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Druck der Wahlscheine
Kreuzchen auf Rosa, Lila und Hellgrün

Drei Farben für die Stimmzettel: Druckereichef Thomas Kühl zeigt die Papierbögen in Rosa, Lila und Hellgrün.
Drei Farben für die Stimmzettel: Druckereichef Thomas Kühl zeigt die Papierbögen in Rosa, Lila und Hellgrün. © Foto: Frank Groneberg
Frank Groneberg / 10.04.2019, 19:30 Uhr
Müllrose (MOZ) In den Räumen der Schlaubetal-Druck Kühl oHG in Müllrose haben die Mitarbeiter und die Druckmaschinen in diesen Tagen besonders viel zu tun. Das Unternehmen stellt für Kommunen und Ämter die Stimmzettel für die Kommunalwahl am 26. Mai her. Geschäftsführer Thomas Kühl hat mehrere der im Landkreis Oder-Spree ausgeschriebenen Aufträge nach Müllrose holen können. Und so werden am 26. Mai die Bewohner des Amtes Brieskow-Finken­heerd, des Amtes Odervorland, der Gemeinde Rietz-­Neuendorf, der Gemeinde Tauche und der Stadt Friedland ihre Kreuzchen machen auf Stimmzetteln, die in Müllrose gedruckt worden sind. Und auch die Einwohner der Stadt Müllrose – allerdings dort nur bei der Wahl der Stadtverordneten. Denn im Amt Schlaubetal, dessen Teil Müllrose ist, stellt die Amtsverwaltung einen Teil der Zettel – jene für die Wahlen der Ortsbeiräte, der Gemeindevertretungen und der ehrenamtlichen Bürgermeister – mit eigener Technik her.

Neben der großen Druckmaschine stapelt sich Papier verschiedener Farbtöne. Rosafarbene Bögen liegen neben solchen in Hellgrün und anderen, die lilafarben sind. Es ist aber nicht so, dass Thomas Kühl und seine Kollegen das Papier danach auswählen, welche Farbe ihrer Meinung nach zu welcher Stadt oder zu welcher Gemeinde passt. Nein, in Deutschland ist natürlich auch die Farbe der Stimmzettel gesetzlich festgelegt. "Für die Wahl zu den Gemeindevertretungen und den Stadtverordnetenversammlungen müssen wir rosafarbenes Papier nehmen", erläutert der Druckereichef. Die Kandidaten für die Ortsbeiräte finden sich auf lilafarbenem Papier wieder. Und die Namen der Bewerber um die Posten der ehenamtlichen Bürgermeister in Städten und Gemeinden werden auf Papier, das in zartem Hellgrün leuchtet, gedruckt.

Papierknappheit ist in unserer Überflussgesellschaft eigentlich nicht zu befürchten, sollte man meinen. Doch auch in der Marktwirtschaft gibt es Engpässe. Aktuell betreffen diese das rosafarbene Druckpapier. "Das ist momentan schon sehr knapp", sagt Thomas Kühl. Die nächste Lieferung an die Händler, welche dann wiederum die Druckhäuser versorgen, sei erst für den 16. April avisiert. Eine Stimmzettelknappheit müssten seine Auftraggeber aber dennoch nicht befürchten, verrät er: "Wir haben ein bisschen vorgesorgt, so dass wir alle Aufträge erfüllen können."

Schon heute werden die ersten Stimmzettelpakete ausgeliefert, und zwar nach Brieskow-Finkenheerd. Die Unterlagen für den dortigen Amtsbereich haben die Müllroser Drucker am Dienstag hergestellt. Am Mittwoch haben sie die Stimmzettel für die Gemeinde Rietz-Neuendorf gedruckt, alle anderen folgen an den nächsten Tagen. "Bis Ende nächster Woche wollen wir alle Stimmzettel gedruckt und ausgeliefert haben", nennt der Geschäftsführer das selbst gesteckte Ziel. Sollten in einzelnen Kommunen Stichwahlen nötig sein, wird sein Unternehmen auch für diese die Stimmzettel herstellen. Dann ist aber erst mal Schluss mit Wahlunterlagen. Für die Landtagswahl hat das Druckhaus kein Angebot eingereicht. Warum nicht? "Das wären für uns zu große Mengen."

Wenn die rosafarbenen Stimmzettel für die Wahl der Müllroser Stadtverordnetenversammlung an der Reihe sind, wird Thomas Kühl auch seinen eigenen Namen drucken. "Das ist aber nichts Besonderes", winkt er ab, "das war ja vor fünf Jahren auch schon so." Letztlich sei die Herstellung von Stimmzetteln für die Wahl  auch nur "ein ganz normaler Auftrag".

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Hier beginnt der Infotext fett danach wieder normal⇥Autor XXX

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