahn“ kommt. Denn der Bürgerbund „Leben am Griebner Weg“, der Mittwoch das Forum in Neuendorf organisiert hatte, machte ordentlich Werbung für den Stammtisch. Immerhin ist das Land Brandenburg für die Planungen der B 96-neu zuständig, und damit Ministerin Schneider für die Gegner des Ausbaus des Griebener Weges auch die erste Ansprechpartnerin.

Dass die alte Trasse der Bundesstraße schon lange nicht mehr den Verkehr zwischen der Hauptstadt und Ostsee bewältigen kann, das ist den Teschendorfern und ebenso den Mitgliedern des Bürgerbundes klar. Sie akzeptieren ebenso, dass die Straße als Verkehrsader im Landkreis gebraucht wird. Doch geht auf Grund des hohen Verkehrsaufkommens deshalb von ihr eine Gefahr aus. Also  wird eine neuen Trasse gebraucht, da waren sich alle einig.

Doch warum die Anbindung Teschendorfs nicht um wenige Hundert Meter vom Griebener Weg Richtung Grundmühle verschoben werden kann, das wollte niemand verstehen – und akzeptieren. Genau das fordert die BI, und kann sich der Rückendeckung sowohl der Anwohner des Griebener Weges als auch der Teschendorfer insgesamt sicher sein. Immerhin, so hieß es in der Begründung, werde durch den Ausbau des Griebener Weges der Verkehr nur innerhalb von Teschendorf verschoben, anstatt ihn wirklich aus dem Ort herauszunehmen. Außerdem sei jetzt schon bekannt, dass durch den Ausbau des Weges und den dadurch zu erwartenden Verkehr der Lärmpegel so extrem steige, dass Lärmschutzmaßnahmen unumgänglich seien. Warum das hinnehmen, anstatt die Trasse gleich zu verschieben?

Verärgert waren die Gäste, dass keine Planer gekommen waren, um den Verkehrslauf zu erklären. Insofern bleibt nur die Hoffnung, dass in Zeiten bevorstehender Wahlen, die politischen Verantwortungsträger doch noch etwas verändern können.

Stammtisch

„Auf ein Wort mit ....“ heißt der Stammtisch des gemeinsamen SPD-Ortsvereins Liebenwalde/Löwenberger Land, der heute Abend um 19 Uhr im Saal der Gaststätte „Zur Eisenbahn“ in Grüneberg am Bahnhof stattfindet. Brandenburgs Ministerin Karhrin Schneider wird dabei zu den Themen „Stündlicher Halt des RE5 in Löwenberg“ und Ausbau der B 96-neu um Nassenheide, Teschendorf und Löwenberg Stellung nehmen.

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