Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ökologie
Umwelt auf dem Lehrplan

Baumpflanzung: Auf dem Heideberg haben Schüler kleine Laubbäume gepflanzt.
Baumpflanzung: Auf dem Heideberg haben Schüler kleine Laubbäume gepflanzt. © Foto: Sergej Scheibe
Olav Schröder / 19.04.2019, 07:00 Uhr
Biesenthal (MOZ) Friday for Future" hat im Barnim Fuß gefasst. Nach ersten Veranstaltungen in Eberswalde und Wandlitz hat sich die Barnimer Initiativgruppe zuletzt am Freitag in Bernau zu einer Future-Kundgebung und Demonstration aufgemacht. Umwelt- und Klimaschutz sind jedoch schon seit vielen Jahren im Schulunterricht, in Projektwochen und Arbeitsgemeinschaften ein Dauerthema. Die Grundschulen in Biesenthal und Grüntal zeigen es.

Die Anfänge in Sachen "Umwelt" liegen an der Grundschule "Am Pfefferberg" in Biesenthal schon einige Jahre zurück. Die Mülltrennung an der Schule wurde bereits vor vielen Jahren eingeführt, berichtet Katrin Saliter, die das Thema betreut und es in Absprache mit den Kollegen an der Schule organisiert. Die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Müllsorten und ihre getrennte Entsorgung gehören deshalb "jetzt schon zum normalen Schulalltag", sagt sie. Auch die Einschulungskinder würden sich schnell an das System gewöhnen, wenn sie es nicht von zuhause aus kennen und praktizieren.

Die Liste der Aktivitäten an der Grundschule "Am Pfefferberg" ist lang und wird oft auch gemeinsam mit anderen Institutionen oder Verbänden durchgeführt. So führt das brandenburgische Landesamt für Umwelt alljährlich in den oberen Klassenstufen einen Projekttag zum Thema Klimaschutz durch. Oder die Edis-Tour legte einen Stopp an der Schule ein, um in der Klassenstufe 6 alternative Stromherstellungen theoretisch zu erläutern und praktische Vorschläge für die Zukunft zu unterbreiten.

Jedes Kind pflanzt eine Buche

Die gesamte Schule war 2017 an einem Waldumbau-Projekt beteiligt, das durch die Deutsche Umweltstiftung und den Naturschutzbund ermöglicht wurde. Jedes Kind der Schule pflanzte im Wald am Heideberg eine Rotbuche. Insgesamt waren es 330 kleine Bäume, die nun helfen, den Wald aus Nadelbäumen in einen Mischwald umzuwandeln. Parallel dazu wurde die Bedeutung einer intakten Natur in allen Klassen erörtert.

Die Projekte sind in der Regel in den Unterricht eingebunden, wie Katrin Saliter erläutert. Das gilt zum Beispiel für das alljährliche "Schulobst"-Vorhaben im September. Das Obst wird kostenlos über das Landesamt für ländliche Entwicklung zur Verfügung gestellt. Der Förderverein der Schule kümmert sich um den Erwerb der Äpfel aus der Region. Und in der Schule geht es nicht nur um gesunde Ernährung, sondern in den oberen Klassen auch um das Thema "Nachhaltigkeit".

Die Schule geht gern Kooperationen mit Akteuren aus der Stadt ein. So steht ein Besuch der Ökofilmtour im Kulturbahnhof jedes Jahr auf dem Programm. Die Klassen suchen sich die Filme, die sie kostenlos ansehen können, selbst aus. Anschließen wird über die Filme gesprochen und ihre Bedeutung für den Umwelt- und Klimaschutz oder die  Nachhaltigkeit ausgewertet.

Ob es der Besuch der Grünen Woche als Klassenprojekt unter dem Berliner Funkturm oder die für die vierten Klassen im Mai bevorstehenden Klimaprojekte mit der Deutschen Umweltaktion sind, diese Aktivitäten werden im alltäglichen Unterricht ergänzt und erweitert. So geht es in den Gesellschaftswissenschaften beispielsweise um das Thema Einkaufsverhalten. "Was sagt das Haltbarkeitsdatum aus, wodurch unterscheiden sich Tüten, wie kann man es vermeiden, Lebensmittel wegzuwerfen und warum sind frische Lebensmittel gesund?", sind einige Fragen, die dabei eine Rolle spielen.

Mit Projekttagen und im Schulunterricht thematisiert auch die Grundschule in Grüntal das Thema Umwelt- und Klima seit Jahren, wie Lehrer Oliver Behrend sagt. Dabei werden die Schüler schon an den Planungen beteiligt, beispielsweise, wenn es sich um die Planung von Ausflügen mit Bahn und Bus handelt. Das Thema dabei lautet dann: Einsparmöglichkeiten von Kohlendioxid.

Exkursionen stehen für die dritten und vierten Klassen zum Thema Naturschutz in den Wildpark Schorfheide auf dem Programm. Die fünften und sechsten Klassen befassen sich mit dem Thema Ökologie und Ökonomie am Beispiel des Bergbaus in der Niederlausitz. Sie besuchten zum Beispiel Lichterfeld und Welzow. Ebenso wie die Biesenthaler besuchen auch die Grüntaler Grundschüler das Ökofilmfest im Kulturbahnhof in Biesenthal.

Konkrete Themen aus dem Alltag, beispielsweise zur Bedeutung des Wassers, werden aufgegriffen. Von Einsparmöglichkeiten durch Druckschalter an Wasserhähnen auf den Toiletten bis hin zu den Umwelteffekten durch wasserlose Urinale reicht die Bandbreite

Die Liste der Projekte ist lang. So befassten sich die Schüler gemeinsam mit Heike Müller mit der Energiewende, hatten die Naturwacht zu Gast oder besuchten die Kinder- und Jugenduni Barnim-Uckermark im März diesen Jahres. Dabei ging es um das Thema Feinstaub, das im Unterricht weiter behandelt wurde.

Infotitel

Hier beginnt der Infotext fett danach wieder normal⇥Autor XXX

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG