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Freizeit
Haustierpark eröffnet die neue Saison

Volkmar Ernst / 12.04.2019, 07:12 Uhr
Liebenthal (MOZ) Zu tun gibt es in der Landwirtschaft immer etwas, egal ob es sich um einen Bauernhof oder wie in diesem Fall um den Haustierpark von Arne Broja in Liebenthal handelt. Immerhin müssen auf dem weitläufigen Areal gut 500 Tiere versorgt werden, vom Kaninchen über Huhn, Pute und Pfau bis Mufflon, Damwild, Esel, Schaf und Wollschwein. Keine leichte Arbeit  für Broja und seine Mitstreiter, denn einfach mal eine Auszeit nehmen, das geht nicht so, sondern muss akribisch geplant werden.

Wenn das Frühjahr die Arbeit zumindest in der Hinsicht erleichtert, dass die im Winter sehr aufwändige Fütterung besser von der Hand geht, weil beispielsweise die Wasserleitungen wieder angestellt werden  und damit der Transport des Wassers mittels Kannen entfällt, gibt es doch andere Aufgaben, die erledigt werden müssen. So haben die Männer anpacken müssen, um einen Lammstall zu errichten. Nicht, damit sich die Schafe dort zum Lammen zurückziehen können. Da hat die Natur ihre ganz eigenen Gesetze und so kann der Nachwuchs auch schon in der Herde zur Welt kommen, wie Broja erklärt. Der Lammstall hat eine andere Aufgabe zu erfüllen. Dort verbleiben Mutterschaf und Lamm die ersten zwei, drei Tage, damit der Nachwuchs ordentlich zu Kräften kommt und sich danach in der Herde tummeln kann. Das sei gerade jetzt im Frühjahr, wenn das erste Grün auf der Wiese erscheint, wichtig, erklärt der Landwirt. "Natürlich schmeckt das frische Grün den Mutterschafen besonders gut. Also sind sie ständig auf der Weide unterwegs, um nach den leckeren jungen Halmen zu suchen. Das kann die Lämmer schnell überfordern und im schlimmsten Fall dazu führen, dass sie vor Erschöpfung zusammenbrechen. Dem beugen wir mit dem Lammstall vor, in dem sich die Lämmer erst kräftigen können. Danach geht’s dann auf die Weide."

Erster Nachwuchs hat sich im Liebenthaler Haustierpark schon eingestellt, unter anderem bei den Schafen, bei den Mufflons und bei den Wollschweinen. Der junge Esel wurde noch im vergangene Jahr geboren. Ob es in zwei Wochen schon Osterhasen gibt, da hält sich Broja mit seiner Prognose eher zurück.

Dennoch lohnt ein Rundgang über das Gelände. Wo sonst können Besucher freilaufende Hühner erleben und sich die Kinder hinhocken und diese füttern? Gebeten wird allerdings darum, nicht selbst Küchenreste oder Brotkrumen mitzubringen, sondern sich des vorhanden Futters zu bedienen. "Weil dann klar ist, was die Tiere bekommen", so der Hinweis des Tierpark-Chefs.

Den Start in die neue Saison (denn geöffnet ist bereits) feiert der Tierpark am kommenden Sonnabend mit einem Frühlingsfest. Geöffnet ist von 10 bis 17 Uhr. Um 13.30 Uhr lädt Dr. Klaus Scheibe aus Schöneiche zu einem Vortrag unter dem Titel "Wildpferde und wilde Pferde" ein. Angeheizt wird erstmals auch der Backofen, damit sich die Besucher an frischem Kuchen laben können. Neben den Streuselklassikern mit Kirschen und Apfelscheiben gibt es eine neue Variante mit Apfelmus, verrät Praktikantin Svenja Melzer.

Klar auch, dass der Park zu Ostern geöffnet ist. Von Karfreitag bis Ostermontag immer von 10 bis 17 Uhr. Bei einem Besuch am Sonntag und Montag sollten die kleinen Besucher nicht nur über die Zäune in die Gehege schauen, sondern auch entlang der Wege nach rechts und links schauen. Denn es ist schon eine Tradition, dass der Chef zu Ostern Süßigkeiten für die Kinder versteckt.

Haustierparkund Arche-Hof

Im Gegensatz zu einem Tierpark oder Zoo, in denen vor allem Tiere aus fremden Ländern gezeigt werden, sind in einem Haustierpark oder Archehof einheimische Tiere zu sehen. Konkret handelt es sich um Tierrassen, die kaum noch gehalten werden. Damit diese nicht aussterben, werden sie etwa in Liebenthal gehalten. ⇥veb

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