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Sicherheit
2018 war Jahr der Waldbrände

Voller Einsatz: Den zeigten die Müncheberger auch im Juni 2018 zur 180-Jahr-Feier, hier der Umzug. Gefeiert wurden 130 Jahre Feuerwehr und je 25 Jahre Förderverein und Jugendwehr.
Voller Einsatz: Den zeigten die Müncheberger auch im Juni 2018 zur 180-Jahr-Feier, hier der Umzug. Gefeiert wurden 130 Jahre Feuerwehr und je 25 Jahre Förderverein und Jugendwehr. © Foto: Gabriele Rataj
Thomas Berger / 07.04.2019, 08:30 Uhr
Müncheberg Jeweils genau zur Hälfte schlagen sich die beiden grundsätzlichen Arten an Alarmierungen in der Jahresstatistik nieder, führte Stadtbrandmeister Carsten Greim am Donnerstagabend vor den Stadtverordneten aus. 65 Brände und 65 technische Hilfeleistungen, zusammen ein deutlicher Anstieg gegenüber den 86 Einsätzen, die 2017 gezählt wurden. Grund war vor allem die massive Trockenheit, die für 13 Wald- und 18 Flächenbrände sorgte, zu denen die Müncheberger gerufen wurden. Als besondere Herausforderung hob Greim den Großbrand im Roten Luch hervor. Außer den Trebnitzern, die in dieser Zeit das Stadtgebiet sicherten, halfen dort alle sechs übrigen Ortswehren beim Löschen.

Bei einem größeren Hausbrand in Jahnsfelde habe sich gezeigt, das etliche Löschwasser-Entnahmestellen verdreckt oder anderweitig nicht voll nutzbar seien. Dieses Problem müsse man angehen, so Greim, der im Gegenzug allerdings die gute Zusammenarbeit der Kräfte aus den Ortsteilen hervorhob. Unter den Hilfeleistungen waren u. a. zwölf unwetterbedingte Einsätze sowie 13 bei Verkehrsunfällen mit Verletzten. Positiv sei allerdings, dass es anders als sonst 2018 keine Todesopfer gab – in den Vorjahren seien das im Schnitt wenigstens zwei gewesen. Auch drei Hilfseinsätze bei Bombenentschärfungen im Stadtwald und die Rettung eines Schwans gehörten zum breiten Spektrum. Greim merkte kritisch an, dass die Feuerwehr  bei Türnotöffnungen und Ölspurbeseitigungen aber erst in dritter oder vierter Instanz zuständig sei. Zudem müssten Landwirte im Ernteeinsatz gemäß den Vorschriften ausreichend Löschwasser mitführen, was oft nicht  der Fall sei.

Hinsichtlich verbesserter Ausstattung erwähnte Greim das im vorigen Januar angeschaffte neue Hilfeleistungs-Löschfahrzeug in Müncheberg sowie das Tanklöschfahrzeug mit 4000 Litern, das derzeit in Hermersdorf stationiert sei. Der Zustand mehrerer Gerätehäuser sei aber weiterhin "Besorgnis erregend", verwies der Stadtbrandmeister vor allem auf die Problemfälle Trebnitz und Eggersdorf. Dennoch dankte er den Kommunalpolitikern, dass nach dem öffentliche Hilferuf in der Stadtverordnetenversammlung schon viele Missstände abgearbeitet oder vermindert wurden.

Das werde am Runden Tisch im Dialog mit Bürgermeisterin, Fraktionschefs und Ortswehrführern weiter überwacht.

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