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Letztlich Zufriedenheit

Hoch das Bein: Der Ahrensfelder Patrick Hamel (links) und Hans Büchner beim Kampf um das Leder.
Hoch das Bein: Der Ahrensfelder Patrick Hamel (links) und Hans Büchner beim Kampf um das Leder. © Foto: Ingo Muhme
Ingo Muhme / 12.03.2019, 10:32 Uhr
Ahrensfelde Auch trotz des 2:2 gegen Chemie Premnitz  zieht Grün-Weiss Ahrensfelde weiterhin als Zweiter einsam seine Kreise in der Fußball-Landesliga Nord. Tabellenführer RSV Eintracht ließ zwar unerwartet Federn, doch auch ein Ahrensfelder Dreier hätte die Konstellation an der Ligaspitze kaum verändert.

Die Partie begann recht munter, denn keiner der Protagonisten versteckte sich. Ahrensfelde schob zwar mit zunehmender Dauer die Ballbesitzquote in die Höhe, mehr aber auch nicht. Premnitz verteidigte massiv und hatte wohl vorab im Chemie-Labor einschlafende Medikamente für das Heimteam zusammengemixt und diese in der Folge verabreicht. Die Partie schleppte sich immer mehr in Zerfahrenheit und mutierte zeitweise zum Standfußball. Bis auf den agilen Patrick Hamel, der sich ein, zwei gute Chancen erarbeitete, blieb die Abteilung "Attacke" der Grün-Weissen recht blass. Beide Torsteher und auch der Referee blieben aufgrund des "Nichtangriffspaktes" fast ohne Beschäftigung. Ahrensfelde hatte auf der Torsteherposition gewechselt. Tim Reuter, der im Winter vom FC Nordost zu den Barnimern wechselte, kam zu seinem Punktspieldebüt. Wie aus dem Nichts fiel dann die Gästeführung. Ricardo Quast zog aus 25 Metern ab und hatte Glück, dass Reuter beim haltbaren Ball mit den Händen zwar dran war, aber ohne richtige Kontrolle, sodass der Ball dann doch noch einschlug (26.). Für Ahrensfelde wurde der Treffer nicht zum Weckruf, auch nicht der Feldverweis für den Premnitzer Benjamin Huxol, der sich im Bodenzweikampf im Ahrensfelder Strafraum laut Aussage von Schiedsrichter Philip Kublank ein Nachtreten leistete (26.). Die erste nennenswerte Möglichkeit für Grün-Weiss hatte Blenard Colaki in der 32. Minute. Doch sein Schuss von der Strafraumgrenze konnte sicher vom Keeper entschärft werden. Praktisch mit der zweiten Gäste-Möglichkeit lag Ahrensfelde mit 0:2 hinten. Wieder hatte Ricardo Quast zugeschlagen, als er nach einem Freistoß goldrichtig positioniert den Halbzeitstand herstellte (43.).

Gespannt dürfte man schon sein, wie die Reaktion der Orbanke/Beyer-Truppe zum Wiederanpfiff ausfallen würde. Die Halbzeitansprache zeigte positive Wirkung und warf vor allem nun auch optisch die nummerische Überzahl in die Waagschale. Ahrensfelde zog seine Angriffe gegen immer tiefer stehende Gäste in Handball-Manier auf, wobei man mit Kreisläufer Patrick Hamel den auffälligsten Akteur in seinen Angriffsbemühungen hatte. Der Junge scheute keine Wege und suchte in fast jeder Lage den Abschluss. Doch dauerte es bis zur 75. Minute, ehe der Belagerungszustand in Zählbares umgemünzt werden konnte. Alexander Kaatz war nach einer Ecke mit dem Kopf zur Stelle und leitete damit eine hochinteressante und spannende Schlussviertelstunde ein. Dabei rückte Gäste-Keeper Felix Baitz mit sehenswerten Paraden immer mehr in den Vordergrund. Schlussendlich erzielte Blenard Colaki, ebenfalls per Kopfball, den hochverdienten Ausgleich, nach dem ihm Alexander Kaatz aus dem linken Halbfeld mit butterweicher Flanke bedient hatte (81.). Chemie wankte in der Folge erheblich und Grün-Weiss kratzte am nicht unverdienten Dreier. Schlussendlich blieb es beim Unentschieden.

"Sicherlich ist es ärgerlich, dass es noch zum Unentschieden gekommen ist. Auf Grund unserer nummerischen Unterzahl war Ahrensfelde dann in der zweiten Halbzeit überlegen. Ich denke, das geht so in Ordnung", analysierte Gäste-Coach Olaf Krause das Geschehen aus seiner Sicht. Sven Orbanke hingegen musste vor seinem Statement schon ein wenig durchatmen. "Wenn man 0:2 zur Halbzeit zurückliegt, muss man letztendlich mit den Remis zufrieden sein. Die Art und Weise, mit der wir im ersten Durchgang agiert haben, hat uns überhaupt nicht gefallen. Premnitz hat verdient geführt, auch wenn unser Torsteher einen kleinen Anteil daran hatte. Im Übrigen haben wir uns dazu entschlossen, auf der Torhüterposition unabhängig von den Spielleistungen alle zwei Wochen einen Wechsel vorzunehmen. Wir haben zwei junge und gleichwertige Keeper, da soll jetzt jeder zu seinen Einsatzzeiten kommen."

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