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Joachimsthaler Lyrikhaus bietet Bühne für Lesung mit Brigitte Struzyk / Viele Autoren unter den Gästen

Kultur
Hohe Dichterdichte

Lyrisches Duett: Gastgeber Gisbert Amm vom Joachimsthaler Lyrikhaus und seine gute Bekannte Brigitte Struzyk mit ihrem Großgedicht "Die Linde am Rhin"
Lyrisches Duett: Gastgeber Gisbert Amm vom Joachimsthaler Lyrikhaus und seine gute Bekannte Brigitte Struzyk mit ihrem Großgedicht "Die Linde am Rhin" © Foto: Matthias Wagner
Matthias Wagner / 19.03.2019, 08:00 Uhr
Joachimsthal (MOZ) "Ich habe mich schon als Kind für alles begeistert, was sich reimte", erinnert sich Lyrikerin Brigitte Struzyk. Und wohin diese Leidenschaft unter anderem geführt hat, durften am Sonntagnachmittag die rund 40 Gäste erleben, die sich in Gisbert Amms Lyrikhaus in der Glockenstraße eingefunden hatten. Zwar habe sie sich zeitweise auch im Zeichnen versucht, das Wort sei für sie aber stets der bessere Weg gewesen, ihre Ideen auszudrücken, verriet die Autorin.

Die studierte Theaterwissenschaftlerin arbeitete als Dramaturgin und Regieassistentin und war von 1970 bis 1982 Lektorin im Aufbau-Verlag der DDR, zunächst in Weimar, später ab 1976, in Berlin. Ihr dichterisches Debüt feierte sie 1978 mit dem "Poesiealbum". Viele sollten folgen. Ihr jüngster Gedichtband "Beieinander" erschien 2014 im Kottnik Verlag Hamburg. Brigitte Struzyk ist bis heute freie Schriftstellerin und lebt in Berlin-Prenzlauer Berg.

Der Kontakt zu Gisbert Amm geht auf eine Begegnung beider anlässlich eines Poetenseminars in Schwerin im Jahre 1987 zurück. Damals stellte der Lyrikhaus-Ideengeber im Rahmen der Veranstaltung eigene Lyrik vor, die die Seminarleiterin Brigitte Struzyk begutachtete und förderte.

Nach einem Gisbert Amm gewidmeten Gedicht hörten die Gäste am Sonntag zu Beginn ein Großgedicht aus dem Jahre 2016 mit dem Titel "Die Linde am Rhin". Im Spiegel des Jahreslaufes die Veränderungen des Baumes betrachtend ließ der vielseitige Vortrag mit zahlreichen aktuell-politischen und wissenschaftlichen Bezügen keine Unachtsamkeit seitens des Publikums zu, welches wie gebannt nicht von den Lippen der Vorlesenden lassen konnte. "…die Linde spricht mit mir", las Brigitte Struzyk deutungsreich. An anderer Stelle hieß es: "…im Grunde bleibt alles gleich". Als musikalische Umrahmung erklangen ungewöhnliche Töne auf der Tuba, gespielt von Brigitte Struzyks Tochter Janni.

"Wir haben heute hier zudem eine äußerst hohe Dichterdichte", sagte Gastgeber Gisbert Amm schmunzelnd und gab seiner Freude darüber Ausdruck, viele Autoren unter den Besuchern begrüßen zu dürfen. Darunter auch Kathrin Schmidt aus Berlin, die im Juni selbst im Lyrikhaus lesen wird. Birgit Debernitz war extra mit dem Zug aus Eberswalde gekommen, um an dem lyrischen Nachmittag in Joachimsthal teilnehmen zu können und zeigte sich am Ende beeindruckt vom Gehörten.

Nähere Informationen im Internet unter www.lyrikhaus.de

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