Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Nach einem großartigen Kampf gibt es jede Menge Emotionen.

Fußball
Jubel in der Nachspielzeit

Bestnoten: Torhüter Florian Rudolph vom SV Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf hielt einen Elfmeter und legte den Grundstein für den Sieg seiner Mannschaft.
Bestnoten: Torhüter Florian Rudolph vom SV Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf hielt einen Elfmeter und legte den Grundstein für den Sieg seiner Mannschaft. © Foto: Edgar Nemschok
Jörg Jankowsky / 16.04.2019, 23:30 Uhr
Petershagen (MOZ) Ein tolles und am Ende emotionales Fußballspiel sahen die Zuschauer auf dem Waldsportplatz in Petershagen. 3:2 gewann Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf am 23. Spieltag der Brandenburg-Liga gegen den Werderaner FC Viktoria. Dieser siebente Saisonsieg der Doppeldorf-Fußballer, die aktuell mit 25 Punkten Tabellen-Elfter bleiben, hatte zwei Helden: Florian Rudolph und Silvan Küter.

Letzterer eröffnete das Tore-Schießen an diesem Nachmittag bereits nach fünf Spielminuten. Nach geschicktem blau-weißen Pressing eroberte Lars Dingeldey spürnasenmäßig den Ball, passte präzise auf Küter, der clever mit rechts ins lange Eck zum 1:0 traf. Die Heim-Elf hätte diese Führung ausbauen können. Paul Westphal (11.) jagte einen Freistoß aus 20 Metern übers Viktoria-Gehäuse, zwei gefährliche Dingeldey-Schüsse (15./19.) wurden gerade noch auf der Torlinie geklärt.

Doch nach einem Fehlpass von Kurt Skusa im Mittelfeld fiel der Ausgleich. Gabriel Garcia (26.) staubte eine flache Eingabe zum 1:1 ab. Dann aber kontrollierte der Gastgeber wieder das Spiel, ohne allerdings größere Torgefahr zu entfachen. Bis kurz vor dem Seitenwechsel. Da nahm Denis Rolke einen schnell ausgeführten Freistoß auf und stürmte in den Werder-Strafraum. Seinen Schuss parierte Marc-Philipp Zuch im FC-Tor noch gedankenschnell, aber der Nachschuss von Marvin Ghaddar (45.+1) zappelte zum 2:1 im Netz.

Die erste gefährliche Torszene in Halbzeit zwei endete fast mit einem Eigentor der Gäste. Nach einer Küter-Flanke (53.) flog der abgefälschte Ball knapp übers Dreiangel. Dann übernahm der Werderaner FC das Spielgeschehen. Einer von zahlreichen Eckbällen führte schließlich zum 2:2. Max Teichmann (58.) nutzte seinen Freiraum vorm Tor und verwandelte direkt. In der Folgezeit standen Schiedsrichter Steffen Seifert und Torwart Rudolph im Fokus. Nachdem der Unparteiische überraschend eine tolle Gastgeber-Chance zurückpfiff (69.), verhinderte Rudolph (74./78.) auf der Gegenseite mit zwei starken Paraden einen Rückstand seiner Mannschaft.

Kurz darauf zeigte Seifert, nach Foul von Martin Kohlmann (83.) an Hannes Raymund, auf den Elfmeterpunkt im blau-weißen Strafraum und sorgte somit für helle Aufregung. Was war geschehen? "Dem berechtigten Foulstrafstoß ging ein falsch interpretierter Einwurf des Schiedsrichters vo­raus", sagte Peter Drews, Vizepräsident von Petershagen-Eggersdorf. "Darüber hatten sich unsere Spieler ja so aufgeregt. Bei einer richtigen Entscheidung des Unparteiischen wäre es nicht zu dieser Elfmeter-Situation gekommen."

"Aber glücklicherweise haben wir Rudi", freute sich Küter. "Der hat sich für seinen Fleiß, den er aufbringt, belohnt und wurde zu Recht der Mann des Spiels." Rudolph tauchte ins linke untere Eck ab und hielt den Elfer gegen Rafael Conrado Prudente glänzend.

Und es kam noch besser für die Blau-Weißen. Zielte Dingeldey (90.) in günstiger Position erneut zentral nur auf den Gäste-Keeper, fand der letzte Angriff der Heim-Elf schließlich doch noch sein erhofftes Ziel. Maximilian Traue erkämpfte sich einen Freistoß. Tim Bolte flankte diesen vors Tor. Kohlmann fand Torjäger Küter, der am langen Pfosten lauerte und den Ball unter großem Jubel irgendwie im FC-Tor unterbrachte. Nach seinem zehnten Saison-Treffer fiel erst Küters Trikot und dann alle Blau-Weißen über ihn her …

"Mein letzter Ballkontakt war voll mit Adrenalin", jubelte Küter. "Danach war es pure Ekstase. Und dsas die ganze Bank aufgesprungen ist, zeigt, was wir für eine intakte Truppe sind."

Das ließ natürlich auch Cheftrainer Roman Sedlak nicht kalt, der wie immer mittendrin im Spielgeschehen war. "Wenn ich bei so einem großartigen Spiel beider Teams keine Emotionen mehr zeige, kann ich mit dem Fußball auch gleich aufhören", betonte Sedlak durchaus ergriffen. "Das waren im Kampf gegen den Abstieg drei sehr wichtige Punkte für uns."

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG