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Familien-Sport-Verein
Widerstand gegen Hockeypläne in Bärenklau

Sorgt für Unmut: Die Bärenklauer sind mit den Plänen des Familien-Sport-Vereins nicht zufrieden.
Sorgt für Unmut: Die Bärenklauer sind mit den Plänen des Familien-Sport-Vereins nicht zufrieden. © Foto: Marco Winkler
Marco Winkler / 01.03.2019, 18:51 Uhr
Bärenklau (MOZ) Die Pläne des Familien-Sport-Vereins Oberhavel, auf der Tennisanlage in Bärenklau ein Hockeyfeld samt Freizeitareal zu schaffen (wir berichteten), stoßen auf Widerstand im Dorf.

Anwohner, die eine zunehmende Lärmbelästigung befürchten, machten sich in der Gemeindevertretung am Donnerstag Luft. Der Vereinsvorsitzende Jens-Uwe Grande versuchte, die Bedenken zu entkräften – erfolglos. Auch die Abgeordneten plagen vielen offene Fragen. Am Ende wurde die wegen eines gewünschten Kunstrasenrasenplatzes benötigte Änderung des vorliegenden Bebauungsplans erneut in die Ausschüsse verwiesen. Den entsprechenden Antrag stellte Wolfgang Geppert (Fraktion FWO/Grüne).

Einige Bärenklauer befürchten die Minderung ihrer Lebensqualität, den Verlust des dörflichen Charakters. Sie seien wegen der Ruhe aufs Land gezogen. Grandes Schlichtungsversuche – es werde nicht mit Bande gespielt – gingen ins Leere. Die Anwohner befürchten neben der Lautstärke des Spiels zudem knallende Autotüren der Eltern, die ihre Kinder zum Sport bringen. Und sie sorgen sich um die Umwelt: Regenwürmer könnten unter Kunstrasen nicht leben. Die Meinung einiger Anwohner: Der Verein gehöre nicht in die Gemeinde. Grande erklärte, dass rund 150 Kinder aus Oberkrämer bei ihm Hockey spielen – in Hallen in Vehlefanz und Velten. In Bärenklau wolle er zudem parallel zum Hockeyfeld eine für alle zugängliche Familiensportanlage errichten.

Jörg Ditt (Grüne) und Wolfgang Geppert reichten die Informationen, die sie zum Großteil nur aus dieser Zeitung kennen, nicht aus, um eine Entscheidung treffen zu können. Matthias Schreiber (BfO) befürchtet, die Gemeinde könne vom Verein später um Geld gebeten werden. „Wir würden dann auf einer Privatfläche investieren, das geht nicht.“ (win)

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