Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Niederlage für FC Angermünde vorauszusehen

Fußball
"Not-Elf" fast chancenlos

Die Angermünder haben diesmal den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbekommen.
Die Angermünder haben diesmal den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbekommen. © Foto: Tobias Hase
Jörg Matthies / 01.04.2019, 05:00 Uhr
Stahnsdorf (MOZ) Wenn der Vorletzte beim Tabellenführer antritt, ist eine Niederlage im Grunde "eingeplant" – Fußball-Landesligist Angermünder FC konnte diese Vorhersage dann auch nicht durchkreuzen und zog beim RSV Eintracht mit 0:6 klar den Kürzeren.

Viermal in Folge nicht verloren, überhaupt erst eine Niederlage in der Rückrunde (0:3 zum Auftakt gegen Grün-Weiß Ahrensfelde) – das klang vor der schweren Aufgabe beim RSV eigentlich ganz gut aus Sicht des als Vorletzter zweifellos abstiegsgefährdeten AFC. "Aber zuletzt die drei Unentschieden in Folge waren ehrlicherweise insgesamt dann doch auch zu wenig in unserer Situation", muss Coach Matthias Kandula einschätzen.

Diesmal reiste er praktisch "mit dem letzten Aufgebot" in den Berliner Speckgürtel: Aus der Elf der Vorwoche (Heim-1:1 gegen Einheit Perleberg) fehlten Martin Oertel (verletzt), Tony Franke (gesperrt) sowie Manuel Bormann, Oliver Boche und Daniel Weber (arbeitsbedingt) – das Team stellte sich praktisch von alleine auf, kam aber durchaus gut in die Partie, denn die Angermünder besaßen die erste Möglichkeit, die allerdings verpuffte.

Als man sich dann im Gegenzug beim defensiven Zweikampfverhalten "schülerhaft" (Kandula) anstellte, war das frühe 1:0 durch Torben Neubauer perfekt (3.). Doch wenig später schon kamen die Uckermärker zu ihrer besten Chance in den gesamten 90 Minuten: Tobias Schuchert war acht Meter vor dem Tor prima freigespielt worden, doch er konnte den "Riesen" nicht nutzen. "Das wäre vor allem psychologisch interessant für den weiteren Spielverlauf geworden", ist sich Matthias Kandula sicher.

Als die Platzherren aber einen Stellungsfehler von Kapitän Martin Rakoczy bestraften (29.) und kurz vor der Pause Eric Ziese durch seine Mitspieler in ein Duell gegen gleich vier RSV-Akteure verwickelt wurde (41.), nutzte jeweils Dennis Paul die Möglichkeiten zur 3:0-Pausenführung eiskalt aus. Damit war das Match im Grunde gelaufen, der Tabellenführer zeigte nach dem Seitenwechsel keine herausragende Leistung. "Die letzten Dinger legen wir uns dann fast selbst rein, sodass wir sicher um zwei, drei Treffer zu hoch geschlagen wurden", schätzt Coach Kandula ein. Felix Kausch (70.) sowie Lauritz Schulze Buschhoff mit einem Doppelpack (82., 88.) machten das halbe Dutzend voll.

Abhaken und auf die nächsten Aufgaben konzentrieren – nur so kann das Motto beim AFC lauten. Da Schlusslicht Pritzwalker FHV überraschend den SV Babelsberg II (13.) bezwang und auch die mit den Angermündern weiter punktgleichen Perleberger (14.) ihr Heimspiel gegen Hansa Wittstock verloren, bleiben mindestens diese beiden Teams weiter in Reichweite für das Kandula-Team. Vor diesem liegen nur die beiden entscheidenden Monate April und Mai mit dem nun folgenden Heimspiel gegen den SV Zehdenick (3.), der Partie bei Stahl Brandenburg (10.), dem "Sechs-Punkte-Duell" daheim gegen die Pritzwalker, den Begegnungen mit beiden Babelsberger Vertretungen (5., 13.) sowie dem Gastspiel beim FC Hennigsdorf (7.).

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG