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Kinder wollen die Vergangenheit des Ortes kreativ in Szene setzen

Dorfprojekt
Heinersdorf wird bunt

Reges Interesse: Kathi Matern (v.l.) und Manuela Mosters freuen sich übers Engagement der Kinder aus Heinersdorf.
Reges Interesse: Kathi Matern (v.l.) und Manuela Mosters freuen sich übers Engagement der Kinder aus Heinersdorf. © Foto: Stefanie Ender
Stefanie Ender / 08.03.2019, 07:30 Uhr
Heinersdorf (MOZ) Begeistert haben sich bisher 35 Heinersdorfer Kinder angemeldet. Sie wollen am Projekt "Dorfkinder auf den Spuren der Zeit" teilnehmen. Gefragt ist ihre kreative Ader, um die Geschichte des Ortes in die Gegenwart zu transportieren. Die ersten Workshops starten im April.

"Ich freue mich, dass es endlich los geht", sagt Manuela Mosters, die das Projekt vier Monate lang geplant hat. Sie ist erfreut, dass viele Kinder zur Auftaktveranstaltung in dieser Woche in die Heinersdorfer Grundschule gekommen sind.

Aus einem Manuskript liest sie eine Geschichte. Das Jahr 1890. Es geht wild zu damals. Ein Fremder wird entlarvt und endet in einer Schießerei mit den Einheimischen. Zentrale Handlungsorte sind die beiden Gaststätten, die dort stehen, wo sich heute Elektro Reich und ein Nebengebäude des Eiscafés Tiffany befinden. Während Mosters liest, spielen neun Jungen das Vorgelesene nach. Ihre Freunde im Publikum jubeln.

In etwa so stellt sich Manuela Mosters die kreative Umsetzung der Heinersdorfer Vergangenheit vor. Sie plant, ein Laien-Theaterstück auf die Beine zu stellen. Das Theater Frankfurt wird sie dabei unterstützen. Kostüme und Bühnenbilder gestalten die Heinersdorfer Kinder selbst. Außerdem wird Alexander Büchler, Student des Gamedesigns, mit Computer begeisterten Kindern eine App programmieren. Er plant eine Art Schnitzeljagd im Stil von Pokémon Go. "Das wird technisch nicht so einfach werden", sagt er und freut sich auf die Workshops mit den Kleinen.

Nicht nur kurzweilige Ergebnisse soll das Projekt haben. Manuela Mosters möchte Bäume im Ort gestalten. "Eine lyrische, musikalische und historische Zeitreise" nennt sie die Idee. Zum Beispiel soll auf dem Heinersdorfer Dorffest ein Holzhund geschnitzt werden, der so an einen Baum gestellt wird, als pinkelte er ihn an. "Auge um Auge, Tropfen um Tropfen könnten wir das nennen", sagt Mosters lachend. Der Baum solle zurück pinkeln.

Künstlerin Kathi Matern unterstützt die kreative Umsetzung. Gefördert wird das Projekt vom Bundesbildungsministerium mit 28 000 Euro.

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