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Alt Mahlischer Feuerwehrleute haben ihr altes Gerätehaus abgerissen / Im April beginnt der Neubau

Anpacker
Punkt 10 Uhr fällt der erste Giebel

Ines Weber-Rath / 26.03.2019, 07:00 Uhr
Alt Mahlisch (MOZ) Im April soll der Bau eines neuen Gerätehauses für die Alt Mahlischer Ortswehr beginnen. Und zwar an der Stelle am Dorfteich, an der bislang das alte Feuerwehrhaus stand. Um Kosten zu sparen, haben die Feuerwehrleute den Abriss am Wochenende selbst gestemmt.

Am Freitagnachmittag treffen die ersten Freiwilligen am alten Gerätehaus ein. "Jeder so, wie er Feierabend hat", sagt Alt Mahlischs Ortswehrführer Philipp Dressler (29). Die Mission ist klar: Das Häuschen am Dorfteich und sein Nachwende-Anbau sollen verschwinden. Es gilt, Baufreiheit für den lang ersehnten Neubau zu schaffen. Kein Scherz: Am 1. April soll Baubeginn sein.

"Wir freuen uns riesig auf das neue Gerätehaus, das uns deutlich bessere Bedingungen bieten wird", begründet der Wehrführer, warum seine Leute und er sich so ins Zeug legen. Alt Mahlischs Feuerwehrleute und Gemeindevertreter hätten zehn Jahre lang um den Neubau gekämpft", ergänzt Thomas Eckert, der beides ist.

Als erstes muss ausgeräumt werden: Der Mannschaftstransportwagen (MTW), die Tragkraftspritze und alle anderen Gerätschaften aus dem Gerätehaus werden auf den Alt Mahlischer Betriebshof der Dolgeliner Landwirtschaftsgesellschaft gebracht. Die hat eine Halle zur Verfügung gestellt. Dann beginnen die Männer, die Dachsteine abzunehmen, den Dachstuhl abzutragen und die Pflastersteine aus der Auffahrt sicherzustellen. Gegen 19 Uhr ist es dunkel, müssen die Arbeiten eingestellt werden. – Bis zum nächsten Morgen.

Um 9 Uhr sind sie wieder da, 18 der 26 Mitglieder der Ortswehr. Diesmal wird die Hauptstraße um die Baustelle mit Flatterband abgesperrt. Denn schwere Technik rollt immer wieder vom Gerätehaus über die Straße zu dem Lkw mit Container-Aufsatz. Die Firma Waetrans hat ihn für den Abtransport des Bauschutts bereit gestellt.

Als erstes landen die mit Brechstange und Stemmeisen demontierten Tore, Fenster und Türen aus dem Altbau im Container. Dann kommt Kay Weisemann zum Zug: Mit der Schaufel des Radladers seiner Firma drückt der Alt Mahlischer gegen den Vordergiebel des 2001 errichteten Anbaus. Es ist punkt 10 Uhr, als der umsinkt. Sieben Minuten später fällt auch der Giebel des Haupthauses. Es wurde 1961 gebaut, im Jahr des 50. Geburtstags der Ortsfeuerwehr. Dann rücken Toni Kiepke, Steffen Schöchert, Ulrich und Christian Meeß, Dieter und Heiko Ewald, Wolfgang und Ronald Döring, Thomas und Pascal Eckert, mit Stemm- und Abrisshammer, Schaufeln und Rechen "bewaffnet", dem Mauerwerk aus Hohlblocksteinen zu Leibe. Sie servieren den Schutt dem großen Greifer-Maul des Radladers.Staub wirbelt auf, die vom blauen Himmel strahlende Sonne tut ein Übriges, um die Männer zum Schwitzen zu bringen.

Zum Mittag gibt es Bratwurst und Kammscheiben vom Grill. Den bedient Ortsvorsteher Norbert Jung, der auch Getränke ausreicht. Steuerberaterin Karin Zeume gleich nebenan lässt die Feuerwehrleute die Sanitäranlagen ihres Büros nutzen. Gegen 14 Uhr ist der letzte Schutt von der Baustelle verladen, beginnt für die Alt Mahlischer Feuerwehrleute der private Teil des Wochenendes.

Den rund 380 000 Euro teuren Gerätehaus-Neubau fördert das Land mit rund 217 000 Euro. In ihm werden Alt Mahlischs Feuerwehrleute endlich auch Umkleideräume und Sanitäranlagen erhalten.

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