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Für gute Stimmung auf der Bühne sorgten am Sonnabend und Montag die Kindergruppen der Tanzvereine

Tanzwoche
Kleine Kampfamazonen

Patrizia Czajor / 26.03.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 26.03.2019, 08:47
Eisenhüttenstadt (MOZ) In verschiedene Rollen schlüpften die Tänzer aus den Kindergruppen auf der Bühne des Friedrich-Wolf-Theaters. Die Vereine hatten sich für die "tanzGALERIE" ein buntes Bühnenprogramm ausgedacht, das selbst einige Zuschauer von ihren Plätzen riss.

Ein Tritt nach rechts, dann einer nach links und schließlich setzten die Tänzer der Gruppe Maxis IV vom Tanzensemble kuz noch ein paar Boxhiebe hinterher und wandten sich in einer Kampfposition wieder dem Publikum zu. Passend dazu lief der Song "Kung Fu Fighting" und die Kinder erinnerten in ihren Kampfsportanzügen auf der Bühne des Friedrich-Wolf-Theaters fast an eine Judo-Formation. An diesem Vormittag galt die Aufmerksamkeit ganz ihnen – den Kindergruppen der Amateurtanzvereine, die im Rahmen der Tanzwoche immer auch ihr eigenes Bühnenprogramm präsentieren.

Tanzensemlbe kuz mit -Wassernixen- bei der 27. Tanzwoche im Friedrich-Wolf-Theater in Eisenhuettenstadt. Auftritt der Kindergruppen in der -tanzGalerie-  Foto: Gerrit Freitag
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27. Tanzwoche im Friedrich-Wolf-Theater - Kindergruppen

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Das war vor allem farbenfroh und emotional. Die Tanzvereine schafften es am Sonnabend und Montag das Publikum in die unterschiedlichsten Fantasy-Welten mitzunehmen. Und damit die Zuschauer sich auch schnell zurechtfinden konnten, führten die Moderatoren Amy und Oscar, bildlich gesprochen, durch die einzelnen Räume der "TanzGalerie". Diese riefen etwa Bilder von Sommer, Sonne und Cocktails wach oder machten, wie Moderator Oskar es ausdrückte, "Lust auf Sauerkraut". Warum das? Diese Lust muss wohl die sogenannte Sauerkrautpolka der Tanzteens von Tanzlust Jung & Alt bei ihm geweckt haben, die sich in Trachtkleidern und Lederhose auf der Bühne präsentierten – damit jedoch nicht die Liste der ungewöhnlichsten und schrägsten Kostüme anführten. Ein Hingucker waren in jedem Fall die kleinen Prinzessinnen, die Minis I vom Tanzensemble kuz, die sich mit pinken Kleidern und Handschuhen, Diadem und streng nach oben gebundenem Dutt geradezu damenhaft zur Musik bewegten. Kostümiert als orientalische Prinzessinnen weckten die Krümelchen von Fire & Flame dagegen Assoziationen zu Bollywood mit einem Hauch von 1001 Nacht. Es folgten die Lollis von Fire & Flame mit Kleidern in den Farben der spanischen Flagge, die das Publikum lebhaft mit einem Klatschen begleitete.

Unter ihnen befanden sich zum größten Teil selbst jüngere Zuschauer, aber auch Eltern der kleinen Tänzer. Marcel Prüfert war etwa mit seinem Sohn gekommen, um beim Auftritt der Tochter dabei zu sein. Die Fünfjährige tanzte an diesem Vormittag mit den Minis von Fire & Flame den Clowntanz. Als der begann, sprang auch eine Erzieherin der Kita Kunterbunt auf und machte Fotos. Hier sowie bei den Tigerenten von der Tanzgruppe Haus Sonnenhügel seien auch einige Kinder aus der Kita dabei, wie sie später erzählte. Gerade ihre Show wollten sie sich also nicht entgehen lassen und seien deswegen gekommen.

Spätestens mit der Darbietung der Früchtchen vom Haus Sonnenhügel konnten sich auch die kleinen Zuschauer nicht mehr auf ihren Plätzen halten und wippten mit zur Musik. Immerhin hieß der Song, zu dem sich die kleinen Künstler mit neonbunten Lätzchen präsentierten, auch "Immer in Bewegung." Für Lässigkeit und Coolness auf der Bühne wurde ebenfalls gesorgt. Die Maxis III vom Tanzensemble kuz standen zunächst in einem abgedunkelten Teil der Bühne mit sportlich-glitzernden Jacken, Hot-Pants und hoch sitzenden Zöpfen lässig herum, bevor sie zu dem Hip Hop Song "Thrift Shop" ein paar coole Tanzschritte hinlegten.

Spätestens jetzt sollte die Party auch richtig losgehen, so versprachen zumindest die Moderatoren. "Ich habe solche Lust mitzutanzen", gestand Moderatorin Amy, bevor es mit dem Krawall losging. Die Zappelinchen von Tanzlust Jung & Alt tobten sich zu Nenas "Heut machen wir Rabatz" aus und die Choreografie der Krümelchen von Fire & Flame war sowieso als Aufforderung zum Tanzen zu verstehen.

Einige Tänzer die bereits zuvor auf der Bühne gestanden hatten, schauten sich das Spektakel jetzt von den Zuschauerrängen an. So etwa Aaliyah-Sophie Wöhe. "Ich war schon etwas aufgeregt", sagte die Neunjährige, die erst seit einem Jahr zu den Maxis von Fire & Flame gehört. Jetzt könne sie sich immerhin entspannt zurücklehnen.

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