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Wartung
Brückenarbeiten haben Umwege zur Folge

Prüft, was geprüft werden muss:  Bauleiter Bernd Kozianowski ist für die Klapp- und Hubbrücken am Langen Trödel zuständig. "Das ist wie eine Durchsicht beim Auto", sagt er.
Prüft, was geprüft werden muss:  Bauleiter Bernd Kozianowski ist für die Klapp- und Hubbrücken am Langen Trödel zuständig. "Das ist wie eine Durchsicht beim Auto", sagt er. © Foto: Daria Doer
Daria Doer / 16.04.2019, 19:23 Uhr
Liebenwalde Zur Sackgasse wird die Berliner Straße in Liebenwalde am Dienstagvormittag. Damit Sport- und Freizeitboote ab Donnerstag wieder durch den Langen Trödel, einen zehn Kilometer langen Abschnitt des Finowkanals, fahren können, werden in diesen Tagen hier und in Zerpenschleuse die Klappbrücken gewartet.

Die Firma Grädler Fördertechnik GmbH mit Hauptsitz in Thyrow führt zweimal im Jahr die Arbeiten an der Mechanik durch. An der 2015 gebauten Brücke müssen Lager gefettet werden, der Ölstand wird kontrolliert und ein routinemäßiger Korrosionsschutz durchgeführt. "Das ist beinahe wie eine Durchsicht beim Auto", sagt Mitarbeiter Bernd Kozianowski, der die Brücke schon öfter gewartet hat. "Die Arbeit zum Saisonende im Herbst ist mit größerem Aufwand verbunden, weil dann auch der Bremsmotor überprüft werden muss", sagt er. Neben den Klappbrücken am Finowkanal betreut er regelmäßig auch zwei kleinere Klappbrücken in Spandau und Köpenick.

Bei diesem Wetter sollte die Arbeit eigentlich Spaß machen. Es zeigt sich aber, dass Klappbrücken wirklich neuralgische Punkte im Verkehrsfluss sind. Viele Autofahrer haben Sperrhinweise und Sackgassenschilder übersehen oder ignoriert und sind nun erbost, als sie vor der gesperrten Brücke stehen. Immer wieder erklärt ihnen ein Mitarbeiter geduldig, dass die Wartungsarbeiten bis etwa 15 Uhr dauern werden. Ein Umweg über die Brücken in Nassenheide oder Zerpenschleuse wird nötig. Das sehen einige Fahrer nicht ein. Jemand hat gehört, in 20 Minuten würde kurzzeitig eine Überfahrt möglich sein, und obwohl die Bauarbeiter das dementieren, bleiben eine Handvoll Autofahrer hoffnungsvoll stehen und warten.

"Wenn am Mittwoch die Hydraulik-Hubbrücke an der Forststraße in Zerpenschleuse gesperrt und gewartet wird, gibt es hoffentlich weniger Autos und auch weniger Ärger", sagt Bernd Kozianowski. Die Saison im Langen Trödel wird übrigens in diesem Jahr bis zum 13. Oktober dauern. So lange sollen die Hubbrücken einwandfrei funktionieren.

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Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel.⇥kürzel

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