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Space Night
Völlig losgelöst

Synthesizer im Keller: Wolfgang Paule Fuchs geht zum 40. Bandgeburtstag der Gruppe POND auf Tour. Er ist am 25. April in Berlin und am 27. April in Bernau live zu erleben – ein Muss für Space-Fans.
Synthesizer im Keller: Wolfgang Paule Fuchs geht zum 40. Bandgeburtstag der Gruppe POND auf Tour. Er ist am 25. April in Berlin und am 27. April in Bernau live zu erleben – ein Muss für Space-Fans. © Foto: Sergej Scheibe
Andrea Linne / 18.04.2019, 07:30 Uhr
Bernau (MOZ) Paule Fuchs hat in seinem Keller alles stehen, was er zum Leben braucht: Synthesizer, Verstärker, Keyboards und Drumcomputer. Die ganze Ladung, die der 70-Jährige zum Mixen, Schneiden und Herstellen fantastischer Sounds benötigt, geht in der kommenden Woche auf Reisen. Am 25. April ist der Schwanebecker im Planetarium in Prenzlauer Berg, am 27. April in der Stadthalle Bernau zu hören.

Wenn sich der Himmel über der Stadt wölbt, Sterne funkeln und der Mond seine Bahn zieht, dann ist es Zeit für Fans elektronischer Musik. Die Space Night, wie Fuchs sein Konzert nennt, entführt zu einer Reise durch den Orbit. Völlig losgelöst können sich Musiker und Zuhörer dann treiben lassen, schweben und tief entspannen.

Eine große Lasershow begleitet das Ganze, entwickelt unter enormem Aufwand. Alles soll optisch und soundtechnisch stimmen, diesen Ehrgeiz hat der Musiker, der die Musik im eigenen Label erscheinen lässt. Bekannte und beliebte Stücke sind zu hören – Fuchs erinnert gern an sein Konzert 2010 vor dem Schloss Börnicke, das im Barnim für Furore sorgte.

Zwei Vorbands zu hören

Die Vorbands Pankow Pipers stimmen mit schottischer Dudelsackmusik und Xirc le Cinx mit experimentellen elektronischen Klängen auf den Höhepunkt des Abends ein. Wer keine Tickets für das Planetarium mehr bekommt, muss nicht traurig sein. Das Sternendach zaubert der Schwanebecker in die Stadthalle Bernau, verspricht er.

Vier Männer packen beim Aufbau mit an, drei Techniker sind dabei, um alles zusammenzustecken und perfekt aufzubauen und klingen zu lassen. "Es ist Nischenmusik, das war es immer, aber es gibt viele Liebhaber, ab vom Mainstream", schätzt er ein. Rückblickend von den Anfängen vor gut 40 Jahren bis heute kennt er das nicht anders. "Bilder einer Ausstellung" und "Gemälde einer Vernissage" dürften sich bei vielen Musikfreunden noch heute auf dem Plattenteller drehen. Seither hat Paule Fuchs, der einst mit Manfred Hennig begann, auch viele Preise eingeheimst. Im vergangenen Jahr erschien seine Jubiläums-CD. Vor allem die Gema, und das freut Wolfgang Paule Fuchs, stuft seine Titel unter dem Status ernster Musik ein. "Das ist wie ein Ritterschlag für einen alten Rocker", lacht Fuchs, der sich seine langen grauen Haare noch immer zum Zopf bindet. Unterstützt von einigen wichtigen Sponsoren der Region geht nun auch der Traum vom Konzert in Bernau in Erfüllung. "Darauf freue ich mich wirklich sehr. Es ist wie Heimkommen."

Tickets: Wer noch Tickets benötigt, kann unter www.reservix.de schauen. An der Abendkasse gibt es für Schüler, Studenten und Empfänger von Arbeitslosengeld 2 sowie Rentner mit Handicap kosten Tickets mit Nachweis für sieben Euro. Der Abend am 27. April beginnt um 20 Uhr in der Hussitenstraße 1.

E-Mail andie Redaktion

Die Gruppe POND war Wegbereiter elektronischer Musik in der DDR. Animiert von Vangalis oder Emerson Lake & Palmer nahmen sich die Bandgründer mit kreativem Erfindungsgeist, denn viele Instrumente gab es nicht, auch großer Vorbilder an. Wer am 27. April zur Space Night in Bernau gehen möchte, schreibt am heutigen Donnerstag eine E-Mail an bernau-red@moz.de. Unbedingt eine Telefonnummer dazu, damit wir zwei Lesern je zwei Freikarten für die Stadthalle ins Osternest legen dürfen.⇥li

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