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Schulamt sucht Stundenkräfte für Albert-Schweitzer-Oberschule / Leichte Entspannung der Personallage nach Ostern erwartet

Bildung
Lehrer bekommen freiwillige Mehrarbeit bezahlt

Mangelverwaltung: Frank Boywitt, Leiter der Albert-Schweitzer-Oberschule Beeskow, muss aufgrund von Fehlzeiten und unbesetzten Stellen häufig Stunden umdisponieren.
Mangelverwaltung: Frank Boywitt, Leiter der Albert-Schweitzer-Oberschule Beeskow, muss aufgrund von Fehlzeiten und unbesetzten Stellen häufig Stunden umdisponieren. © Foto: Jörg Kühl
Jörg Kühl / 26.03.2019, 21:01 Uhr
Beeskow (MOZ) Die angespannte Personalsituation an der Albert-Schweitzer-Oberschule (ASO) Beeskow ist im Staatlichen Schulamt in Frankfurt (Oder) zur Chefsache erklärt worden. Bei einem Gespräch des kommissarischen Leiters des Staatlichen Schulamts, Olaf Steinke, mit dem Beeskower Schulleiter Frank Boywitt und dessen Stellvertreterin Astrid Kollwitz haben die Gesprächsteilnehmer am Dienstag mehrere Vereinbarungen getroffen. Langfristig sollen Lehrkräfte für freiwillige Mehrarbeit auf Honorarbasis entlohnt werden.  Schulamt und Schulleitung bekräftigen, dass es weiterhin keine Aufteilung der Förderklassen auf die Regelklassen gibt. Ein solcher Schritt war am Freitag aufgrund der Personalsituation angeordnet, aber nach einer kurzfristig anberaumten Neubewertung am Montag vom Schulamt wieder abgeblasen worden. Am Ende des Gesprächs kamen die Teilnehmer zum Schluss: Alle Noten können erteilt werden.

Zu Wochenbeginn waren acht der 28 Lehrer nicht im Dienst, einige davon schon seit längerer Zeit. Wie Steinke mitteilt, sollte sich die Situation an der Beeskower Bildungseinrichtung nach Ostern  bessern, da eine langfristig abwesende Lehrkraft wieder zum Dienst erscheine. Es gibt insgesamt 10 Bewerber auch für das neue Schuljahr. Für einige der freien Stellen an der Oberschule gebe es Interessenten. Leider kam es im Ergebnis noch nicht zu Einstellungen, so Olaf Steinke. Er lobt das Beeskower ASO-Kollegium ausdrücklich für deren Engagement in Zeiten knapper Personalressourcen. "Die Kollegen arbeiten überdurchschnittlich viel, nur durch ihr enormes Engagement konnte der Unterrichtsausfall in Grenzen gehalten werden."

Das Bildungsministerium und die Staatlichen Schulämter beschreiten längst auch unkonventionelle Wege, um Personalengpässe auszugleichen. So wurde das "Seiteneinsteigerprogramm" aufgelegt, das es akademischen und nicht-akademischen Fachkräften gestattet, in Schulen mitzuarbeiten. Auch ein stundenweises Engagement auf Honorarbasis sei vorstellbar, so Steinke. "Wer gerne mit Schülern arbeiten möchte, kann sich gerne bei uns oder direkt in der Albert-Schweitzer-Oberschule melden." Zur Honorierung stehe ein sogenanntes "Vertretungs-Budget" bereit.

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