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Handlungsbedarf
Bürgermeister will mehr Busverkehr

Berliner S-Bahn
Berliner S-Bahn © Foto: dpa
Uwe Spranger / 24.03.2019, 06:45 Uhr
Fredersdorf-Vogelsdorf (MOZ) Bürgermeister Thomas Krieger arbeitet mit der Verwaltung derzeit an Vorschlägen, den Busverkehr im Ort zu verbessern. Insbesondere Gewerbegebiete sollen besser angebunden werden. Nach seinen Intentionen zum Fahrplanwechsel im Dezember.

Bei einem Gespräch am Freitag präsentierte Krieger eine Karte vom Ort mit blauen und roten Punkten. Mit den Blauen war markiert, welche Bushaltestellen von Bürgern innerhalb von fünf Gehminuten erreicht werden können, also ein Umkreis von 400 bis 500 Metern. Die Roten zeigten Gebiete, in denen die Entfernung zum öffentlichen Personennahverkehr bisher zu groß ist. "Es gibt da an einigen Stellen Handlungsbedarf", steht für Krieger fest.

Da der Landkreis als Aufgabenträger für den Nahverkehr in seinen neuen Nahverkehrsplan zumindest teilweise den 20-Minuten-Takt mehrerer Linien in den Hauptverkehrszeiten zu den S-Bahnhöfen aufgenommen hat, den Fredersdorf-Vogelsdorf, Neuenhagen und Hoppegarten derzeit aus ihren Gemeindekassen mitbezahlen, ist eine finanzielle Entlastung der Kommunen in Sicht. Ein Teil des Geldes, was dann gespart werde, könne man für zusätzliche Leistungen einsetzen, blickt der Bürgermeister voraus.

Unter anderem könnte man das Gewerbegebiet Fredersdorf-Nord anbinden lassen. Dies sei aus Kostengründen bei der Fahrplanänderung im Dezember 2018 nicht berücksichtigt worden. Unter anderem die Linken hatten dies kritisiert, zuletzt die Vorsitzende der Gemeindevertretung in einem Schreiben nach Hönow (MOZ berichtete). Krieger schätzt, dass allein für diese zusätzliche Strecke im Jahr einige 10 000 Euro fällig würden. Verbesserungen schweben ihm auch für das Gewerbegebiet Vogelsdorf oder das B-Plan-Gebiet kurz vor der Autobahn, das ehemalige KIM-Gelände, vor. Nachholbedarf sieht er zudem für den alten Dorfkern Vogelsdorf, den Bereich Bruchmühler Straße oder die Kolonie Fredersdorf an der B 1.

Wie Krieger sagte, werde die Verwaltung anhand der Karte Vorschläge an das Busunternehmen richten. "Mobus wird dann sagen, was geht und was es kostet", führte er aus. Klar sei natürlich, dass aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht durch jede Straße Busse fahren könnten. Allerdings kenne sich der Fahrplanverantwortliche von mobus in Fredersdorf ganz gut aus, weil er selbst im Ort wohne,  erläuterte der Bürgermeister.

Wenn die Reaktion des Busunternehmens da sei, werde er mit Vorschlägen in die Gemeindevertretung gehen, kündigte das Ortsoberhaupt an. Er hoffe, "dass relativ schnell was zu machen ist". Womöglich werde er sich auch vor der Kommunalwahl eine "Ermächtigung" zu Verhandlungen holen, um Zeitverlust zu vermeiden. Schließlich tagt die jetzige Gemeindevertretung im Mai zum letzten Mal, und die neue werde sich zwar Mitte Mai konstituieren, die erste reguläre Sitzung sei aber nach jetzigem Zeitplan erst Anfang September vorgesehen. Der Kreistag – auch er wird im Mai neu gewählt – müsse ebenfalls einbezogen werden. Und man wisse aus den Erfahrungen mit der jüngsten Taktverdichtung, wie lange so ein Prozess dauere.

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