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Havarie
B 5 nach Gasleck an Tankstelle gesperrt

FKS Feuerwehr Symbolbild
FKS Feuerwehr Symbolbild © Foto: Patrik Rachner
Siegmar Trenkler / 25.03.2019, 18:46 Uhr
Wusterhausen (MOZ) Die Bundesstraße 5 gesperrt, die Tankstelle sowie ein Autohaus evakuiert und das Gebiet großflächig abgeriegelt: nach einem Gasleck, das gegen Mittag entdeckt wurde, war am Montag in Wusterhausen ein Großaufgebot an Einsatzkräften zur Hilfe gerufen worden.

Kurz nach 12 Uhr hatte die Rettungsleitstelle in Potsdam  den Anruf erhalten, dass es ein Gasleck an der Total-Tankstelle in Wusterhausen gibt. Die dortigen Mitarbeiter hatten das Leck an der Tankanlage bemerkt und die Feuerwehr gerufen. Zwischenzeitlich konnte laut Polizeisprecherin Dörte Röhres nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich das Flüssiggas auch in die Kanalisation ausbreitet, da es schwerer als Luft ist. Daher war neben den Feuerwehren aus Wusterhausen, Neustadt/Dosse, Kyritz und Wittstock auch der Gefahrgutzug des Landkreises alarmiert und herbeigerufen worden, der auf derartige ungewöhnliche Gefahrenlagen spezialisiert ist.

Auch nach einer Stunde war das Ausmaß der Kontamination noch nicht komplett klar. Um den möglichen Schaden besser einschätzen zu können, waren Polizisten, Mitarbeiter des Umweltamtes des Landkreises und Rettungskräfte im Einsatz – insgesamt rund 60. Zum vorsorglichen Schutz der Bevölkerung wurden kurz vor 13 Uhr auch das naheliegende Autohaus sowie die Tankstelle selbst evakuiert. Techniker der E.dis hatten laut Polizeisprecherin Röhrs als weitere Vorsichtsmaßnahme auch  den Strom im gesamten Bereich abgestellt. Die Bundesstraße 5 wurde während des Einsatzes komplett für den Verkehr gesperrt. Dieser wurde durch die Innenstadt umgeleitet, wodurch größere Staus vermieden wurden.

Der Einsatz dauerte knapp sechs Stunden. Laut Wusterhausens Gemeindewehrführer Ralf Hohmann war die größte Herausforderung, dass durch das defekte Ventil Gas aus dem Tank ausgetreten und in einen Schacht gelaufen war. Dort konnte es aber nicht abgesaugt werden. Stattdessen mussten die Einsatzkräfte das Gas kontrolliert verdampfen lassen. Die evakuierten Bereiche blieben derweil für die  Bevölkerung unzugänglich.

Erst gegen 17.45 Uhr wurde der Einsatz beendet. Die Bundesstraße wurde freigegeben. Die Tankstelle nahm eingeschränkt ihren Betrieb wieder auf – Autogas konnten Kunden dort an dem Tag nicht mehr kaufen.

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