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Feuerwehr
Ein Abschied, der schwerfällt

Elke Lemke im Kreis ihrer Gratulanten.
Elke Lemke im Kreis ihrer Gratulanten. © Foto: Wolfgang Balzer
Wolfgang Balzer / 12.04.2019, 13:35 Uhr
Ketzin/Havel Seit 1984 ist Elke Lemke Mitglied der Ketziner Feuerwehr und seit 1994 Stadtbrandmeisterin. Am Mittwoch feierte sie ihren 60. Geburtstag und gleichzeitig den Abschied aus diesem verantwortungsvollen Ehrenamt. Zwei gute Gründe für Landrat Roger Lewandowski, Bürgermeister Bernd Lück und alle Leitungen der Ketziner Ortsfeuerwehren der Jubilarin zu gratulieren und ein dickes Lob für ihre langjährige Ehrenamtsarbeit auszusprechen.

Daniel Weber, Leiter des Kreisfeuerwehrverbandes, und viele Mitglieder aus den Wehren des Landkreises schlossen sich gerne an. Natürlich falle es ihr schwer, nach so vielen Jahren mit hoher Verantwortung den Stab zu übergeben, sagte sie am Rande einer kleinen Feier in den Räumen der Ketziner Feuerwehr. Aber sie sei auch stolz auf das Erreichte. In den 24 Jahren ihrer Dienstzeit ist es immerhin gelungen, die Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten und dafür zu sorgen, dass derzeitig der gesamte Fahrzeugbestand den neuesten technischen Anforderungen entspricht.

115 Kameraden versehen heute ihren Dienst in den Ketziner Ortswehren, 55 Jugendliche bereiten sich auf ihre ehrenamtliche Arbeit vor und 26 Kameraden sind in den Alters- und Ehrenabteilungen dabei. Gern erinnert sie sich daran, wie sie zur Feuerwehr kam. "Die Männer gingen zum Dienst und wir Frauen waren meistens dabei. Warum also nicht eine Frauengruppe gründen", erzählte Elke Lemke, die heute die dienstälteste Feuerwehrfrau in Ketzin/Havel ist.

Die Stadtbrandmeisterin kann sich an so manchen Einsatz erinnern, der ihr persönlich sehr nahe ging. Gleich zu Beginn ihrer Dienstzeit habe sie einen schweren Verkehrsunfall mit einem LKW erlebt, infolgedessen der Fahrer verbrannte. Das vergesse man nie, blickte sie zurück. Immer wieder sei zu erleben, wie die Kameraden mit Herz und Seele ihren ehrenamtlichen Dienst versehen.

"Aber ich bin ja weiterhin dabei", versicherte die Stadtbrandmeisterin. Erst am 31. Mai gibt sie die Verantwortung an ihren Nachfolger weiter und tritt dann als zweite stellvertretende Ketziner Ortswehrführerin in die zweite Reihe zurück. "Wenn es darum ging, die Einsatzbereitschaft zu erhalten, haben wir immer zusammengestanden, das wird auch so bleiben", versicherte sie den zahlreichen Gratulanten und merkte an, noch bis zum 67. Geburtstag aktiv bleiben zu wollen.

Ihr Nachfolger, der zwar noch nicht berufen ist, wird es gerne hören: "Ich wünsche mir, dass meine Jungs an Ausrüstung alles was sie benötigen, auch weiterhin bekommen. Meine Unterstützung hat er jedenfalls", versicherte sie. Und mit einem Augenzwinkern: "Ich habe dabei jahrelang Erfahrung sammeln können".

Bürgermeister Lück betonte in seinen Dankesworten lobend, dass Elke Lemke in allen diesen 24 Jahren ihren vielfältigen Aufgaben mehr als gewachsen war. Klar, dazu gehörte es auch, gegenüber der Verwaltung hartnäckig zu sein, wenn es um die Ausstattung der Wehren ging, was ja immer mit Geld verbunden war.

Das war auch nötig, denn wie Lück in seinen Dankesworten aufzählte, seien auch die Aufgaben der Feuerwehr umfangreicher geworden. Hauptaufgabe ist das Löschen von Bränden, aber auch das Bergen Verletzter, besonders bei Verkehrsunfällen, Aufgaben im Umwelt- und Naturschutz gehören inzwischen ebenso zur Einsatzpalette wie Ölsperren auf dem Wasser zu legen und das Öl aufzunehmen. Entsprechend umfangreich ist die zu beherrschende komplizierte Einsatztechnik geworden.

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