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Nach Kummerow kam man nur auf einer engen Straße, die von Pappeln aufgeworfen war. Jetzt wird die Fahrbahn erneuert und breiter.

Straßenbau
Ende der Pappel-Polter-Piste

80 Zentimeter breiter: Straßenbauer Marco Wendland misst den Seitenstreifen, um den die Straße nach Kummerow erweitert wird. Der Kreis lässt die Zufahrt zum Ort aus Richtung Stendell unter Vollsperrung sanieren.
80 Zentimeter breiter: Straßenbauer Marco Wendland misst den Seitenstreifen, um den die Straße nach Kummerow erweitert wird. Der Kreis lässt die Zufahrt zum Ort aus Richtung Stendell unter Vollsperrung sanieren. © Foto: Michael Dietrich/MOZ
Michael Dietrich / 11.04.2019, 06:45 Uhr
Kummerow Für drei Monate ist sie gesperrt, die Zufahrt nach Kummerow mit der amtlichen Bezeichnung K 7307. Die Firma Eurovia baut die 2,1 Kilometer lange Straße im Auftrag des Kreises aus. Solange fahren die Kummerower über die Fahrradstraße Kreuzweg eine zehn-minütige Umleitung. "Kein Problem, das klappt schon", sagt Ortsvorsteherin Ilona Pahl. Für Schulkinder ist ein  Shuttle-Verkehr zum Schulbus eingerichtet.

Auf die acht Kilometer längere Fahrt nach Schwedt haben sich die Kummerower und Kleingärtner aus Schwedt eingerichtet. "Darüber hat sich niemand beschwert. Es ist eher so, dass alle froh sind, dass die Straße wirklich  erneuert wird. Das hatte mir doch niemand mehr geglaubt", erklärt Ilona Pahl.

Die Sanierung der ehemaligen Pappelallee ist seit Jahrzehnten Wunsch der Kummerower. Als der kleine Ort vor 20 Jahren nach Schwedt eingemeindet wurde, standen diese Straße und der Kreuzweg Richtung Norden  ganz oben auf der Wunschliste. 2012 klappte es mit dem Bau des Kreuzweges. Die Straße zur L273 nach Stendell allerdings liegt in Verantwortung des Kreises. Der hat viele solcher Straßen im desolaten Zustand. Der kleine Ort Kummerow mit seinen 108 Einwohnern stand auf der Prioritätenliste eher unten. Schließlich machte eine Förderung den Ausbau  möglich. Rund 300 000 Euro steuerte das Land bei, sodass der Kreis nur gut 100 000 Euro selbst investieren muss.

Wer die Straße regelmäßig befuhr, wusste natürlich, wo man zu fahren hatte, damit es halbwegs stuckerfrei blieb. Im Gegenverkehr allerdings, spätestens, wenn man einem Müllfahrzeug oder Bus begegnete, wurde es eng. Vier Meter misst die mehrfach ausgeflickte Piste. Noch größer war das Problem mit den Pappeln.  Die Wurzeln der Alleebäume hatten die Fahrbahn am Rand angehoben und in eine Berg- und Talbahn verwandelt. Als sie gefällt und durch Ahornbäume ersetzt waren, rechnete niemand im Ort mehr damit, dass die Straße noch angefasst wird. Straßenbegleitendes Grün pflanzt man üblicherweise nach und nicht vor den Straßenbauern.

Doch die Straßenbauer rückten tatsächlich im April an, begannen mit dem Aushub eines Randstreifens, um den die Straße auf 4,75 Meter verbreitert werden soll. Der Kreis informierte darüber, dass nach der Befestigung des Randstreifens die komplette Straße eine neue Asphaltdecke erhält. Ende Juni soll die fertig sein, die neue, polterfreie Piste.

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