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Verkehr
Radweg und Bushalt gefordert

Fordert Radwege zur Kolonie Fredersdorf: Peter Küllmer (43/l.), hier mit MOZ-Redakteur Uwe Spranger an der B 1.
Fordert Radwege zur Kolonie Fredersdorf: Peter Küllmer (43/l.), hier mit MOZ-Redakteur Uwe Spranger an der B 1. © Foto: Annika Funk
Uwe Spranger / 06.04.2019, 09:30 Uhr - Aktualisiert 06.04.2019, 11:06
Fredersdorf-Vogelsdorf (MOZ) Seit 2011 ist der 43-Jährige Fredersdorf-Vogelsdorfer und wohnt mit seiner Familie in einem der Häuser an der Schöneicher Allee ganz in der Nähe vom Reifendienst. Er ist selbst lieber mit dem Rad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und will auch nicht Elterntaxi für seine Kinder spielen, wenn sie zur Grund- oder später zur weiterführenden Schule wollen. Und in letzter Zeit seien weitere Familien mit Kindern in den Bereich gezogen. Für zwei neue Häuser liegen inzwischen die Bodenplatten. Auch dort, so seine Vermutung, würden Kinder hinzukommen. Um die 20 seien es mittlerweile. Für die sei die Schulwegsicherheit ein wichtiger Punkt.

Die Gesamtbewohnerzahl in der Kolonie schätzt er auf inzwischen 150 bis 200. Insofern hält er den Radweg und auch die Reaktivierung der beiden Bushaltestellen an der Ecke Vogelsdorfer Straße für erforderlich. Zumindest Letzteres hat auch Bürgermeister Thomas Krieger auf dem Schirm. Er hatte erst vor wenigen Tagen von Überlegungen berichtet, einen Teil des Geldes, das die Gemeinde spart, wenn der Landkreis ab Ende des Jahres die Kosten für den ausgeweiteten 20-Minuten-Bustakt zum großen Teil übernimmt, für solche Zwecke einzusetzen.

Bei den Radwegen – neben dem an der Schöneicher Allee wartet Küllmer auch auf einen an der Bundesstraße 1 – ist die Aussicht derzeit geringer. "Baulastträger ist nicht die Gemeinde. Deswegen tut sich nichts", steht für den Fredersdorfer fest. Und das, obwohl der Landkreis als Zuständiger für die Schöneicher Allee den Radweg seit 2002 als prioritär in einem eigenen Konzept festgeschrieben habe. Stattdessen solle viel Geld ausgegeben werden, um die Einmündung Fließstraße für Autos umzubauen und Abbiegespuren zu ergänzen. Und der Radweg an der B 1 von Vogelsdorf in Richtung Berlin sei ebenfalls seit Jahren im Gespräch. "Es ist ja nur ein Steinwurf von uns bis zum Ortseingang Vogelsdorf", verdeutlicht Küllmer. Das Multicenter wäre zu Fuß oder mit dem Rad von der Kolonie gut erreichbar. Aber der verantwortliche Landesbetrieb Straßenwesen sei offenbar überfordert und es fehle Geld.

Wenigstens gebe es jetzt eine Fußgängerampel am Reifendienst, auch wenn die bislang noch nicht aktiviert ist. Für die, die auf der anderen Seite der Bundesstraße Grundstücke haben, und für die, die auf dem Weg von Schöneiche dort anlanden. Falls sie die Stelle finden. Und nicht an der Ampel für das einst geplante Sporthotel anlanden. Denn dort kommen Fußgänger überhaupt nicht über die Straße und Radfahrer müssten, sofern sie sich nach den Schildern richten, nach rechts auf die Bundesstraße Richtung Vogelsdorf abbiegen. Eigentlich ist aber auf der B 1 in dem Bereich Radfahrverbot ausgeschildert.

Auf den in den 1990ern für das Hotel vorgesehenen Flächen, in deren Umfeld sowie an der Vogelsdorfer Straße in Richtung Bollensdorf sieht Küllmer auch noch weiteres Entwicklungspotenzial für Arbeiten, Wohnen und Erholung. Das könnte den "Ausbaudruck" für die Radwege weiter erhöhen und letztlich den gesamten B 1-Raum aufwerten.

Kreisverwaltung und Landesbetrieb haben am Freitag nicht auf schriftliche Anfragen reagiert.

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