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Bahnunfall
Regionalbahn in Birkenwerder entgleist – Züge rollen ab 14 Uhr wieder

Tilman Trebs und dpa / 03.04.2019, 06:27 Uhr - Aktualisiert 03.04.2019, 14:29
Birkenwerder (MOZ) Eine Regionalbahn ist am Dienstagabend in Birkenwerder entgleist und hat damit für erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr gesorgt. Bis Mittwochnachmittag blieb die S- und Regionalbahnstrecke zwischen Oranienburg und Birkenwerder deshalb gesperrt. Die Bundespolizei ermittelt wegen Gefährdung des Bahnverkehrs.

Der Zug der Linie RB20 war nach Angaben der Bundespolizei am Dienstagabend gegen 19.20 Uhr auf dem Weg von Oranienburg nach Potsdam bei der Einfahrt in den Bahnhof Birkenwerder aus dem Gleis gesprungen. Es sei niemand verletzt worden. Der Zug, in dem sieben Reisende saßen, wurde am Abend evakuiert.

Durch den Unfall war der Zugverkehr der S-Bahnlinie 8 zwischen Hohen Neuendorf und Birkenwerder unterbrochen. Am späten Abend wurde die Strecke wieder freigegeben. Die S-Bahnlinie 1 zwischen Birkenwerder und Oranienburg blieb bis Mittwochnachmittag gesperrt. Ein Ersatzverkehr mit zwölf Bussen wurde eingerichtet. Die S-Bahn teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass der S-Bahn-Verkehr voraussichtlich gegen 14 Uhr wieder aufgenommen werden soll. Um 14.05 Uhr sollte die erste S-Bahn von Birkenwerder nach Oranienburg wieder rollen, um 14.31 Uhr die erste S-Bahn von Oranienburg nach Berlin.

Zur Unfallursache ermittelt auch das Eisenbahnbundesamt.

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Piefke Saga 03.04.2019 - 14:10:41

Das nächste Informations-Desaster der DBahn.

Ein Zug entgleist um 19:24 h. Der RE5 in Richtung Norden steht gegen 19:50 h am Gesundbrunnen. Vielleicht hätte man, als er 19:44 h am Hauptbahnhof stand, die Fahrgäste über die Entgleisung informieren können? Immerhin, die Bahn sollte doch wissen, dass dieser Zug bald an der Stelle durch muss, wo der Zug entgleiste. Nun, Gesundbrunnen, 19:50h: Man wundert sich, weil der Zug ungewöhnlich lange steht. Irgendwann, vielleicht nach zehn Minuten oder mehr, kam eine Durchsage, dass ein Zug entgleist sein soll und die Strecke gesperrt ist. Man wisse nicht, wann es weiter geht. … mit mehrmaliger Wiederholung. Das war alles an Durchsage im Zug, nicht mehr und nicht weniger. So, und dann sitzt man im RE5. Ich denke „Dann steig ich halt um auf die S1 !“. Ich zögerte (Gott sei Dank!). Leute stehen auf, der Zug leert sich, ihnen fiel auch ein, dass man die S-Bahn nehmen könnte. Betreffend umsteigen auf die S-Bahn kam seitens der Bahn keine Info, auch keine Warnung. Warum Warnung? Weil die S-Bahn-Linien durch die Entgleisung auch gesperrt waren. Weil jemand im RE5 sagte, dass er gelesen hat, dass die Sperrung nach einer halben Stunde aufgehoben werden soll, dachte ich, OK, die halbe Stunde kann man ruhig sitzen bleiben, wenn auch zähneknirschend. Über die wahre Dimension des Unglücks und deren Folgen wurde man nach wie vor nicht informiert. Seitens der DBahn kamen immer noch keine für deren Kunden notwendige Infos darüber, wie es weiter geht, geschweige denn, was man als Kunde nun machen soll. Nach einigen Minuten winkt ein Fahrgast, der ausgestiegen war, auf dem Bahnsteig neben dem RE5. Er kommt rein uns sagt, dass der Zug gleich Richtung Südkreuz zurück fährt. Toll, man will nach Norden und der Zug soll Richtung Süden abfahren. Auch darüber keine Info, keine Durchsage seitens der Bahn. Ich steig aus, treffe Leute auf dem Bahnsteig. Mittlerweile konnte man über Smartphone in Erfahrung bringen, wo sich das Unglück ereignete. OK, und was ist mit SEV? … Ob und wann SEV aktiv ist, keine Info, davon ist nichts zu lesen. Durchsagen? … Fehlanzeige. Und dann steht man am Gesundbrunnen, gestrandet. Eine junge Dame gesellt sich dazu, mit der Idee, dass man die Unfallstelle über Hennigsdorf umfahren könnte. Gesagt, getan, es war zwar ein Riesenumweg, aber der Tipp war gut. Und ich stelle wiederholt fest, dass sich Unsitten bei der DBahn eingeschlichen haben, die meiner Meinung nach unverschämt sind. Man verlässt sich immer mehr und mehr darauf, dass wohl jeder ein Smartphone hat. Aber, was soll man machen, wenn man kein Smartphone hat? Was sollen ältere Menschen machen? … viele von ihnen haben keines und werden sich auch keines zulegen. Was macht ein gestrandeter Tourist, schnell mal ´nen Deutschkurs belegen? Ich denke, hätte ich einen der Großkotzbrocken der DBahn in die Hände bekommen, ich hätte ihn geteert und gefedert, oder durch den Wolf gedreht. Armes Deutschland, nichts geht mehr. Aber Geld will sie, die Bahn, mehr und mehr und noch mehr, wie ein nimmersattes Monster. Merke: Ein Monster frisst umso mehr, je mehr man ihm in den Rachen wirft, seine Natur, sein Wesen wird er deswegen nicht ändern. Um eines klar zu stellen, zumal man froh darüber sein muss, dass niemand körperlich zu Schaden gekommen ist, Pannen wie diese geschehen und man kann, man muss es akzeptieren. Aber, dass die DBahn es zum hundertsten Mal immer noch nicht rafft, wie man die eigenen Kunden in außergewöhnlichen Situationen zeitnah betreut, das ist untragbar. Vielleicht sind die Leitungen zwischen den Ohren derer, die in den obersten Etagen der DBahn sitzen, zu lang? Wie wäre es, einfach mal ein Jahr lang keine Dienstwagen, keine anderweitige PKW zu nutzen, einfach den ÖNV nutzen zu müssen?

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