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Süße Sünde
Experimentierfreude in Chocolaterie

Urs Bastian Kunz hat feinste Osterschokolade kreiert.
Urs Bastian Kunz hat feinste Osterschokolade kreiert. © Foto: B. Kraemer
Bärbel Kraemer / 19.04.2019, 08:00 Uhr
Bad Belzig Wie der Brauch um das Suchen und Verschenken von Ostereiern sowie die Legende vom Eier legenden Osterhasen entstand, darüber scheiden sich die Geister. Genau wie um die Frage, ob nun das Ei oder das Huhn zuerst da war. Nur soviel ist sicher: Ihren Ursprung haben die Bräuche um die Langohren, die an Ostern in Szene gesetzt werden, in vorchristlicher Zeit. Schon die alten Germanen verehrten den Hasen als Sinnbild der Fruchtbarkeit. Mit dem Ei, als Symbol des erwachenden Lebens, wurden Hase und Ei zu Zeichen des Wachsens und Werdens der Natur. Aus der Verschmelzung der Symbolik entstand dann wohl das Eier legende Langohr, der sich beim Verstecken der Ostereier niemals erwischen lässt. Ob weiß, schwarz, gefleckt, braun oder feldhasengrau – wie der wahre und einzige Osterhase ausschaut, ist ein Geheimnis.

Doch wie kommt er ins Papier? Mit ein bisschen Glück konnte die Kundschaft der kleinen Chocolaterie auf der Burg Eisenhardt in Bad Belzig in den vergangenen Tagen diesem Geheimnis auf die Spur kommen. Immer dann, wenn Geschäftsinhaber Urs Bastian Kunz damit beschäftigt war, Osterschokolade zu kreieren. Weil die Kunden Tafelschokoladen den Vorzug vor Hohlkörpern geben, wurden vorrangig diese in verschiedensten Geschmacksrichtungen und unterschiedlichen österlichen Motiven hergestellt. Doch damit nicht genug. Auch in der Pralinenküche wurde experimentiert. Womit? Mit Blick auf das Osterfest natürlich mit Eierlikör und inspiriert durch die Stammkundschaft. "Einige meiner Gäste trinken gern Eierlikör und mögen ihn auch zum Eis. Da lag es auf der Hand, eine Eierlikörpraline zu kreieren", so Geschäftsinhaber Urs Bastian Kunz. Die Resonanz auf die knackigen Kugeln aus dunkler Schokolade mit dem sinnlichen goldfarbenen Kern war riesig. Die Eierlikörpraline aus der Chocolaterie auf der Burg Eisenhardt machte daraufhin schnell von sich reden und endete - schon vor dem Osterfest - in vieler Leute Munde.

Doch damit nicht genug. Während das schokoladige Ostergeschäft in der kleinen Manufaktur seinen Lauf nahm, wurde bereits emsig weiter experimentiert. Auf die Eierlikörpraline wird bald eine Whisky Praline folgen. "In Kooperation mit der Whisky-Destille im Burgbräuhaus", verrät Urs Bastian Kunz. Bis es soweit ist, wird noch einige Zeit vergehen. Die ersten Tester, die durften jedoch schon ihr Urteil abgeben.

Seit einem dreiviertel Jahr stellt der Berliner in der kleinen Chocolaterie süße Köstlichkeiten her. Neben Tafelschokoladen in verschiedenen Geschmacksrichtungen sind dies Pralinen, Schokoladenfiguren und Bruchschokoladen - als Klassiker, mit Rosen-, Malven- und Kornblumenblüten dekoriert, mit Gewürzen wie Chili oder Ingwer scharf gemacht, oder zu einem Fruchtduett mit Kokos, Mango oder Himbeeren verzaubert. Sein Sortiment ist in stetem Wandel begriffen.

Allen Leckermäulern, die beim Blick auf die süßen Versuchungen im Osternest vom schlechten Gewissen geplagt werden, sei gesagt: Schokolade mit einem Kakaoanteil von über 70 Prozent ist sogar ein wenig gesund.

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