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Jubiläum
Groß Briesen im Jubiläumsjahr

Pia Rückert / 03.04.2019, 12:43 Uhr
Groß Briesen ([]) Welchen Ort gab es zuerst, Groß Briesen oder Klein Briesen? Geht man von der ersten urkundlichen Erwähnung aus, ist Klein Briesen 44 Jahre älter als der größere Nachbarort. Aber Chronist Günther Franz aus Ragösen ist sich sicher, wenn es Klein Briesen gegeben hat, muss es zur selben Zeit auch schon Groß Briesen gegeben haben. Für die anstehenden Feierlichkeiten ist jedoch die Ersterwähnung maßgebend. Deshalb begeht der Ort in diesem Jahr seinen 600. Geburtstag.

Und das soll natürlich gebührend gefeiert werden. Die Groß Briesener wollen keine Festwoche oder Festwochenende, sondern planen verschiedene Veranstaltungen über das Jahr verteilt. "Und es sind wirklich alle mit dabei", erzählt Uta Bendixen. Sie selbst ist eine Zugezogene. Vor sechs Jahren kam sie nach Groß Briesen. "Ich wurde so freundlich aufgenommen, dass ich mich hier wirklich zu Hause fühle", sagt Uta Bendixen. Deshalb ist sie auch aktiv bei den Vorbereitungen dabei und kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit.

Am vergangenen Wochenende startete das Jubiläumsjahr mit einem Gottesdienst in der schönen kleinen Kirche. Pfarrerin Dr. Dorothea Sitzler-Osing wollte ihn etwas anders gestalten, was ihr auch gelungen ist. Der Sonntag hat die Bezeichnung Lätare, was so viel heißt wie "Freue Dich", genau passend zu den Feierlichkeiten des Ortes. Es wurden ehemalige und zukünftige Konfirmanden für die Lesungen eingebunden, Peter Beck spielte am Harmonium und Kathleen Zocher lockerte alles mit ihrem wunderschönen Gesang auf. Da sagten selbst Nicht-Kirchengänger "Das war aber schön". Zum Abschluss wurde mit allen gemeinsam "Oh Happy Day" gesungen.

Nach dem Gottesdienst wurde zu Schaufel und Spaten gegriffen. Die Jagdpächter des Ortes hatten eine Birke gespendet, die zu Ehren der Feierlichkeiten auf dem Kirchhof gepflanzt wurde. Da musste auch Ortsvorsteher Rainer Spiesecke kräftig Hand anlegen. Unter dem Beifall der Anwesenden wurde der Baum gepflanzt und mit einem Holzschild versehen. Dieses wurde von Rolf Gerlach angefertigt. Der Tischler ist ebenfalls ein Zugezogener und wollte sich aus diese Weise einbringen. Und die Bürger werden nun bei ihren Besuchen auf dem nebenan liegenden Friedhof auch die Birke mit Wasser versorgen.

Anschließend ging es zur großen Kaffeetafel in die Alte Schule. Bäcker Heino Meier hatte speziell für das Jubiläum eine Torte mit leckerer Schokocreme und alten Fotos des Ortes kreiert. Zu schade zum Anschneiden! Aber letztendlich fiel sie doch dem Messer zum Opfer. Günther Franz erzählte schließlich viel über die Entstehung des Ortes.

So gibt es in diesem Jahr viele Veranstaltungen in Groß Briesen. Am 12. Mai findet eine Wanderung zu den Garzer Bergen mit Hubertus Müller statt. Beginn ist um 13.30 Uhr an der Alten Schule. Für alle, die nicht so gut zu Fuß sind, wird ein Shuttleservice eingerichtet. Am Aussichtsturm gibt es Kaffee und Kuchen, ehe es zurück geht und der Tag mit Würstchen vom Grill zu Ende geht. Der Höhepunkt ist dass das große Dorffest mit historischen Kostümen am 3. August. Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit altertümlichen Spielen, Kegelbahn, Mittelaltertanzgruppe, Feuershow und DJ. Am 28. September sind Musikliebhaber um 11.00 Uhr in die Kirche eingeladen. Dort findet ein Harfenkonzert statt mit anschließendem Brunch in der "Alten Schule", zu dem jeder etwas für die lange Tafel mitbringt. Zum Ende des Festjahres gibt es am 1. Advent um 14.00 Uhr einen Gottesdienst mit Posaunenchor und anschließendem kleinen Adventsmarkt.

Im Festjahr soll eine alte Tradition wieder belebt werden. Viele erinnern sich noch an die Dahlienschauen in Groß Briesen. So groß wie einst, wird es nicht werden, aber derzeit ist man dabei, die Knollen zu organisieren. Diese sollen dann für alle sichtbar mittig im Dorf gepflanzt werden.

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