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Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Fredersdorf-Nord / 25 Brände, 13 Hilfeleistungen und mehr als 2200 Einsatzstunden

Feuerwehr
Plädoyer für Neubau am jetzigen Standort

Uwe Spranger / 25.03.2019, 06:45 Uhr
Fredersdorf-Vogelsdorf (MOZ) Die Freiwillige Feuerwehr Fredersdorf-Nord hat im Jahr 2018 mehr als 2200 Einsatzstunden geleistet. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung mitgeteilt. Der frühere Gemeindebrandmeister Karsten Schulz warb für einen Neubaustandort neben der jetzigen Wache.

"Feuerwehrtätigkeit ist packend und weit mehr als Brände löschen – langweilig ist es bei der Feuerwehr nicht", zitierte der neue Ortswehrführer Andreas Paluthe aus einem Werbeflyer eines anderen Ortes und konnte dem nur zustimmen. Sein Löschzug musste im vergangenen Jahr zu 25 Bränden und 13 Technischen Hilfeleistungen ausrücken, einmal zum Wasserabpumpen in der Ahornstraße. Überdies gab es 19 Ausbildungsabende und 51 Arbeits- und Erhaltungseinsätze, blickte er zurück.

Hilfe bei Bränden andernorts leisteten die Kameraden aus Fredersdorf Nord unter anderem in Altlandsberg, Neuenhagen, Schöneiche und Münchehofe, wo 1500 Meter Schläuche verlegt wurden, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Überdies erwähnte er Oster- und Martinsfeuer, den Tag des Rades mit Jugendfeuerwehr und Förderverein, Informationsangebote für Schulklassen und Verschönerungsarbeiten.

Um für alle Aufgaben gerüstet zu sein, hatten rund ein Dutzend Frauen und Männer Lehrgänge besucht und erfolgreich abgeschlossen. Ein Dank galt jenen, die solche Ausbildungen ermöglichen. Und auch Jugendwart Tino Naphtali und seinem Vorgänger Enrico Hellmanzik, die mit Ines Katzer den Feuerwehrnachwuchs betreuen. Der konnte von 15 auf nun 21 Mitglieder zulegen.

Karsten Schulz, der Ende Februar sein Amt als Gemeindebrandmeister abgegeben hatte, dankte der Truppe für ihre Einsatzbereitschaft zum Wohle der Gemeinde, den Angehörigen für ihr Verständnis und Arbeitgebern, die Mitarbeiter bei Alarm ziehen lassen, für ihren Rückhalt. In Richtung Politik machte er deutlich, dass das derzeitige Gerätehaus nicht mehr den Vorschriften entspricht. Und sprach sich klar für einen Neubau neben dem jetzigen Depot aus. Alle anderen Standorte hätten längere Anfahrtszeiten für die Mitglieder zur Folge, und im Erstfall könnten diese Sekunden oder Minuten entscheiden.

Schulz-Nachfolger Thomas Rubin bekräftigte, dass Nord aufgrund der Einwohnerzahl – mit rund 6500 ist es der größte Ortsteil – "extrem wichtig" sei. Und aufgrund der Bahnlinie und den Schrankenschließzeiten müsse der Löschzug Nord in der Lage sein, erst einmal allein zu handeln. Rubin erinnerte an Extremeinsätze wie den Großbrand 2018 bei Treuenbrietzen. Er würde sich wünschen, dass den Feuerwehrleuten auch schon vor solchen Ereignissen mehr Anerkennung zuteil werde. Die vom Land in Aussicht gestellten Prämien, die Paluthe eingangs bereits erwähnt hatte,  sah er als Schritt in die richtige Richtung. Was gar nicht gehe, seien Beschimpfungen oder gar Übergriffe gegen Einsatzkräfte, wie es in Nachbarorten schon der Fall gewesen sei. Wie Peter Püschel vom Kreisfeuerwehrverband mitteilte, läuft diesbezüglich eine Petition des Landesverbandes an die Politik, um den Aktiven den Rücken zu stärken.

Bürgermeister Thomas Krieger lobte, die Feuerwehrleute hätten ein besonderes Ehrenamt: ein nicht selbst bestimmtes. "Wenn der Pieper geht, müssen Sie bereit sein, zu jeder Zeit", verdeutlichte er und versprach, die Ausstattung auf neuestem Stand zu halten und für gute Bedingungen zu sorgen. Aus seiner Sicht gebe es in der Politik Konsens, dass ein neues Depot gebraucht werde. Die Entscheidung treffe die neue Gemeindevertretung.

Am Ende gab es neben Ehrungen und Beförderungen noch besondere Geschenke: für den früheren Gemeindebrandmeister eine Angelausrüstung und für den neuen einen Staffelstab.

Ehrungen und Beförderungen

■Medaille für treue Dienste

Bronze (20 Jahre Feuerwehr) Thomas Knoche

Kupfer (10 Jahre) André Trebbow, Tino Naphtali

■Ernennung zum Anwärter: Marco Ladendorf, Justin Naphtali, Ronny Schicht

■Beförderungen

Feuerwehrfrau: Kader Baum, Ines Katzer

Feuerwehrmann: Patrik Baum, Torsten Katzer, André Kämpfer, Lennert Leidreiter, Tim Prasse

Oberfeuerwehrmann: Tobias Marx

Hauptfeuerwehrmann: Tino Naphtali

Löschmeister: Christian Röhl, Mario Wirsig

Hauptlöschmeister: Enrico Hellmanzik, Olaf Kittcher

Hauptbrandmeister: Andreas Paluthe

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