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Feuerbilanz
2018 sind in Oberhavel 18 000 Quadratmeter Wald verbrannt

Eine ausgehölter Kiefernstamm brennt in einem Wald.  Derzeit gilt in allen Landkreisen wegen der hohen Temperaturen die Waldbrandstufe 4.
Eine ausgehölter Kiefernstamm brennt in einem Wald. Derzeit gilt in allen Landkreisen wegen der hohen Temperaturen die Waldbrandstufe 4. © Foto: dpa
Burkhard Keeve / 18.04.2019, 11:13 Uhr
Oranienburg (MOZ) Insgesamt gut 18 000 Quadratmeter Wald verbrannten im vergangenen Jahr im Landkreis Oberhavel. 64 Brände wurden 2018 gezählt – allein 25 davon im Mai, so viele, wie in keinem anderen Monat. Die Feuerwehren waren nahezu immer in erhöhter Einsatzbereitschaft, denn der heiße und lange Sommer dörrte die Landschaft aus. Alles war zundertrocken. In Brandenburg  wurden 512 Waldbrände gezählt, bei denen 1 674 Hektar Wald Opfer der Flammen wurden. In diesem Jahr sind es bereits elf Feuer (9,3 Hektar), die gelöscht werden mussten. Der jüngste Brand Brandenburgs wurde ganz aktuell am Mittwochmorgen bei Rossow (Ostprignitz-Ruppin) gemeldet. Dort hatte es am Abend zuvor schon einmal gebrannt. Die Polizei vermutet deshalb Brandstifter am Werk. In Oberhavel rückte die Feuerwehr am 7. April in Hohen Neuendorfer Gemarkung zum ersten Waldbrand des Jahres aus.

Auf Funkenflug achten

Auch für 2019 deutet sich ein "heißer Sommer" an. Schon jetzt macht sich der milde Winter und die fehlenden Niederschläge im Frühjahr bemerkbar. Es herrscht die zweithöchste Waldbrandwarnstufe IV in nahezu allen Landkreisen Brandenburgs. "Über Ostern gilt diese Warnstufe überall in Brandenburg", sagte Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Engel am Mittwoch. Er rät, bei Osterfeuern unbedingt den Sicherheitsabstand von 50 Metern zum Wald einzuhalten. Bei großen Feuern, auch bei privaten, solle "unbedingt auf den Funkenflug geachtet werden".

Das angekündigte schöne Osterwetter freut die Menschen, doch die Natur leidet. "Nicht nur die Sonne, auch der Wind trocknet die Böden aus", so Engel. "Die Gefahrenlage wird daurch nicht besser." Weil es im vergangenen Jahr und auch in diesem Jahr nicht ausreichend geregnet hat, leidet der Wald. Einige Schädlinge, die dieses Klima schätzen, vermehren sich stark und greifen die Bäume an.

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