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Männer der HSG Schlaubetal-Odervorland bereiten ihrem Trainer ein schönes Abschiedsgeschenk.

Handball
Bärenstarke Abwehr

Der eingewechselte Bernt Kratkey (am Ball) bildete gegen die TSG Lübbenau II mit Mateusz Krzyzanowski sowie Erik Zimmermann  in der  Deckungsmitte ein unüberwindliches Bollwerk bei der HSG Schlaubetal-Odervorland.
Der eingewechselte Bernt Kratkey (am Ball) bildete gegen die TSG Lübbenau II mit Mateusz Krzyzanowski sowie Erik Zimmermann  in der Deckungsmitte ein unüberwindliches Bollwerk bei der HSG Schlaubetal-Odervorland. © Foto: michael benk
Wilfried Hohmann / 15.04.2019, 11:48 Uhr
Müllrose (MOZ) Bereits vor dem Anpfiff des Spiels gab es für den HSG-Trainer Michael Stalla, der nach der Saison vom aktiven Handballsport Abschied nimmt, langanhaltende stehende Ovationen der Fans. Da verdrückte der sonst so coole Coach ein paar Tränen, als er sich von all seinen Jungs einzeln verabschiedete. Nicht minder viel Beifall bekamen in  Müllrose Tobias Hallert und Florian Voß, die aus gesundheitlichen Gründen die Handballschuhe an den Nagel hängen müssen.

Was dann folgte, war vor allem in der zweiten Spielhälfte ein bärenstarker Auftritt des HSG-Teams. Dem war von Beginn an der unbedingte Siegeswille förmlich anzumerken. Allerdings trafen die Müllroser auf einen vornehmlich in der ersten Hälfte stark aufspielenden Tabellenzweiten aus Lübbenau. Bis zum 4:4 in der 8. Minute verlief die Partie völlig ausgeglichen. In den folgenden fünf Minuten hatte der favorisierte Gast seine spielerisch stärkste Phase. Mit Tempo und einer hohen Beweglichkeit beim direkten Spiel Mann gegen Mann, aber auch mit zahlreichen guten Pässen erspielten sich die Lübbener immer wieder freie Wurfpositionen, die sie allesamt zu vier Treffern nutzten.

Dagegen wirkten die Gastgeber im Angriff sehr nervös, leisteten sich zwei technische Fehler und scheiterten zweimal am stark reagierenden Gästekeeper Steve Sangl. Die Folge war ein 4:8-Rückstand der Heimmannschaft (12.). Nur 60 Sekunden später verletzte sich Friedrich Hanschel so schwer, dass er mit Verdacht auf Kreuz- oder Innenbandriss vom Feld musste. Jetzt stand zu befürchten, dass die Gäste noch weiter davonziehen könnten. Doch HSG-Keeper Jacub Wamka parierte nacheinander vier der platzierten Gästewürfe. Während den Lübbenauern selbst bis zur 24. Minute nur noch ein Treffer gelang, erzielten die Gastgeber deren fünf bis zum 9:9. Hinzu kam, dass HSG-Coach Stalla seinen Sohn Matthias auswechselte, der in der Deckung mit den wendigen Lübbenauern überfordert war. Für ihn rückte Bernd Kratkey in die Deckungsmitte und bildete mit Mateusz Krzyzanowski sowie Eric Zimmermann ein unüberwindliches Bollwerk. Erst zwei Minuten vor der Pause gelang den Lübbenauern die 10:9-Halbzeitführung.

Es folgte die spielerisch und vor allem kämpferisch beste Saisonleistung der Müllroser. Diese zerrissen sich in der Deckungsarbeit förmlich, so dass auch der bis dahin mit sieben Treffern erfolgreichste TSG-Werfer Sebastian Schulz mehrfach geblockt wurde und entnervt auf der Bank Platz nahm. Die Müllroser überrannten die Spreewälder mit schnellen Kontern und Jacub Wamka nagelte mit insgesamt 14 gehaltenen Bällen seinen Kasten zu. Dazu erwies sich der eingewechselte Kapitän Robert Kaberidis mit vier verwandelten Siebenmetern als sicherer Siebenmeter-Schütze.

Dem hatten die Lübbenauer nicht mehr viel entgegenzusetzen. Und als Tobias Hallert sich förmlich in der letzten Sekunde mit seinem Treffer zum 27:20-Endstand von seiner aktiven Laufbahn verabschiedete, hielt es keinen Zuschauer mehr auf seinem Sitz.

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