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Bis Mitte Mai
Pure FM-Frequenz wird neu ausgeschrieben

Die Pure FM-Frequenz wird neu ausgeschrieben.
Die Pure FM-Frequenz wird neu ausgeschrieben. © Foto: Lisa Mahlke
MOZ / 20.04.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 20.04.2019, 14:49
Frankfurt (Oder) (Lisa Mahlke) Ab 1. Juli könnte auf der UKW-Frequenz 98,0 statt elektronischer Musik ein neuer Radiosender zu hören sein. Wie die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) in einer Pressemitteilung bekanntgab, hat die Pure Medien Network pMN GmbH diese Frequenz sowie 105,8 MHz Brandenburg/Havel mit Wirkung zum 30. Juni an die Medienanstalt zurückgegeben. Aus diesem Grund hat der Medienrat der mabb die Ausschreibung beider UKW-Frequenzen beschlossen. Bis 15. Mai, 12 Uhr, können Interessierte ihre Anträge einreichen. Ab 1. Juli stehen die Übertragungskapazitäten dann voraussichtlich zur Verfügung.

Anfang Februar hatte das Amtsgericht Frankfurt die vorläufige Verwaltung des Vermögens der pure Medien Network pMN GmbH angeordnet. Da das vorläufige Insolvenzverfahren noch läuft, behält sich die mabb vor, die Ausschreibung der Frequenzen aufzuheben, sollte das aus insolvenzrechtlichen Gründen notwendig sein. Das geht aus der Pressemitteilung hervor. Die Gesellschaft pure Medien Network mit Sitz in Berlin ist Veranstalter des Radiosenders Pure FM, der von einem Glaspavillon am Oderturm aus elektronische Musik sendet. Zum Radiosender gehört auch die Loge 8, eine Bar an dem Pavillon.

„Aufgrund von Zerwürfnissen in der alten Gesellschafterstruktur stellen sich die beiden Mehrheitsgesellschafter von Pure FM einer Neuausschreibung“, erklärt pure Medien-Geschäftsführer Matthias Kayales auf MOZ-Nachfrage. Man habe freiwillig die drei Lizenzen für Berlin, Frankfurt und Brandenburg (Havel) an die mabb zurückgegeben, „um sich erneut gegenüber dem Medienrat einer Neuausschreibung zu stellen“, so Kayales. Die Gesellschaft mit Sitz in Berlin ist Veranstalter des Radiosenders Pure FM, der von einem Glaspavillon am Oderturm aus elektronische Musik sendet. Der Medienrat der mabb wird nun entscheiden, wie es weitergeht.

Die Ausschreibungen sind abrufbar unter www.mabb.de/regulierung/ausschreibungen

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Timm Zeiss 23.04.2019 - 07:14:08

