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Regionale Produkte über Internet

Regional: Fabian Meise, Geschäftsführer der agrafrisch-Gruppe, mit Produkten des neuen Shops.
Regional: Fabian Meise, Geschäftsführer der agrafrisch-Gruppe, mit Produkten des neuen Shops. © Foto: Bettina Winkler
Bettina Winkler / 05.03.2019, 08:30 Uhr
Buchholz (MOZ) Auf der Suche nach neuen Vertriebswegen für die  eigenen Erzeugnisse hat die Fürstenwalder Agrarprodukte GmbH Buchholz einen Onlineshop für regionale Produkte ins Leben gerufen. Dahinter steht der Gedanke der Direktvermarktung und sich aus der Abhängigkeit der Molkereien zu lösen, was die Buchholzer Landwirte schon mit ihrer Milchquelle seit Jahren vor Ort praktizieren. Die frische unbehandelte Kuhmilch können Interessierte an einem Selbstbedienungsautomaten direkt ab Hof 24 Stunden am Tag erhalten. Dort gibt es aber nicht nur frische Milch, auch Fleisch aus eigener Schlachtung und eine Auswahl regionaler Produkte. Die rund 18 000 Eier, die täglich unter der Marke agrafrisch  aus Briesen kommen, sind in Fleischereien, bei Bäckereien und ausgesuchten Supermärkten zu haben.

Um die Milch außerhalb des Hofes an die Kunden zu bringen, muss sie laut Gesetz pasteurisiert sein. Bedeutet: durch eine kurzfristige Erhitzung auf 72 Grad werden Mikroorganismen und eventuelle Keime abgetötet. Außerdem wird die Milch haltbarer. Dieses Prozedere erfolgt in der eigenen Hofmolkerei, die in Buchholz für rund 500 000 Euro gebaut wurde. Seit März 2018  ist die Anlage in Betrieb. Dadurch ist es möglich, Buchholzer Milch in Berliner Edeka-Märkten aus Automaten zu zapfen. Auch in Hotels und kleineren Geschäften der Region ist das Produkt mittlerweile zu haben.

Um die Effektivität des hauseigenen Biogaswerks weiter zu steigern, trocknet die agrafrisch-Firmengruppe in Buchholz Gülle. Gärreste, die in der Biogasanlage nebenan nach der Vergärung von Gülle und Maissillage zurückbleiben, werden in ihr zu festem, krümeligen Substrat getrocknet. Die dafür benötigte Wärmeenergie erzeugt der Motor, mit dem aus Biogas elektrische Energie gewonnen wird. Aus Gärresten und Hitze entsteht dabei geruchloser Dünger, der im Werksverkauf, in Baumärkten und über den neuen Online-Shop zu haben sind. „Über den Dünger sind wir auf die Idee gekommen,  auch andere Erzeuger mit ins Boot zu holen“, erläutert Geschäftsführer Fabian Meise. Der 39-Jährige hat zwölf Jahre im Ausland und Nordrhein Westfalen gelebt und ist kürzlich in seinen Heimatort Buchholz zurückgekehrt.

Über die Seite www.heimatgenuss.shop können Interessierte unter anderem Honig aus Fürstenwalde, Buchholz und Briesen, Likör und Brotaufstriche von Kürbis-Olli,  Süffiges vom Pillgramer Weingut, Käse aus der Uckermark, Öle aus dem Fläming sowie Wurstwaren von Gut Hirschaue erhalten. Seit November läuft der Shop.  Zu Weihnachten wurden Geschenkkörbe mit regionalen Spezialitäten angeboten, die sehr beliebt waren.

Für Marketing, Akquise und Shopabwicklung  wurde eine Auszubildende übernommen. „Wir sind für unsere Plattform weiter auf der Suche, nach lokalen Herstellern, auch wenn sie Kleinstmengen produzieren“, sagt Geschäftsführer Fabian Meise.(bw)

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