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Für 85 Jugendfeuerwehrmitglieder des Bereiches Seelow ging am Sonnabend die Ausbildung der Winterhalbjahres mit Prüfungen zu Ende.

Jugendfeuerwehr
Flammen im Schulcampus

Ulf Grieger / 08.04.2019, 20:58 Uhr - Aktualisiert 09.04.2019, 09:08
Golzow (MOZ) Für 85 Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehren des Bereiches Seelow schlug am Sonnabend die Stunde der Wahrheit. Im Rahmen der "Kinder- und Jugendflamme" genannten theoretische praktische Prüfungen wurde der Leistungsstand des Nachwuchses festgestellt. Alle Teilnehmer haben die Bedingungen für die Abzeichen erfüllt.

Der ganze Golzower Schulcampus war am Sonnabend fest in der Hand der Jugendfeuerwehr des Bereiches Seelow. Bereichsjugendwart Christian Zupp freute sich, dass die Abnahme der Prüfungen erneut in den bewährten Händen von Angela Kopp und ihrem Team lag. Bereits zum vierten Mal waren die Golzower Gastgeber der Leistungsprüfung der Jüngsten. Die Grundschule "Kinder von Golzow" hatte ihre Räume zur Verfügung gestellt, der Jugendclub des Kinderrings Neuhardenberg hatte die Verpflegung übernommen und auch vor der Kita und an der Oderbruchhalle konnten die Nachwuchsbrandschützer üben.

Entsprechend den Vorgaben des Landes ging es bei der "Kinderflamme" darum, eine Schleife zu binden, um richtiges Verhalten im Straßenverkehr, um Erste-Hilfe-Wissen. Die Älteren hatten bei der "Jugendflamme" schon verschiedene Knoten zu binden, die Handhabung von Verteiler und Strahlrohr nachzuweisen, Schläuche auszurollen oder ein Standrohr zu setzen. Alle Stationen waren durch Jugendwarte  und  erwachsene Feuerwehrmitglieder besetzt, die dabei viel pädagogisches Geschick bewiesen. Schließlich ging es auch darum, das in den langen Winterwochen Erlernte nun im Vergleich mit den anderen unter Beweis zu stellen, wie Angela Kopp, Leiterin der Prüfungen, erklärte.

Die Ausbilder und Betreuer  wie Siegbert Schulz, Lutz Jäger, Marco Zich, Olaf Herrmann, Guido Krienitz und Rose Schulz nahmen sich viel Zeit für die Flammenanwärter. Mit "Überleg mal in Ruhe!" oder "Versuch es ruhig noch mal!", nahmen sie  den Kindern und Jugendlichen die Prüfungsangst. "Schließlich ging es hier weniger um Schnelligkeit als darum, dass die Kinder auch etwas lernen. Für alle ist das ja auch Ausbildung", betonte Christian Zupp. Er bedankte sich bei allen Ausbildern, Betreuern und Eltern. Letztere hatten es sich vorm Jugendklub gemütlich gemacht und nutzten die Gelegenheit, sich näher kennenzulernen. Kinder aus Neuhardenberg, Letschin, Mallnow, Podelzig oder Golzow und Zechin kamen zusammen und waren bei manchen Übungen auch darauf angewiesen, sich gegenseitig zu helfen. So, wie sie es später als Einsatzkräfte auch tun müssen.

Kinder- und Jugendflamme

Die Jugendflamme ist ein Ausbildungsnachweis in Form eines Abzeichens für Jugendfeuerwehrmitglieder. Sie wird in drei Stufen gegliedert. Die Deutsche Jugendfeuerwehr gibt einen bundeseinheitlichen Rahmenplan für die Bedingungen, Durchführung und Vergabe vor. Die Bundesländer können die Bedingungen im Rahmen der Vorgabe variieren und das Abzeichen mit dem Namen des Bundeslandes versehen. Die Abzeichen gibt es in den Farben gelb, grau und orange bzw gelb rot und orange.

Dieses Programm bietet eine Möglichkeit, Jugendlichen ihre Zeit in der Jugendfeuerwehr interessant, abwechslungsreich und strukturiert zu gestalten. Die Jugendflamme ist kein Wettbewerb, sondern bietet als Arbeitshilfe den Jugendfeuerwehrwarten eine zusätzliche Möglichkeit, feuerwehrtechnisches und allgemeines Wissen an Jugendliche zu vermitteln.

Zielgruppe der Stufe I sind Jugendfeuerwehrmitglieder ab 10 Jahre, für die Stufe II ab einem Alter von 13 Jahren und für die Stufe III ab 15 Jahren.

Außerdem gibt es in Brandenburg die Kinderflamme in zwei Stufen als Ausbildungsnachweis in Form eines Abzeichens. Die Stufe I kann ab 6 Jahren bzw. nach Eintritt in die Jugendfeuerwehr absolviert werden, die Stufe II ab 8 Jahren. Die Abzeichen für Stufe I sind gelb, für Stufe II orange. Für jede Stufe der Kinderflamme gibt es spezifische Aufgaben. So müssen die Jüngsten nachweisen, dass sie einen Knoten binden und Wasserentnahmestellen erkennen können.⇥Ulf Grieger

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