Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Naturschutz
Umweltfans in Kienbaum

Elke Lang / 15.04.2019, 21:45 Uhr
Kienbaum Sehr erfolgreich ist der Naturschutzhelfertag am Sonntag in Kienbaum verlaufen, findet Thomas Driebusch, der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde: "Wir sind froh, dass wir den Leuten wieder ein gemeinsames Podium anbieten konnten, um sich fachlich auszutauschen und persönliche Kontakte zu knüpfen."

Alle vier Jahre ruft die Behörde und der elfköpfige Naturschutzbeirat des Landkreises Oder-Spree ihre Naturschutzhelfer zusammen. Das diesjährige Treffen, bei dem es um den Austausch von Fachwissen und um Netzwerkbildung ging, verzeichnet einen Besucherrekord von 51 Teilnehmern.

Dringende Aufgaben gesammelt

An dem Tag fand das "Word-Café" statt - eine Veranstaltung, bei der an sieben Tischen verschiedene Themen diskutiert werden, darunter  etwa Moorschutz, Baumschutz, Insektenschutz, der Zustand des Waldes, Naturschutz und Landwirtschaft. Im Ergebnis sammelten die Teilnehmer die dringendsten Aufgaben des Naturschutzes und hefteten sie an eine große Tafel. Auf den Zettel stand dort unter anderem: Verzicht auf Plastik und auf torfhaltige Blumenerde, Müllvermeidung, Reduzieren der Versiegelung, Nachpflanzen von Alleebäumen.

"Wir sind auf das Fachwissen vor Ort angewiesen", bekräftigte Organisatorin Katrin Schulz von der Unteren Naturschutzbehörde die Wichtigkeit dieses Treffens. In zwei Vorträgen sprachen Isabell Hiekel vom Landesamt für Umwelt, Fachbereich Moorschutz, und Jörg Gelbrecht, ehemals Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, über den Erhalt der Artenvielfalt von Tieren. Dieses Mal ging es insbesondere um Schmetterlinge und Insekten, sowie Pflanzen in unterschiedlichen Lebensräumen. Isabell Hiekel mahnte an, den Pestizideinsatz zu reduzieren. Das bekräftigte der Imker und Hornissenspezialist Holger Ackermann in der Diskussion: "Wir müssen aufpassen, dass die neuerdings geforderten Blühstreifen an den Äckern nicht durch die Düngung zu Todesstreifen für Insekten und Schmetterlinge werden."

In zwei Gruppen aufgeteilt, folgten kleine Exkursionen. Jörg Gelbrecht gehört der von Gerhard Ziebarth schon zu DDR-Zeiten initiierten und noch heute geleiteten Interessengemeinschaft Löcknitztal an. Diese mäht einmal im Jahr die Moorwiesen mit Orchideenbestand, damit kein Erlenbruchwald entsteht. Er führte von Kienbaum aus ins Löcknitztal zu Trockenrasenflächen und Niedermooren, um die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten der Landschaft zu erläutern: als Mähwiese, Brache oder Wald. Dabei stehe die Nutzung als Mähwiese an erster Stelle, denn "wir wollen die Kulturlandschaft hier bewahren, die entstanden ist, als die Bevölkerung größtenteils noch eigenes Vieh hielt". Die Brachen, die durch den Bau der Erdgastrasse entstehen, sieht er als Chance, weil sich hier "vielfältige neue Lebensräume für gefährdete Insekten und Vögel entwickeln können".

Die andere Gruppe ging mit Lutz Ittermann von der Unteren Naturschutzbehörde in das Schutzgebiet Heidekrugwald speziell auf Suche nach Frühblühern. Gefunden wurden Buschwindröschen, Leberblümchen, Lungenkraut und Scharbockskraut.

Infotitel

Hier beginnt der Infotext fett danach wieder normal⇥Autor XXX

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Erdmute Scheufele 16.04.2019 - 10:55:24

Mehr Informationen...

gibt es im Blog der Kreistagsabgeordneten Anja Grabs: http://anjagrabs.blogspot.com/2019/04/das-locknitztal-im-landkreis-oder-spree.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+AnjaGrabs+%28Anja+Grabs%29

Erdmute Scheufele 16.04.2019 - 10:31:02

Tolles Veranstaltungsformat!

Ich freue mich, dass bei diesem Treffen Fachwissen so gebündelt zum Austausch kam - nun geht es um die Umsetzung bei uns vor Ort! Dazu wird es hoffentlich konstruktive Arbeit im Kreistag, in den Stadtverordneten- und Gemeindeversammlungen geben.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG