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Haushalt
Lindow investiert in den Tourismus

Hält im Lindower Rathaus das Geld zusammen: Kämmerin Doris Bergmann
Hält im Lindower Rathaus das Geld zusammen: Kämmerin Doris Bergmann © Foto: Christian Schönberg
Brian Kehnscherper / 01.03.2019, 14:00 Uhr
Lindow (MOZ) Lindows Stadtverordnete haben sich darauf festgelegt, welche Investitionen in diesem Jahr getätigt werden sollen. Bei einer Sondersitzung, bei der der Haushaltsentwurf besprochen wurde, strichen sie am Dienstagabend zahlreiche Vorhaben.

Mit wie vielen Einnahmen die Stadt 2019 rechnen kann, konnte Kämmerin Doris Bergmann auf Nachfrage noch nicht sagen. Es zeichnete sich aber bereits im Vorfeld ab, dass die Liste der gewünschten Investitionen die Mittel der Kommune weit übersteigen (RA berichtete). Die Stadtverordneten hatten sich daher Zeit erbeten, um zu sehen, welche Projekte in diesem Jahr unbedingt realisiert werden sollten. Nun haben sie sich auf ein Paket geeinigt. In erster Linie soll die touristische Infrastruktur verbessert werden.

Die größte Ausgabe fällt mit dem Bau eines zweiten Stegs für den Campingplatz an. 217 700 Euro sind dafür eingeplant. Die Stadt hat aber Fördermittel in Höhe von 163 000 Euro beantragt. Für die Fertigstellung der Slipanlage am Gudelacksee werden weitere 39 000 Euro benötigt. Die Arbeiten hatten bereits im vergangenen Jahr begonnen und sollen nun abgeschlossen werden. Mit 20 000 Euro soll ein Tourismus-Entwicklungskonzept erarbeitet werden. Ein solches Strategiepapier ist Voraussetzung dafür, dass Lindow seinen Status als staatlich anerkannter Erholungsort behält und weiterhin eine Kurtaxe erheben kann. Für die Reparatur touristischer Infrastruktur wie Wanderwege und Bänke  sollen 15 000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Knapp 43 000 Euro sollen ausgegeben werden, um die Planung für den Radwegbau zwischen Lindow und Gühlen anzuschieben.

Doch auch Investitionen, die den Einwohnern zu Gute kommen, sind für 2019 vorgesehen. Die Kindertagesstätte soll ein Blockhaus erhalten, in dem die Außenspielgeräte untergestellt werden können. Dafür werden 5 000 Euro bereitgestellt. Weitere 11 000 Euro fließen in Schallschutzdecken für die Kindertagesstätte. Die Bahnhofsiedlung, die Arthur-Fleury-Straße und der Ortsteil Schönberg sollen neue Straßenlaternen erhalten. Diese werden zwar in diesem Jahr nicht errichtet. Für die Planung möchten die Stadtverordneten aber 33 700 Euro bereitstellen. 5 000  Euro sind für Malerarbeiten und die Ausbesserung des Putzes in der Friedhofskapelle veranschlagt.

Projekte wie die Sanierung der Toiletten im Schönberger Dorfgemeinschaftshaus und ein Anbau für die Baracke am Banzendorfer Sportplatz sind auf der Strecke geblieben.

Mit dem Beschluss kann Kämmerin Doris Bergmann sich nun daran machen, den Haushaltsplan auszuarbeiten. Sie geht davon aus, dass der Etat spätestens Anfang April vorliegt und verabschiedet werden kann. „Ich nehme an, dass wir einen ausgeglichenen Haushalt haben werden“, so die Kämmerin.(bk)

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