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Neuzelle möchte Hildegard Schneider postum würdigen / Beisetzung anonym

Trauer
Eine Gedenktafel wird erinnern

Viele nahmen Abschied: Für Hildegard Schneider (1928-2019) gab es eine ökumenische Gedenkveranstaltung.
Viele nahmen Abschied: Für Hildegard Schneider (1928-2019) gab es eine ökumenische Gedenkveranstaltung. © Foto: Gerrit Freitag
Janet Neiser / 26.03.2019, 06:30 Uhr
Neuzelle Sie hatte viel zu sagen, wollte aber schon zu Lebenszeiten nie im Rampenlicht stehen: Hildegard Schneider (1928-2019). Zu einem ihrer letzten Wünsche gehörte eine komplett anonyme Bestattung auf dem Neuzeller Friedhof. Nicht mal der Heimatkreis, den sie aufgebaut und geprägt hat, weiß wann die Beisetzung stattgefunden hat. Doch irgendwie wollten auch die Mitglieder dieses Heimatkreises eine Möglichkeit finden, sich gemeinsam von Hildegard Schneider zu verabschieden und sich an sie zu erinnern. Aus diesem Grund hat Ende der Vorwoche eine ökumenische Gedenkveranstaltung für die ehemalige Lehrerin stattgefunden. Zunächst kam man in der evangelischen Pfarrkirche zusammen, dann im katholischen Pfarramt, wo man bei Kaffee und Kuchen über "Hildchen" oder "Fräulein Schneider" plauschte.

"Es waren viele da", freut sich Neuzelles Bürgermeister Dietmar Baesler. Und auch der Heimatkreis blickt zufrieden auf die Gedenkveranstaltung zurück. Dort war unter anderem von einer Gedenktafel für Hildegard Schneider die Rede. Die möchte der Heimatkreis gern anfertigen und anbringen lassen. "Und zwar auf dem Friedhof", sagt Chrsitina Riese vom Vorstand des Vereins. Dort, wo auch auf Initiative von Hildegard Schneider unter anderem schon eine Tafel für die Frauenrechtlerin Hanna Bieber-Böhm (1851-1910) an ein Stück Neuzeller Geschichte erinnert, könnte sie angebracht werden. Spenden dafür wurden bei der Gedenkveranstaltung gesammelt.

Kurt Budeke, ein ehemaliger Schüler von Hildegard Schneider, schlug indes vor, eine Gasse in Neuzelle nach der Bundesverdienstkreuzträgerin zu benennen.

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