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Mit einem symbolischen 1. Spatenstich wurde am Montagvormittag am Kleinbahndamm neben der Feuerwehr der Startschuss für den Grabenbau vollzogen.

Wirtschaft
Spatenstich für das Millionen-Projekt

Die Bagger rollen schon dahinter: Am Montagvormittag fand am Kleinbahndamm hinter der Feuerwehr in Golzow der 1. Spatenstich für den Grabenneubau zwischen Feuerweg und Alter Oder statt. Zum Spaten griffen Planer Rainer Schönberg (Technisches Büro für Wasserwirtschaft und Landeskultur GmbH), Gemeindevertreter Marco Zich, Michael  Brandt (Strabag), Golzows Bürgermeister Frank Schütz sowie Steve Lietsch (Strabag, v.l.).
Die Bagger rollen schon dahinter: Am Montagvormittag fand am Kleinbahndamm hinter der Feuerwehr in Golzow der 1. Spatenstich für den Grabenneubau zwischen Feuerweg und Alter Oder statt. Zum Spaten griffen Planer Rainer Schönberg (Technisches Büro für Wasserwirtschaft und Landeskultur GmbH), Gemeindevertreter Marco Zich, Michael  Brandt (Strabag), Golzows Bürgermeister Frank Schütz sowie Steve Lietsch (Strabag, v.l.). © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 19.03.2019, 06:15 Uhr
Golzow Mit einem symbolischen 1. Spatenstich wurde am Montagvormittag am Kleinbahndamm neben der Feuerwehr der Startschuss für den Grabenbau vollzogen. Mehr als eine Million Euro investieren hier EU und Land am Rande von Golzow bis Jahresende, um Grundstücke trocken zu halten.

"Das ist ein ganz wichtiger Tag für Golzow", sagt Bürgermeister Frank Schütz. Stolz schwingt mit in seiner Stimme. Beherzt greift er mit Bauleuten, Planern und Gemeindevertretern zum Spaten und vollzieht den symbolischen Spatenstich für den Grabenbau am Kleinbahndamm hinter der Feuerwehr. Damit wird ein Projekt gestartet, wofür die Gemeindevertreter von Golzow schon seit Jahren gekämpft haben. Schon seit 2011 genauergesagt. Das steht auch mit auf dem aufgestellten Bauschild gleich nebenan, das viele Arbeitsschritte und Firmen für das Vorhaben benennt. "Endlich ist es soweit, die Bagger rollen", sagt Frank Schütz. Er verweist auf den langen Kampf, der mit dem Land geführt werden musste. Im Winter 2010/11 war die Randlage von Golzow nicht nur von Schnee bedeckt, dazu fiel massig Regen. Etliche Flächen standen lange unter Wasser, auch wurden Gebäude nass. Das THW, die Feuerwehr und auch etliche Privatleute mussten dauerhaft abpumpen.

Ein Drama, was die Golzower nicht nochmal erleben wollen. Seither wurde gekämpft, auch demonstriert, nun ist der Erfolg da. Komplett aus EU- und Landesmitteln finanziert, wird ein Graben vom Feuerwehrhaus quer durchs Dorf gebaut. Er mündet in den Altarm der Oder. Dafür wurden im Vorfeld schon 106 Bäume gefällt, somit Baufreiheit geschaffen, auch Landflächen von Privatbesitzern angekauft. Alles im Einklang mit den bereits informierten Anwohnern. Darüber berichtet Rainer Schönberg von der Bauüberwachung, dem Technischen Büro für Wasserwirtschaft und Landeskultur GmbH aus Bad Freienwalde. Er ist froh, dass das Projekt nun endlich realisiert wird und breitet Pläne aus, die viel aussagen. So geht der 950 Meter lange Graben quer durchs Dorf. Es werden auch Staue und Durchlässe geschaffen, um Straßen zu kreuzen. Orientiert wird sich halbwegs am früheren Graben, der einst neben dem Kleinbahndamm verlief.

Mit der Baumaßnahme werden die Bauleute der Strabag bis zum Jahresende zu tun haben. Allein 850 000 Euro beträgt die Brutto-Bausumme. Rechnet man die Planungskosten hinzu, ist man laut Frank Schütz bei etwas über eine Million Euro. Viel Geld, dass das Land erst nach langem Kampf mitsamt EU-Mitteln bereitstellt. "Der Grabenbau ist Landessacheund damit in der Verantwortung. Golzow muss dafür nichts bezahlen", betont der Bürgermeister. Es gebe auch weitere Maßnahmen. So sei der Graben an der Heimstättensiedlich bei Golzow schon realisiert worden. Gekämpft wird weiterhin für den Grabenbau bei Gorgast.

Jetzt, während der Golzower Bauphase, müssen Anwohner und Autofahrer mit geringen Einschränkungen leben. An der Kreuzung bei der Feuerwehr gebe es laut Schönberg zeitweise halbseitige Sperrungen. Auch am Gerätehaus selbst finden Erd- und Pflasterarbeiten statt. Das Ausrücken der Einsatzkräfte werde nur gering beeinträchtigt, betont er. Kurz sperren werde man auch mal die Lange Gasse und den Kleinbahndamm. "Aber diese Strecken lassen sich leicht umfahren", betont der Planer, der auch die Ausführung des Grabenbaus begleiten wird.

Sind die Bauarbeiten beendet, beginnen im Herbst die Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen. Damit verbunden sind Pflegearbeiten für die nächsten vier Jahre. So werden Obstbäume hinter dem Oder-Altarm gesetzt, auch Zauneidechsen umgesiedelt. Neue Bäume kommen zudem entlang der L 33 in Richtung Gorgast und Sträucher vor das Trockenwerk. Dazu entsteht eine Streuobstwiese hinter der ehemaligen Kleingartenanlage bei Golzow.

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