Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Mit einer Aufführung in der Gedächtniskirche Rosow wird Dankeschön für ehrenamtliches Engagement gesagt.

Theateraufführung
Die Feuerwehr in der Kirche

In den Westen zum Arbeiten? Dann fehle ich ja bei der Freiwilligen Feuerwehr – ein Theaterstück, das durchaus denkbare Situationen aus dem "wahren Leben" wiedergibt.
In den Westen zum Arbeiten? Dann fehle ich ja bei der Freiwilligen Feuerwehr – ein Theaterstück, das durchaus denkbare Situationen aus dem "wahren Leben" wiedergibt. © Foto: Kathrin Putzbach-Timm
Kathrin Putzbach-Timm / 16.04.2019, 06:15 Uhr
Rosow Ein arbeitsloser Mann im Osten der Republik, der – vom Arbeitsamt vermittelt – eine Stelle tief im Westen annehmen soll. Dies bedeutet aber nicht nur das Zurücklassen der Familie, sondern auch eine Lücke, die er bei der Freiwilligen Feuerwehr im Ort reißt. Eine Geschichte, wie sie in der Region durchaus realistisch ist und wie sie am Wochenende in der Gedächtniskirche Rosow als Theaterstück aufgeführt wurde.

Ortswehrführer Heiko Butzke (Jens-Uwe Bogadtke) soll eine Arbeit in Stuttgart annehmen und führt nun im Gerätehaus einen inneren Dialog mit der imaginären Frau "Jobcenter" Moll. Dem Ringen des Mannes zwischen Gehen oder Bleiben, persönlicher Existenzsicherung und Verantwortung für die Kameraden, dürfen die Zuschauer gespannt folgen und erhalten einen bewegenden Einblick in die Sorgen, Nöte und Freuden eines "geborenen" Feuer­wehrmannes. Direkt und ungeschönt werden frustrierende Missstände und irrsinnige Regeln an- und ausgesprochen.

Für anwesende Feuerwehrleute war es, als spreche er ihnen aus der Seele. Für die "Zivilisten" ist es ein lehrreicher Blick hinter die Kulissen. Wie fühlen sich Klischees der Bevölkerung an? Wie geht man mit Gaffern und Klugschwätzern am Einsatzort um, was macht es mit einem, Unfallopfer aus Autowracks zu bergen. Dass dieses Ein-Mann-Stück, musikalisch begleitet von Tobias Hartmann und am Ende um eine Feuerwehrfrau (Anita Brockstedt) erweitert, so authentisch wirkte, hat seinen Ursprung in Interviews, die mit 60 Feuerwehrleuten der Region geführt wurden. Der Förderverein der Gedächtniskirche und der Feuerwehrverband Angermünde wollten mit dieser Veranstaltung ihre Wertschätzung gegenüber den Feuerwehr-Männern und -Frauen ausdrücken und Öffentlichkeitsarbeit zur Nachwuchsgewinnung leisten, sagte Karl Lau.

In der Uckermark ist der Wegzug von Kameraden aufgrund der Arbeitsplatzsituation rückläufig. "Probleme gibt es, die Tagesbereitschaft zu gewährleisten, da Arbeitsplätze nicht vor der Tür liegen. Hier ist die Politik gefragt!", so Lutz Timm, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Angermünde und Kreisbrandmeister Wolfgang Loose.

Infotitel

Hier beginnt der Infotext fett und danach wieder normal⇥Autor XXX

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG