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Seniorenwohnanlage
Barrieren vor dem Zugang zum See

Genießt den Frühling und den Blick: Volkwin Hass, Vorsitzender Mieterbeirat der ProCurand-Seniorenwohnungen an der Wriezener Straße, möchte für seine Mitbewohner und andere Senioren einen barriefreien Durchgang zur Badstraße erreichen.
Genießt den Frühling und den Blick: Volkwin Hass, Vorsitzender Mieterbeirat der ProCurand-Seniorenwohnungen an der Wriezener Straße, möchte für seine Mitbewohner und andere Senioren einen barriefreien Durchgang zur Badstraße erreichen. © Foto: Jens Sell
Jens Sell / 18.04.2019, 07:00 Uhr
Strausberg (MOZ) Eigentlich wollte sich Volkwin Hass zur Ruhe setzen und von seinem Balkon einer der ProCurand-Seniorenwohnungen in der Wriezener Straße den Blick auf den Straussee genießen. Und den asphaltierten Zugang zwischen den Mehrfamilienhäusern von Strausberg Living bis hinunter zur Badstraße. Doch damit ist Schluss, seit Strausberg Living die Pforte zur Badstraße abgeschlossen hat. "Da führt kein Weg rein, als Grundstückseigentümer müssen sie uns nicht gestatten, ihren Weg zu benutzen, das musste ich so zur Kenntnis nehmen", sagt Volkwin Hass. Weil er ein Mensch ist, der, wenn es sein muss, sehr hartnäckig nach Lösungen sucht, ist er seit vier Wochen Vorsitzender des Mieterbeirates der nach seiner Rechnung 100 Bewohner beider ProCurand-Häuser. "Ich schaue grundsätzlich nicht danach, wo sind die Hindernisse, sondern, wo sind die Wege darum herum zum Ziel", beschreibt er sein Naturell. Und so wandte er sich nicht nur an die Hausverwaltung, sondern auch an die Stadtplanung, die Bürgermeisterin und den Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Aufbau, der die benachbarte Siedlung am See gehört. Bürgermeisterin Elke Stadeler habe ihm einen neuen Weg in Aussicht gestellt, berichtet Volkwin Hass: "Wenn die ehemalige Polizeiinspektion neben uns bebaut wird, soll ein befestigter Weg für die Öffentlichkeit von der Wriezener Straße zum Straussee vorgesehen werden", erzählt er. Ob dort aber Wohnhäuser oder ein Gymnasium entstehen, ist heute noch nicht klar. Und wann demzufolge der Weg kommt, lässt sich noch gar nicht absehen. Also: Eine weitere Variante: Am Ende der Ringstraße führt ein Trampelpfad hinunter zur Badstraße. Für alte und gehbehinderte Menschen wie ihn ist der Weg nicht begehbar. Stellenweise zu steil und mit Wurzeln überwachsen. "Könnte der Kommunalservice ihn vielleicht ertüchtigen, dass man mit Rollator und Rollstuhl hinunterkommt?", fragt Volkwin Hass. Er bleibt dran, so viel steht fest. Die MOZ auch.

Barrierefreie Stadt am See

Strausberg hat sich der Erklärung von Barcelona (1995; Behinderten soll barrierefreier Zugang zum gesellschaftlichen Leben und allen für sie relevanten Informationen ermöglicht werden) angeschlossen. Dafür gibt es eine Arbeitsgruppe neben dem Behindertenbeirat und der Behindertenbeauftragten im Rathaus. Mit den Kommunalwahlen soll der Beirat neu gebildet werden.⇥js

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