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Feuerwehr
Dürre und frecher Storch machen zu schaffen

Hat Humor: Glambecks Ortsvorsteherin Hilde Peltzer-Blase überreichte Lars Dittkrist (links) und Nico Acker Problemstorch Ronny, allerdings in harmloser Wollvariante.
Hat Humor: Glambecks Ortsvorsteherin Hilde Peltzer-Blase überreichte Lars Dittkrist (links) und Nico Acker Problemstorch Ronny, allerdings in harmloser Wollvariante. © Foto: Sophie Schade
Sophie Schade / 01.04.2019, 16:48 Uhr
Großmutz Zwischen gemeinsamem Frohsinn und mahnenden Worten: Die Freiwillige Feuerwehr Großmutz zog am Sonnabend bei der Jahreshauptversammlung Bilanz.

13 Einsätze bestritten die 28 aktiven Kameraden im vergangenen Jahr. Zur Truppe zählen auch neun Jungen und Mädchen in der Jugendabteilung sowie elf Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung.

Besonders während der trockenen Sommermonate hatte die Löschgruppe viel zu tun. Manfred Telm, stellvertretender Bürgermeister im Löwenberger Land, dankte den Kameraden für ihren Einsatz. Damit die Löschgruppen der Gemeinde weiterhin so gute Arbeit leisten können, soll neben einem bereits bestellten Tanklöscher ein weiteres Fahrzeug angeschafft werden. Ein Dank kam auch von der Glambecker Ortsvorsteherin Hilde Peltzer-Blase (CDU). Sie hatte für die Großmutzer ein ganz besonderes Andenken des Nachbardorfs dabei: Problemstorch "Ronny" – allerdings als harmlose Miniatur aus Wolle.

Frank Kliem vertrat als Vizepräsident den Landesfeuerwehrverband Brandenburg und verkündete ebenfalls gute Nachrichten: Er sei guter Dinge, dass der Entwurf für das Medaillengesetz bald vom Landtag verabschiedet werde. Damit bekämen ehrenamtliche Feuerwehrleute pro Jahr 200 Euro und alle zehn Jahre 500 Euro für ihr Ehrenamt. Die Prämie sei vor allem als Dank an die Kameraden für ihren Einsatz, aber auch für ihre Angehörigen gedacht. Als Lockmittel für eine Beteiligung in der Freiwilligen Feuerwehr reiche die Summe jedoch nicht aus.

Zum Schluss erklangen ungewohnt politische Töne. Der stellvertretende Löschzugführer, Nico Acker, lobte, dass die Impulse, die vor zwei Jahren bei fünf Regionalkonferenzen zusammengetragen wurden, nun endlich in Gesetze gegossen werden, etwa mit der Anhebung des Austrittsalters aus dem aktiven Dienst von 65 auf 67. Gerade der Dürresommer 2018 hätte der Landespolitik vor Augen geführt, wie wichtig gut ausgestattete Freiwillige Feuerwehren seien. "Die Feuerwehr ist verlässlich und braucht politische Verlässlichkeit", betonte er und fügte hinzu, dass die Kameraden den allgemeinen Trends von sogenannten alternativen Fakten und Fake News Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit entgegenzusetzen hätten. Zugleich könne man sich glücklich schätzen, wenn vernünftige, der Zukunft zugewandte und weltoffene Personen ein Land regieren. Toleranz lautet bei den Kameraden aus dem Löwenberger Land also das Gebot der Stunde.

Nachdem im vergangenen Jahr das 110-jährige Bestehen der Löschgruppe Großmutz ausgiebig gefeiert wurde, lassen es die Kameraden 2019 etwas ruhiger angehen. Wie die Schnapszahl "111" zelebriert werden soll, ist noch offen. Kommendes Jahr steht dann der 112. Geburtstag an. Für Feuerwehrleute traditionell ein wichtiges Jubiläum.

Auszeichnungen

■ Während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Groß Mutz wurden am Freitagabend folgende Mitglieder geehrt:

■ Kai-Uwe Aust erhielt die Medaille für treue Dienste in Silber für 30 Jahre Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr.

■ Dieselbe Ehre wurde auch Mario Engel zuteil, der ebenfalls seit 30 Jahren seine Freizeit der Feuerwehr opfert.

■ Maik Springmann wurde mit der Medaille für treue Dienste in Kupfer geehrt, nachdem er bereits zehn Jahre in der Feuerwehr aktiv ist.

■ Erik Mühlenhaupt wurde zum Feuerwehrmann befördert.⇥(so)

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