Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Energieversorgung
Gas-Anschluss käme teuer

Symbolfoto
Symbolfoto © Foto: dpa/Patrick Pleul
Jörg Kühl / 16.04.2019, 07:00 Uhr
Trebitz (MOZ) Bei der jüngsten Ortsbeiratsversammlung im Trebitz (Stadt Lieberose) haben mehrere Bürger in der Einwohnerfragestunde nachgefragt, ob es möglich wäre, Trebitz an das Erdgasnetz anzuschließen.

Das Spree-Journal hakte beim regionalen Gasversorger EWE Netz nach, ob ein Anschluss von Trebitz an das Erdgasnetz ein realistisches Projekt ist. Zunächst bestätigt der Anbieter, dass es Interessenbekundungen aus Trebitz gebe. Auch aus Doberburg seien entsprechende Signale gesendet worden. Derzeit gebe es keine aktuellen Pläne zur Erschließung des Ortsteiles Trebitz, antwortet die EWE-Sprecherin Nadine Auras.  "Fakt ist, dass EWE Netz etwa 3,5 bis vier Kilometer Erdgasleitungen verlegen müsste, um Trebitz an das EWE Erdgasnetz anzuschließen." Bei 20 bis 30 zu erwartenden Hausanschlüssen kämen nach Schätzungen des Anbieters Erschließungskosten von mehreren tausend Euro auf jeden Anschlussnehmer zu. Genaue Kosten könnten erst nach genauer Kalkulation benannt werden.

Dörfer wollten nicht ans Netz

Die Tatsache, dass Trebitz und andere Orte bis heute nicht an das Gasnetz angeschlossen sind, erläutert EWE so: Um die Jahrtausendwende hat EWE (heute EWE Netz) den Bereich rund um Lieberose-Jamlitz erschlossen. "Damit haben wir die Voraussetzung geschaffen, dass sich Hauseigentümer einen Erdgashausanschluss zulegen und eine Erdgasheizung installieren können. Die Gemeinden Blasdorf, Doberburg, Trebitz, Ullersdorf und Leeskow – damals noch eigenständige Gemeinden - haben sich gegen diese Erdgasnetzerschließung entschieden." Diesen Wunsch habe EWE akzeptiert und entsprechend keine Erdgasleitungen in diesen Orten verlegt. EWE Netz hat folgende Kommunen angeschlossen: Lieberose, bis auf die Ortsteile Trebitz, Doberburg und Blasdorf. Ferner Jamlitz, bis auf Leeskow und Ullersdorf. Auch die Gemeinde   Schwielochsee und die Stadt Friedland kamen ans Netz.

Die Baukosten seien seit der Jahrtausendwende erheblich gestiegen, so EWE weiter. Darüber hinaus sei das Netzgeschäft inzwischen durch die Bundesnetzagentur reguliert. Unwirtschaftliche Investitionen in die Erdgasnetze würden durch die Regulierungsbehörde für den Netzbetreiber negativ bewertet. Dadurch müssten "weitaus mehr" Kosten an den Anschlussnehmer weitergegeben werden als zum Zeitpunkt der damaligen Erschließung.

Fazit der EWE: Keiner der genannten Orte kann mit geringem Aufwand an das EWE Erdgasnetz angeschlossen werden. Derzeit gebe es Seitens der EWE auch keine entsprechenden Netzausbaupläne.

Infotitel

Hier beginnt der Infotext fett und danach wieder normal⇥Autor XXX

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG