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In den kleinsten Galerien der Welt vermitteln ab jetzt Fotos und ein Film Impressionen aus Gambia, einem westafrikanischen Land im Umbruch.

Ausstellung
Afrikas Hoffnung im Trafo

Die Ausstellungsmacher: Sabine und Michael Pommerening vom Verein KunstRegen haben die neue Schau in den Galerien Trafo 1 bis 3 diesmal selbst gestaltet. Zu sehen sind Fotos und ein Videofilm über eine afrikanische Hoffnung.
Die Ausstellungsmacher: Sabine und Michael Pommerening vom Verein KunstRegen haben die neue Schau in den Galerien Trafo 1 bis 3 diesmal selbst gestaltet. Zu sehen sind Fotos und ein Videofilm über eine afrikanische Hoffnung. © Foto: Johann Müller
Ines Weber-Rath / 16.04.2019, 07:00 Uhr
Regenmantel (MOZ) Die Galeristen Sabine und Michael Pommerening beherrschen die Kunst des Improvisierens. Selbiges war nötig, nachdem man sich mit dem Künstler, der die zweite diesjährige Ausstellung in den drei vermutlich kleinsten Galerien der Welt, in den alten Trafo-Häuschen in Regenmantel und Reitwein und im einstigen Wiegehäuschen auf dem Dolgeliner Anger, gestalten sollte, überworfen hatte. Er hoffe, dass niemand zur zunächst angekündigten Vernissage in Reitwein gefahren sei, sagte Michael Pommerening zur Eröffnung einer nun ganz anderen Ausstellung am Trafo 1 im Falkenhagener Vorwerk Regenmantel – seiner eigenen und der seiner Frau Sabine.

Die Gäste, vorwiegend Stamm- Besucher der Trafo-Galerien, froren bei eisigen acht Grad. Damit passten die äußeren Umstände so gar nicht zum Thema der neuen Ausstellungen: "Hoffnung Afrika". Mit farbenfreudigen Fotos, deren Abzüge unkompliziert mit bunten Wäscheklammern an Leinen befestigt sind, und mit einem Film, der über einen am Boden stehenden Bildschirm flimmert, vermitteln Sabine und Michael Pommerening einen Eindruck vom eigenen Erleben in Gambia. Vor zwei Jahren weilten die Wahl-Regenmanteler auf Einladung eines Freundes in dem westafrikanischen Land. Der Freund, einst erfolgreicher deutscher Geschäftsmann, war nach einem Burn out faktisch über Nacht ins kleinste Land Afrikas geflüchtet – und geblieben, wie Michael Pommerening berichtete.

Seine Frau und er besuchten den Freund just zu jener Zeit, in der Gambia im politischen Umbruch war: Tausende Protestler fegten damals den langjährigen Diktator aus dem Land. Die Fotos aus dem Alltag von Fischern, Markthändlern, jungen Frauen in afrikanischer Tracht, von Tänzern und mit der Fähre Reisenden zeigen vor allem eines – Hoffnung. Die Menschen im Land mit den einst meisten afrikanischen Flüchtlingen schöpften Mut.

Die Ausstellung möge dazu beitragen, den Blick dafür zu schärfen, dass unsere Hoffnung auf die Jugend gerichtet sein muss, wünschten sich die Ausstellungsgestalter. Dann heizten zwei junge Trommler, Matthis Ewald (12) und Novis Steinbach (9), mit ihrem Lehrer Hermann Naehring den Gästen ein: Ihr rhytmisches Spiel auf der Djembe, einer Gambischen Trommel, begeisterte. Die Ausstellung in allen drei Trafo-Galerien ist bis zum 27. Juni zu sehen.

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