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Vereinssegler holen ihre Fahrzeuge aus dem Winterschlaf. Auf den Großen Müllroser See geht es aber erst am Ostersonnabend.

Frühjahr
Müllroser Wassersportler machen ihre Segelboote fit

Jörg Hanisch / 16.04.2019, 06:30 Uhr
Müllrose Segeln ist ein Sportart, die wohl wie keine andere von Wind und Wetter abhängig ist. Das mussten am Wochenende schweren Herzens auch die Müllroser Segler akzeptieren. "Für die neue Woche und vor allem das nächste Wochenende soll es besser aussehen", stimmte Vereinschef Andreas Kemnitz seine Mitstreiter an diesem unwirtlich kalten Sonnabend auf die bevorstehenden Aufgaben und schönere Tage in der Saison 2019 ein. Aufrüsten war angesagt – das heißt, die Boote wurden aus dem Winterschlaf geholt. Die Mühen des Herbsteinsatzes hatten sich gelohnt und so waren Falls, Riggs, Segel, Schäkel und anderes Zubehör wohl geordnet und schnell an den einzelnen Booten verteilt.

Während sich die Jugend am "420er", einer bewährten Jugendjolle, zu schaffen machte, wirbelten Emilia Hoffmann (11) und Till Zarnow, mit sieben Jahren das jüngste Mitglied im Verein, um den "Opti", wie die Optimist-Jolle liebevoll genannt wird, und takelten diesen unter Anleitung von Denis Hoffmann auf. Am Ende waren sie auch die ersten, die ein segelfertiges Boot vorweisen konnten. "Ja, wenn das Wetter nur etwas besser gewesen wäre…", müssen die Gedanken gewesen sein, als sie das Boot zum Gruppenfoto kurz vor dem See an Land abstellten. "Aber nächste Woche wird das", tröstete Jugendtrainerin Daniela Budnowski den Nachwuchs. Auch die anderen sind davon überzeugt, dass am Ostersonnabend um 10 Uhr nicht nur das Wetter frühlingshaft warm ist sondern auch die Winde günstig stehen.

Während die Nachwuchssegler schon dabei waren, Bändsel und Windfäden zu kontrollieren, waren die Erwachsenen noch beim Aufrüsten. Das Mastaufstellen war bei Längen von rund 7 Metern und beengtem Platz gar nicht so einfach. Manchmal wollte eine Schraube nicht, wie sie sitzen sollte, an anderer Stelle fehlte der passende Schäkel. Am Ende waren aber stehendes und laufendes Gut befestigt und überprüft, so dass dem Start in die Segelsaison 2019 am Sonnabend nichts mehr im Wege steht.

Bis auf das Motorboot. "Das muss heute unbedingt ins Wasser", meinte Hafenmeister Olaf Gabel und koordinierte die dafür notwendigen Arbeiten. Denn "Wilma", so die liebevolle Bezeichnung für das Begleitmotorboot, musste erst einmal auf den Trailer. Die Segler besitzen – ebenso wie der Wasserschutz – eine Ausnahmegenehmigung für den ansonsten für Motorboote gesperrten Großen Müllroser See. Dank vereinter Manneskraft und bewährter Logostik schwamm "Wilma" dann Minuten später in ihrem Element und konnte komplettiert werden. Alle anderen Boote folgen in den nächsten Tagen ins Wasser.

Der Segelverein in Müllrose hat mittlerweile 27 Mitglieder zwischen sieben und 64 Jahre, die natürlich in erster Linie wegen ihres Sports organisiert sind. "Wer bei uns mitmachen möchte, hat allerdings auch einige andere Dinge zu erledigen, wie zum Beispiel ,Segler vom Dienst‘ und damit verantwortlich für das Gelände zu sein", verwies der Hafenmeister auf weitere Vereinsaufgaben, zu denen auch die jährlichen Arbeitseinsätze gehören. Boote, Stege und natürlich das Vereinsrevier benötigen Pflege und das gehört ganz einfach dazu.

Das Segeln, das Verschmelzen mit der Natur und dem Wind, das Ausreiten der Boote bis zur Gleitfahrt sind dann die Erlebnisse, die für die "Landmühen" entschädigen. Und auch der Nachwuchs ist zum Schnuppersegeln willkommen. Näheres gibt es am Sonnabend ab 10 Uhr zu erfahren.

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