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Laga
Traumgärten an der Bischofsburg

Letzte Vorbereitungen: Arbeiter bauen einen Spielplatz auf dem Gelände der Landesgartenschau auf (Foto von Mitte März). Das Brandenburger Gartenfestival beginnt am 18. April und geht bis zum 6. Oktober.
Letzte Vorbereitungen: Arbeiter bauen einen Spielplatz auf dem Gelände der Landesgartenschau auf (Foto von Mitte März). Das Brandenburger Gartenfestival beginnt am 18. April und geht bis zum 6. Oktober. © Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild
Mathias Hausding / 09.04.2019, 07:00 Uhr
Wittstock (MOZ) In wenigen Tagen wird Wittstock mit seiner mittelalterlichen Altstadt für knapp sechs Monate zum Mekka der Blumenliebhaber.

Osterglocken und Tulpen blühen bereits. Zum Start am 18. April dürfte alles in voller Pracht stehen – dem warmen Frühlingswetter sei Dank. Laga-Chef Christian Hernjokl wirkte am Montag bei der Vorstellung des Programms entspannt. "Wir sind mit allem fertig, müssen nur noch aufräumen bevor die Besucher kommen", sagte er. Kein Frost macht ihm Kummer, und außerdem weiß Hernjokl, wie Laga geht. Er hat schon die Schau 2013 in Prenzlau als Geschäftsführer zum Erfolg geführt.

"Rundum schöne Aussichten" lautet in Wittstock für 172 Tage das Motto. Präsentiert wird eine Landesgartenschau an der historischen Stadtmauer vor der Alten Bischofsburg. Alles vom Bahnhof oder den eingerichteten Parkplätzen in wenigen hundert Metern zu Fuß zu erreichen. Die 14 500-Einwohner-Kleinstadt in der Prignitz, vor 1073 Jahren erstmals urkundlich erwähnt, ist einer der ältesten Orte Brandenburgs. Die Mischung aus Gartenpracht und Altstadtcharme soll die Besucher an die Dosse locken, symbolisch umgesetzt im Laga-Logo, einer Rose mit Stadtumriss. Rund 13 Hektar ist das Ausstellungsgelände groß, das sich an der Stadtmauer entlang vom restaurierten Bahnhof bis zum Dosseteich erstreckt. "Die Laga ist das i-Tüpfelchen der Stadtentwicklung in Wittstock", betonte Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD).

Ständig wechselndes Programm

Den Gartenfreunden soll ein ständig wechselndes Programm geboten werden. Zwölf verschiedene Hallenschauen sind geplant. In einem wachsenden Themengarten können die Besucher zusehen, wie Gartenkunst entsteht, zum Beispiel eine Pergola. Auf dieser gläsernen Baustelle gibt es Gelegenheit zum Fachsimpeln mit den Experten. An den Wochenenden werden vor Publikum Blumenbeete angelegt. Und natürlich gibt es an den Wochenenden im Amtshof der Bischofsburg viele Konzerte.

Hernjokl hofft auf Mehrtagestouristen, die einen Laga-Rundgang mit den Fontane-Festlichkeiten in Neuruppin verbinden. Diese Konstellation sei "ein Segen". Wittstock selbst setzt ebenfalls auf den Dichter als Zugpferd. Ein "Fontanegarten" wurde nach Beschreibungen des Schriftstellers zu seinem elterlichen Garten entworfen.

Auch potenzielle Gäste aus dem benachbarten Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere dem Großraum Schwerin, werden vom Laga-Marketing offensiv umworben. Bis zu den ersten Orten in Sachsen-Anhalt sind es ebenfalls kaum 80 Kilometer. Da haben sehr viele Brandenburger deutlich längere Anreisewege von 200 Kilometern und mehr. Trotz Anbindung der Laga-Stadt an den RE6 müssen Zugreisende recht viel Zeit einplanen. Von Strausberg zum Beispiel sind es fast drei Stunden bis nach Wittstock.

Insgesamt hoffen die Veranstalter auf 300 000 Besucher, damit die Schau ein wirtschaftlicher Erfolg wird. Rund 27 Millionen Euro stecken in den Vorbereitungen, zum größten Teil EU-Gelder.

Öffnungszeiten und Ticketpreise

Täglich von 9 bis 19 Uhr ist das Wittstocker Laga-Gelände geöffnet. Die Tageskarte für einen Erwachsenen kostet 14, ermäßigt 12 Euro. Der Besuch von Konzerten ist im Preis mit drin. Kinder ab sechs Jahren zahlen 4 Euro Einritt. Hunde sind auf dem Gelände genauso verboten wie Fahrräder, Rollschuhe und Drohnen. Mit der Bahn ist Wittstock ab Berlin mit dem RE 6 zu erreichen. Der Eingang zum Laga-Gelände ist direkt am Bahnhof. Mit dem Auto ist die Landesgartenschau über die A 24 zu erreichen. Die Veranstalter versprechen ausreichend Besucher-Parkplätze in fußläufiger Entfernung zum Gelände. ⇥mat

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