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Verkehr
Kampf für Behelfsbrücke

Die über die Havel führende Ruppiner Straße ist die befahrenste Verkehrsader der Stadt.
Die über die Havel führende Ruppiner Straße ist die befahrenste Verkehrsader der Stadt. © Foto: Roland Becker
Roland Becker / 18.04.2019, 17:04 Uhr
Hennigsdorf (MOZ) Ab Dienstag werden in Hennigsdorf Unterschriften gegen das Vorhaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts gesammelt, das den Neubau der Havelüberquerung ohne Ersatzbrücke plant. Verantwortlich für die Aktion ist die neu gegründete Bürgerinitiative "Brücke für Hennigsdorf", in der alle im Stadtparlament vertretenen Fraktionen vereint sind. Die Unterschriftenaktion, deren Appell sich direkt an die Bundesregierung richtet, startet um 17 Uhr vor dem Rathaus. Eine Stunde später wird ein Vertreter der zuständigen Landesbehörde erklären, weshalb auf den Bau der seit Jahren versprochenen Ersatzbrücke verzichtet wird.

Auf der Havelbrücke wird Landrat Ludger Weskamp am Mittwoch mit Hennigsdorfs Bürgermeister Thomas Günther (beide SPD) eine an Bund und Land gerichtete Forderung unterzeichnen, worin für die Zeit des Neubaus über der Havelüberquerung eine Ersatzbrücke gefordert wird. Der Protestnote schließt sich unter anderen auch Potsdams IHK-Präsident Peter Heydenbluth an.

"Dann besetzen wir die Brücke. Das kann ich mir durchaus vorstellen", sagte SPD-Unterbezirksvorsitzende Andrea Suhr am Mittwoch mit Blick auf die Ankündigung, dass das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt im Jahr 2021 während des Neubaus der Havelbrücke keine Ersatzlösung anbieten will. Bis zu einer Brückenbesetzung aufgerufen werden sollte, dürfte noch Zeit ins Land gehen. Ein wichtiger Meilenstein steht aber am Dienstag nach Ostern bevor. Dann wird Amtsleiter Peter Münch den von der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt vorgegebenen Bauablauf ab 18 Uhr im Rathaus vorstellen.

Den Entscheidung, Hennigsdorf wichtigste Verkehrsader für mindestens neun Monate zu sperren, sorgt bereits jetzt für Unruhe. Thomas Ladwig, Geschäftsführer von Flamm Syscomp, rief seine 180 Mitarbeiter bei einer Versammlung am Mittwoch dazu auf, die Veranstaltung zu besuchen. SPD-Landtagskandidat Andreas Noack polterte: "So kann man positive Entwicklungen in Ostdeutschland plattmachen." Keinen Ersatz anzubieten, "mag preiswert erscheinen, ist aber ideenlos".

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