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Nahverkehr
Gemeinde will Bushalte näher an die S-Bahn-Brücke rücken

Bushalt am S-Bahnhof Fredersdorf: Von der derzeitigen Station der Linien 933 und 948 sind es bis zur Brücke am S-Bahnhof (im Hintergrund) gut 100 Meter. Die Gemeindevertreter wünschen sich kürzere Umsteigewege.
Bushalt am S-Bahnhof Fredersdorf: Von der derzeitigen Station der Linien 933 und 948 sind es bis zur Brücke am S-Bahnhof (im Hintergrund) gut 100 Meter. Die Gemeindevertreter wünschen sich kürzere Umsteigewege. © Foto: Gerd Markert
Uwe Spranger / 14.03.2019, 06:30 Uhr
Fredersdorf-Vogelsdorf (MOZ) Die Gemeindevertretung hat Bürgermeister Thomas Krieger (CDU) beauftragt, sich für verschiedene Veränderungen zum Busverkehr im Ort einzusetzen. Eine entsprechende Vorlage der Linken wurde bei der jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit angenommen.

Unter anderem geht es darum, die Bushaltestellen am S-Bahnhof Fredersdorf  wegen kürzerer Übergangszeiten künftig näher an die Treppen zur Brücke heranzuführen. Außerdem will die Gemeinde erreichen, dass ab dem kommenden Jahr das Gewerbegebiet Nord von der Linie 948 bedient wird. Noch im ersten Halbjahr 2019 soll geprüft werden, ob die Linie 948 über die Bahnhofstraße zum S-Bahnhof Fredersdorf geführt werden kann.

Überdies will man Ortsunkundigen die Orientierung am Bahnhof erleichtern. So soll das Schild am Aufgang vom Bahnsteig mit Hinweisen auf Fredersdorf-Nord bzw. Fredersdorf-Süd versehen werden sowie mit Angaben, welcher Bus auf welcher Seite und zu welcher Endstation fährt. Zudem werden auf der Nord- und Südseite des Bahnhofs Hinweise auf die Tarife und Netzpläne für die Region sowie eine klare Darstellung der Linienführung angemahnt, zum Beispiel, dass die Linie 951 auch das Multicenter Vogelsdorf ansteuert. Der örtliche Beiratsvorsitzende Bus und Bahn hatte vor einigen Wochen bei einer Diskussionsrunde auf Einladung der Linken bereits fehlende Angaben und Übersichtlichkeit kritisiert.

Nicht zuletzt wird halbjährlich ein Bericht zur Fahrgastentwicklung angestrebt, nachdem die Gemeinde gemeinsam mit anderen Orten eine Verkürzung des Bustakts auf 20 Minuten in den Hauptzeiten vereinbart hat und auch finanziert. "Wenn ich den Bus sehe, ist er immer leer. Wir wollen ja eine Entwicklung", äußerte die Vorsitzende der Gemeindevertretung Regina Boßdorf (Linke). Reinhard Sept (SPD) hingegen berichtete, dass er zuletzt morgens wie auch nachmittags mehr Fahrgäste beobachtet habe. Es dauere etwa ein Jahr, bis solche neuen Angebote angenommen würden, berichtete der frühere Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe von dortigen Erfahrungen und konterte damit Kritik von Manfred Arndt an dem Verhältnis von finanziellem Aufwand der Gemeinde und Nutzen.

Bürgermeister Thomas Krieger warnte die Kommunalpolitiker vor "falschen Erwartungen". Er erinnerte daran, dass einige Forderungen schon mehrfach an die Verantwortlichen bei Bus und Bahn herangetragen worden seien. Und er vermutete, dass der eine oder andere Wunsch ohne weiteren Mehraufwand – gegebenenfalls weitere Zuzahlungen – nicht funktionieren werde.

Was die Übersicht zur Fahr-gastentwicklung angeht, verwies er darauf, dass die Gemeinde selbst keine derartigen Zahlen erhebt. "Da sind wir auf Zuarbeiten angewiesen", machte er deutlich. Man müsse sehen, ob Busunternehmen bzw. Landkreis diese liefern könnten. (ufo)

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