Die Mühlen mahlen langsam, aber sicher

Liebe Annika, das Problem ist, das die öffentliche Wahrnehmung logischerweise auf das beschränkt ist, was von außen erkennbar ist. Die Leute in Frankfurt denken: "Ach, ist doch toll was die machen! Sowas hat uns gefehlt. Sehr schade, wenn die keine neue Lizenz bekommen." Das ist aber - wir beide wissen das - nur ein Teil der Wahrheit. Jedes Mal, wenn Fotos aus der Loge8 gepostet werden, sehe ich Technik, die einer Gesellschaft gehört, die ich - und meine eigenen Firmen - maßgeblich mitfinanziert haben. Man sicht sich eben immer wieder neue Geldgeber (mal gespannt, wer jetzt drauf reingefallen ist), die diesen Wahn, teils auch ungewollt, finanzieren. Ein "tolles" Konzept. Meine Lebenspartnerin und zukünftige Frau Kerstin hat mehrere Jahre für das Unternemen gearbeitet. Man hat ihr immer wieder die Gehaltszahlungen in Aussicht gestellt, sogar ersatzweise Anteile an pure angeboten. Sie wurde nach dem Umzug nach Frankfurt (Oder) einfach abserviert. Sie hat in 2017 noch im hochschwangeren Zustand für den Sender gearbeitet. Mutterschutz oder ähnliches? Fehlanzeige. Sie war nicht einmal bei den Sozialkassen ordnungsgemäß angemeldet. Nicht einmal der Lohn aus der Scheinselbständigkeit wurde bezahlt, man hat sie einfach links liegen lassen, nachdem die Spannungen zwischen Steve, Matthias und mir gewachsen sind. Sie hat nun das einzig richtige gemacht, nämlich um die 50.000,-- EUR vor dem Arbeitsgericht eingeklagt, und zwar gegen den neuen Rechtsträger aus Betriebsübernahme (hilfsweise Gesamtschuldnerschaft). Ich wurde bereits mit einer großen Lüge zu meinen Investitionen veranlasst. Matthias hat mir in 2014 erklärt, man hätte im Internet im Stream nachprüfbar bei Liveübertagungen mehrere Tausend gleichzeitige Zuhörer. Ich fand dann heraus, dass es seinerzeit gar nicht möglich war, dass mehr als 150 Personen gleichzeitig aufzuschalten waren. Trotzdem hatte ich mich damals überreden lassen, weiter in den Sender zu investieren, ich war mit Matthias und Steve über Jahre hinweg bekanntlich gut befreundet. Und heute muss ich zugeben: Ja, ich habe mich beeinflussen und instrumentalisieren lassen. Ich war von dem Projekt so begeistert, dass ich auf einem Auge blind war. Daher habe ich immer wieder aufs Neue Geld investiert und den Sender damit über Wasser gehalten. Das dachte ich jedenfalls. Über die tatsächliche Lage waren auch die Gesellschafter stets nur teilweise informiert, wie sich später herausstellte. Aber das war natürlich mein Fehler. Ehrlich gesagt weiß man gar nicht mehr, was man dazu schreiben soll, es wäre ein Roman, wenn man alle Lügen zu Papier bringen wollte. Ich habe jedenfalls über alle (mir bekannten) Vorgänge bei den Staatsanwaltschaften Frankfurt/Oder und Berlin Anzeige erstattet. Die Ermittlungsverfahren laufen, und das dauert bekanntlich in Deutschland. In Frankfurt wartet die zuständige Staatsanwältin heute noch auf das Insolvenzgutachten, welches sich nur deshalb verzögert, weil Matthias und Steve gesetzeswidrig ihre Mitwirkung am Eröffnungsverfahren verweigern. Ich gehe davon aus, dass es vernichtend ausfallen wird. Ich war mir noch nie so sicher, wie in diesem Falle, dass es zur Anklage kommen wird. Selbstverständlich gilt bis zum rechtskräftigen Urteil formell die Unschuldsvermutung. Aus meiner beruflichen Tätigkeit in einer Insolvenzkanzlei kann ich Dir versichern, dass das Eis für die Beiden sehr dünn wird, wenn es nicht schon längst gebrochen ist. Was mich am meisten wundert ist die Tatsache, dass Matthias und Steve offenbar ernsthaft glauben, mit dieser Nummer durchzukommen......wenn sie das schaffen, werde ich sie für den Fernsehpreis "Das Fass ohne Boden" vorschlagen und meine gesamte Kommentarliteratur zum Insolvenzrecht feierlich in meinen Holzofen schmeißen ;-).....

Annika Wittkowski 22.04.2019 - 17:39:55

Außen hui innen pfui

Ich habe von August 2016 bis September 2017 für die pure Medien Network pMN GmbH gearbeitet und bin leider auch dem betrügerischen Geschäftsgebaren zum Opfer gefallen. Eine detaillierte Beschreibung der Ereignisse würde den Rahmen eines Kommentars überschreiten. Herr Matthias Kayales und Herr Steve Raschke schulden mir immer noch einen hohen Geldbetrag. Darüber hinaus haben sich beide absolut unprofessionell und verletzend mir gegenüber verhalten. Sobald klar war dass ich mich nicht länger hinhalten lasse mit Aussagen wie „nächsten Monat bekommst du dein Geld“ konnte ich beide nicht mehr erreichen - weder über Telefon, SMS, E-Mail oder soziale Medien. Vereinzelte Nachrichten waren verletzend und enthielten keine Aussagen oder Lösungsansätze. Erst über ein halbes Jahr später habe ich mit Hilfe eines Gesellschafters eine Vereinbarung erwirken können. Diese Vereinbarung wurde seitens der pure Medien Network pMN GmbH leider auch nicht eingehalten. Das Fazit: Es geht hier nicht darum, ob pure fm (ein elektronischer Radiosender) einen Mehrwert für eine Stadt darstellt. Herr Kayales und Herr Raschke müssen endlich die Konsequenzen ihres Verhaltens tragen und es wäre absolut unverantwortlich solchen Personen eine weitere Lizenz auszustellen (wobei ich mir wirklich nicht vorstellen kann dass dies passieren wird).

