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Neubau Weil die Lieper Brücke über den Ober-Havel-Kanal statt vier nun acht Millionen Euro kosten soll, muss die Auftragsvergabe warten.

Brückensanierung
Die Zeit läuft

Dranbleiben: Bürgermeister Klaus Marschner (links) und Karl-Heinz Manzke von der Weidewirtschaft Liepe deuten mit blauem MOZ-Pfeil auf die Brücke über den Kanal. Die Zeitung soll am Thema dranbleiben. Schließlich möchte Marschner seinen Einwohnern gern sagen, wann Abriss und Neubau beginnen. Landwirt Manzke kommt ohne intakte Brücke nicht an seine Flächen.
Dranbleiben: Bürgermeister Klaus Marschner (links) und Karl-Heinz Manzke von der Weidewirtschaft Liepe deuten mit blauem MOZ-Pfeil auf die Brücke über den Kanal. Die Zeitung soll am Thema dranbleiben. Schließlich möchte Marschner seinen Einwohnern gern sagen, wann Abriss und Neubau beginnen. Landwirt Manzke kommt ohne intakte Brücke nicht an seine Flächen. © Foto: Thomas Burckhardt
Marco Marschall / 06.04.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 06.04.2019, 10:52
Liepe (MOZ) Ein Schock war die Kostenexplosion der Lieper Brücke über den Oder-Havel-Kanal zur Gemeindevertretersitzung nicht. Für Liepe ist klar: sie können das Millionenprojekt ohnehin nicht stemmen. Knapp vier Millionen Euro waren für Abriss und Ersatzneubau veranschlagt. Drei Firmen haben ein Angebot abgegeben. Der Preis liegt zwischen 7,8 und 8,4 Millionen Euro. Günstigster Anbieter ist die Firma Matthäi, die zuletzt an der B 198 tätig war. Das Land hatte den Vertrag vorzeitig aufgehoben. Bis der Auftrag vergeben wird, muss die Amtsverwaltung von Britz-Chorin-Oderberg nun ohnehin nochmal Papierkram erledigen. Es geht um die Finanzierung. "Das Amt muss nachweisen, dass alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft wurden", informiert Bauamtsleiterin Birgit Lüdecke.

Eigentlich ist die Finanzierung klar: die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zahlt auch mit der Preisverdopplung die Hälfte. Das Ministerium des Inneren und für Kommunales weiß über die Mehrausgaben Bescheid und hat nun besagte Nachweise eingefordert, bevor es das Geld zusagt. Wird der Auftrag bis zum 3. Mai nicht ausgelöst, muss neu ausgeschrieben werden.

Die Zeit drängt also. Auch aus Sicht von Karl-Heinz Manzke, Geschäftsführer der Weidewirtschaft Liepe. Er hat eine Sondergenehmigung, um über die Brücke zu fahren. "Ohne die Brücke kommen wir nicht auf unsere Flächen", sagt er. Weil viele auch ohne Genehmigung rüberfahren, bangt er ums Bauwerk. Auch Bürgermeister Klaus Marschner wird von den Liepern häufig auf die Brücke angesprochen, sagt er und kann nun weiterhin zunächst keinen Baustart nennen.

dranbleiben@moz.de

50 Jahre aufdem Buckel

Die 1968/69errichtete Brücke stellt eine direkte Verbindung zwischen Liepe und Bralitz (Märkisch-Oderland) dar. Sie ist bereits seit August 2017 für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Tragfähigkeit der Brücke ist nicht mehr gegeben. Deshalb soll sie abgerissen werden und ein Neubau entstehen. Das günstigste Angebot für die Arbeiten liegt bei 7,8 Millionen Euro.⇥mm

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