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Fest gestrichen
Ärger um Lindower Wassertage

Premiere: Die Erstauflage der Lindower Wassertage im Juli 2017 war trotz einiger Kritikpunkte ein Erfolg. An der spaßigen Badewannenregatta nahmen damals nur drei Personen teil. In diesem Jahr soll es eine Neuauflage geben. Aber der avisierte Termin ist umstritten.
Premiere: Die Erstauflage der Lindower Wassertage im Juli 2017 war trotz einiger Kritikpunkte ein Erfolg. An der spaßigen Badewannenregatta nahmen damals nur drei Personen teil. In diesem Jahr soll es eine Neuauflage geben. Aber der avisierte Termin ist umstritten. © Foto: Veranstalter
Brian Kehnscherper / 23.03.2019, 08:00 Uhr
Lindow (MOZ) Lindow.Lutz Arndt möchte mit den Lindower Wassertagen eine weitere Veranstaltung für die Tourismussaison etablieren. Doch wegen Problemen mit dem Termin wurde das Fest für dieses Jahr vorerst gestrichen.

Arndt hatte im Juli 2017 erstmals die Wassertage veranstaltet. Drei Tage lang wurde auf der Festwiese am Gudelacksee gefeiert. Nicht alles lief bei der Erstauflage glatt. Es gab Kritik, dass der Spaßwettbewerb  Badewannenregatta am Freitag stattfand und deshalb nur drei Teilnehmer hatte. Das geplante Drachenbootrennen fiel mangels Teilnehmern aus. Doch insgesamt fiel das Fazit positiv aus. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Arndt im vergangenen Jahr keine Zweitauflage organisieren. In diesem Sommer wollte er die Wassertage wieder aufleben lassen. Doch ob es dazu kommt, ist unklar.

Denn im Veranstaltungskalender der Stadt hat sich der ehemalig Bäcker zwar schon einen Termin für seine Veranstaltung gesichert: den 2. und 3. August. Dieser soll nun aber gestrichen werden. "Ich wurde nicht danach gefragt, ich wurde vor vollendete Tatsachen gestellt", ärgert sich Arndt. Als Begründung wurde ihm genannt, dass nur eine Woche später das traditionelle Hafenfest im Lindower Yachthafen stattfinden soll. Arndt kann nicht verstehen, dass eine Veranstaltung der anderen vorgezogen wird. Zumal seine Wassertag die Stadt seinerzeit keinen Cent gekostet hätten, während beim Hafenfest Shantychor, Gema und Bühne von der Stadt gefördert würden.

Der Vorsitzende des Tourismus­ausschusses, Hansjörg Schubach (CDU), kann die Aufregung nicht verstehen. "Herr Arndt hat seine Veranstaltung noch nicht einmal bei der Verwaltung angemeldet", so Schubach. "Die Idee an sich finde ich nicht schlecht. Generell spricht nichts dagegen. Wir müssen nur mehr miteinander reden." Denn dass die Wassertage so kurz vor dem bereits etablierten Hafenfest stattfinden sollen, hält Schubach tatsächlich für problematisch. Er befürchtet, dass sich zwei so ähnliche Veranstaltungen hintereinander gegenseitig das Wasser abgraben. "Es spricht nichts dagegen, dass sich Leute engagieren, aber es gibt eine Reihenfolge einzuhalten. Wir müssen unsere Veranstaltungen koordinieren", so Schubach. Zudem müsse die Stadt die Interessen der Gewerbetreibenden wahren. Schließlich zahlen diese Gewerbesteuern und kassieren die Kurtaxe bei den Touristen. "Wir müssen diesen Leuten die Möglichkeit geben, Geld zu verdienen." Schubach selbst sähe es gern, wenn sich im Sommer eine große Hauptveranstaltung rund um das Thema Wasser etabliert,  so wie das Mai- und Hafenfest in Neuruppin. Da sei es kontraproduktiv, mehrere beliebige Wasserfeste in kurzer Zeit anzubieten. Deshalb sollte ein weiteres Fest am See einige Wochen oder Monate vom Hafenfest getrennt sein.

Um die Termine besser zu koordinieren bietet Schubach Arndt an, sich an dem Unternehmerstammtisch zu beteiligen. Bei diesem treffen sich verschiedene Akteure der Stadt, um zu besprechen, wie sie die Angebote in der Stadt attraktiv für Touristen gestalten können. Auch könne Arndt sein Anliegen im Tourismusausschuss vortragen. "Am besten wir sprechen alle miteinander und man kann gucken. Wir müssen einfach mehr miteinander reden"

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