Timm Zeiss 22.04.2019 - 07:13:43

Lügen haben kurze Beine

Ich zitiere nicht häufig Oskar Lafontaine. Er sagte damals im Wahlkampf, dass die Regierung - wenn diese Redewendung zuträfe - unterm Teppich Fallschirmspringen könnte. So scheint es vorliegend auch zu sein. Auseinandersetzungen zwischen Gesellschaftern gehören sicherlich nicht in die Öffentlichkeit. Wir (Alain Rappsilber und ich) sind aber der Meinung, dass man es nicht hinnehmen kann, dass die Öffentlichkeit derartig von den Mehrheitsgesellschaftern von pure fm getäuscht wird. Inhaltliche Meinungsverschiedenheiten gibt es intern in fast jeder Gesellschaft. So war es natürlich auch bei pure fm (pure Medien Network pMN GmbH). Die Meinungsdifferenzen beschränkten sich aber zuletzt darauf, ob man sich an geltendes Recht hält oder nicht. Hierdurch kam es zum Bruch. Es gab schlichtweg kein persönliches Zerwürfnis oder ähnliches, was dem vorausging. Die kapitalgebenden Gesellschafter haben schlichtweg den Hahn endgültig zugedreht, als sie feststellen mussten, dass man lieber mit einer wirtschaftlich ausgelagerten Gesellschaft eine Cocktailbar aufgebaut hat, als seine Mitarbeiter, die Sozialversicherung, Lieferanten zu bezahlen und Verbindlichkeiten abzutragen. Es geht im vorliegenden Falle nicht um Meinungsverschiedenheiten, sondern um Handlungen, die wir der Wirtschaftskriminalität zurechnen müssen. Das zeigt sich im Insolvenzeröffnungsverfahren: Die geschäftsführenden Gesellschafter haben als Reaktion auf das Insolvenzeröffnungsverfahren wenige Tage später eine neue Gesellschaft (Funkhaus Oderturm GmbH) gegründet, der Bruder von einem der GF ist dort neuer GF. Diese Gesellschaft steht auch schon in den Impressen ganz oben mit dabei, die Gesellschaften treten bereits nach außen erkennbar als "Partner" auf. Sie machen einfach so weiter, also wäre nichts. Alles was darstellbar war, wurde einfach auf die neue Gesellschaft rechtswidrig übertragen. Im Insolvenzeröffnungsverfahren wirken sie entgegen den gesetzlichen Bestimmungen nicht mit, die übrigen Gesellschafter hätten andernfalls sogar ein tragfähiges Sanierungskonzept mitfinanziert. Natürlich wird sich die Funkhaus Oderturm GmbH an der neuen Ausschreibung beteiligen, das ist ohne jeden Zweifel der Plan. Man hofft offenbar, zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können: pure fm könnte auf diesem Weg seinen Altschulden Herr werden und sich der Geschäftsanteile der finanzierenden Partner entledigen, damit die alle brav in die Röhre schauen. Glücklicherweise ist ein solches Verhalten nicht von der Rechtsordnung gedeckt. Die neue Gesellschaft haftet aus verschiedenen Gesichtspunkten für die Verbindlichkeiten der pure Medien Network pMN GmbH. Die ersten Klagen sind auf den Weg gebracht. Ganz davon einmal abgesehen, ist das natürlich, von weiteren erfüllten Straftatbeständen einmal abgesehen, (möglicherweise sogar besonders schwerer) Bankrott gem. § 283 (a) StGB. Ich kann mir nur schwer vorstellen - für die finanzierenden Gesellschafter und die verprellten Mitarbeiter wäre dies unerträglich - dass die MABB unter diesen Gesichtspunkten einen neuen Rechtsträger, der faktisch von den Personen, die sich für die Taten noch zu verantworten haben, repräsentiert wird, für die Fortsetzung dieses Projektes neu lizenzieren kann. Der Medienrat der MABB wird insoweit die Sache hinterfragen und sicherlich keine indirekte Beihilfe zu strafbaren Handlungen leisten wollen. Eine neue Lizenzierung an die Funkhaus Oderturm wird daher bereits aus formellen Gründen scheitern. Da werden auch alle zu erwartenden Mitbewerber ein Auge drauf werfen. Diese wäre u.U. möglich, wenn diese sich in der Insolvenz fair und gesetzmäßig verhalten hätten, aber es wurde sich leider allen legalen Lösungen gegenüber verschlossen. Die Zukunft wird zeigen, was tatsächlich passieren wird......schade um das schöne Projekt, aber auch die Geldgeber haben nicht damit gerechnet, derart vorgeführt zu werden. Wir werden uns zu wehren wissen: Alain Rappsilber (Mitgesellschafter pure Medien Network pMN GmbH) teilt mein Schicksal neben vielen anderen Personen, die an das Projekt geglaubt haben und deren Vertrauen missbraucht wurde. In diesem Sinne, frohe Ostern!

Norbert Wesenberg 20.04.2019 - 08:34:17

Wäre echt ein Verlust für Frankfurt (Oder)

Schade wenn der Sender PURE aus der Medienlandschaft der Stadt verschwinden würde und nur noch das musikalische Einerlei vom RBB im Angebot ist. Wünsche den Machern des Senders eine Möglichkeit des Fortbestands zu finden.

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