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Berufliche Schule
Colette Wawer kehrt als Schulleiterin in ihre Heimat zurück

Am Arbeitsplatz: Seit dem 1. Februar leitet Colette Wawer die Berufliche Schule in Lindow.
Am Arbeitsplatz: Seit dem 1. Februar leitet Colette Wawer die Berufliche Schule in Lindow. © Foto: Brian Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 05.03.2019, 07:00 Uhr
Lindow (MOZ) Colette Wawer ist die neue Leiterin der beruflichen Schule Lindow. Für die 46-Jährige ist der neue Job eine Rückkehr zu ihren Wurzeln.

26 Jahre lang lebte Colette Wawer in Hamburg. Vor zwei Jahren zog es sie aber wieder in die Heimat. „Ich bin großstadtmüde geworden. Das Landei in mir kam wieder raus. Das Wasser hat mir gefehlt“, sagt sie. Also zog sie mit ihrer Familie wieder in die Stadt der drei Seen, wo sie aufgewachsen ist. „Hier habe ich mehr Lebensqualität. Meine Eltern und Großeltern leben hier. Mich hat es zu den Wurzeln zurückgezogen.“

Wawer kam am 1. Februar 1973 als Colette Busse zur Welt. Bis zur zehnten Klasse besuchte sie die Polytechnische Oberschule „Katja Niederkirchner“ in Lindow. Das Abitur absolvierte sie in Neuruppin an der Erweiterten Oberschule „Ernst Thälmann“, der heutigen Gentzschule. 1991 zog sie nach Hamburg, wo sie eine Ausbildung zur Bankkauffrau absolvierte. Es folgte ein Studium, das sie nach einem Referendariat als Diplom-Handelslehrerin abschloss. 2017 kehrte sie schließlich in die Heimat zurück. Sie stieg als Lehrkraft an der Beruflichen Schule ein. Ein Jahr später war sie bereits stellvertretende Leiterin der Einrichtung. An ihrem 46. Geburtstag wurde sie die Leiterin. Gewissermaßen schließt sich mit ihrem Engagement an einer Einrichtung, in der Sport im Zentrum steht, ein Kreis. Immerhin ist ihr Vater Manfred Busse vielen Lindowern als Sportlehrern im Gedächtnis geblieben.

Wawer begreift sich als organisatorische Schnittstelle. Wenn ihre Schüler Projekte organisieren, stellt sie Kontakte zu etwaigen Partnern her, sie sorgt sich um die Personalgewinnung, arbeitet neue Kollegen ein und ist Anlaufpunkt für die Partner der Schule. Da sie jedes Bewerbungsgespräch selbst führt, kenne sie jeden der 190 Schüler. So wichtig es ihr war, wieder näher bei ihren Eltern und Großeltern zu sein, so wichtig  ist es der zweifachen Mutter auch, sich mit ihrer Arbeit identifizieren zu können. Da Wawer  selbst passionierte Sportlerin ist – sie läuft und macht Yoga – ist sie von ihrem Beruf vollkommen überzeugt. Schließlich werden an der Beruflichen Schule Sportassistenten und Erzieher mit dem Schwerpunkt Bewegung und Sport ausgebildet – und damit Multiplikatoren, die Freude an der Bewegung an andere weitergeben. „Durch meine Arbeit hier kommt ein Bogen in meine Biografie. Ich hatte diese Aufgabe nicht gesucht, aber sie hat mich gefunden.“ Im Rahmen der Ausbildung können die Schüler verschiedene Qualifikationen erwerben.  So können sie sich auch zu Rettungsschwimmern ausbilden lassen. „Wir wollen, dass mindestens die Hälfte unserer Erzieher einen Rettungsschwimmer hat“, so Wawer. Ihre Einrichtung möchte auch das Vorhaben unterstützen, Schwimmunterricht an Kitas anzubieten. Das Schwimmen ist eine weitere Passion der Schulleiterin. Auch deshalb ist sie froh, wieder in Lindow zu sein. „In Hamburg habe ich mich gescheut, in die Seen zu gehen. Das ist eben nicht der Gudelacksee.“

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